Panorama
Ausgabe
6/2018

Rassismus-Debatte

Darf eine Apotheke "Zum Mohren" heißen?

Das wird man ja wohl noch mal fragen dürfen: Sollen Apotheken, Gaststätten, Hotels noch "zum Mohren" heißen? Die Frankfurter streiten darüber.

Christoph Boeckheler / DER SPIEGEL

Apotheker Schwartz: "Das war halt der Name"

Von
Donnerstag, 08.02.2018   05:52 Uhr

Das Papier trägt das Wappen der Stadt, die Beschlussnummer K74 und die Überschrift "Kein Rassismus im Stadtbild Frankfurts". Darunter die Aufforderung an die Verantwortlichen der Stadt, "mit Nachdruck" dafür zu sorgen, dass zwei Apotheken ihre Namen ändern. Die "Mohren-Apotheke" und die "Apotheke zum Mohren" müssten "aus dem Stadtbild Frankfurts verschwinden".

Die Absichten dahinter sind ehrenwert, die Absender ebenfalls: die Vertreter jener rund 26 Prozent der Einwohner von Frankfurt am Main, die keine deutschen Papiere besitzen und dennoch mitreden wollen in ihrer Stadt. Was die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) beschließt, hat keine bindende Wirkung. Aber es kann eine Debatte auslösen - und was für eine.

Seit gut zwei Wochen diskutieren die Frankfurter über die zwei Apotheken. Kein Rassismus bitte, da sind sich natürlich alle einig. Doch müssen deshalb Geschäfte umbenannt werden, muss der "Mohr" gehen?

Oder sind die Bezeichnungen nicht vielleicht sogar Ausdruck von Hochachtung gegenüber morgenländischer Heilkunst?

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