Wissenschaft
Ausgabe
8/2018

Klimawandel

Warum Tuvalu nun doch nicht untergeht

Seit Jahrzehnten warnt die Uno, dass der steigende Meeresspiegel flache Inseln zerstört. Doch stattdessen wachsen einige sogar. Wie ist das möglich?

Michael Runkel/ Robert Harding/ Laif

Strand in Tuvalu: Kein Anlass für den Exodus

Von Marco Evers
Freitag, 23.02.2018   01:07 Uhr

Tuvalu ist ein winziges tropisches Inselparadies in den Weiten der Südsee. Auf seinem Staatsgebiet von nur 26 Quadratkilometer Landfläche leben an die 11.000 Menschen, und um deren Zukunft ist es offenbar nicht gut bestellt: Weil die übrige Menschheit so viele fossile Brennstoffe verheizt, steigt der Meeresspiegel an, und bald schon könnten die Atolle von Tuvalu in den Fluten versunken sein wie Atlantis.

Seit Jahrzehnten warnt die Uno, dass Tuvalu wegen des Klimawandels der Untergang drohe. Auch jetzt wieder, als eine neue Studie der University of Colorado in Boulder ergab, dass der Meeresspiegel rasanter steigt als gedacht, war die Rede von den bedrohten Inselstaaten. Und kaum eine Klimakonferenz geht über die Bühne, ohne dass ein Abgesandter des Archipels den Mächtigen ins Gewissen redet.

Hier, am Ende der Welt, erscheint das Ende der Welt näher als irgendwo sonst, und darum ist Tuvalu längst zum Symbol geworden für die geknechtete Natur, eine Art Eisbär des Südens.

Ein neuseeländischer Forscher hat nun untersucht, wie der Klimawandel das Inselreich verändert - und ist zu verblüffenden Ergebnissen gekommen: Paul Kench von der University of Auckland hat alle 101 Tuvalu-Inseln auf Luftaufnahmen und Satellitenbildern aus den Jahren 1971 bis 2014 studiert.

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Heft 8/2018
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