DER SPIEGEL
Ausgabe
49/2016

Forschung

Was die Linien in unserer Hand verraten

Lässt sich an den Handlinien ablesen, ob wir zum Chef taugen, ob wir fremdgehen oder wie schnell wir rennen können? Wissenschaftler analysieren die Furchen - und finden Zusammenhänge.

Walter Schels
Von
Dienstag, 06.12.2016   10:39 Uhr

Die Hände der Bundeskanzlerin? Wirken sensibel, aber nicht kraftlos. Die Hände von Gerhard Schröder? Straff, kantig, maskulin. Die Hände von Helmut Schmidt? Kurzfingrig und verblüffend weich gepolstert. Und: drei Kanzler, dreimal kräftige Daumen. Sagt uns das etwas? Anscheinend ja.

Fragt man Menschen, worauf sie bei anderen neben dem Gesicht achten, sagen die meisten: auf die Hände. Im Restaurant, in der Straßenbahn - überall springt in unserem Kopf die Interpretationsmaschine an. Gefühlt braucht man nicht mal bis zur nächsten Haltestelle, um sich anhand von Gesicht und Händen ein Bild vom Gegenüber zu machen.

Die Frage ist nur: Stimmt dieses Bild? Und: Was geschieht in unserem Kopf, wenn wir die Hände anderer Menschen betrachten?

Das Erbgut bestimmt über Form, Furchen und Fingerlängen der menschlichen Hand; Spuren des Alltäglichen schreiben sich in sie ein. Wahrsagerinnen auf dem Jahrmarkt lesen Verblüffendes aus Händen heraus - oder in sie hinein.

Neu ist: Auch Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Suche nach den verborgenen Informationen.

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Heft 49/2016
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insgesamt 4 Beiträge
joerge11 05.12.2016
1. Beziehung Hand zur Sprache und zum Gedächnis
Hier wird ein interessantes Kapitel in der Wissenschaft aufgeschlagen. Mich interessiert sehr die Beziehung der Handbewegung zur Sprache. Warum benötigt die italienische Sprache die vielen Handbewegungen; das Schwäbische bzw. [...]
Hier wird ein interessantes Kapitel in der Wissenschaft aufgeschlagen. Mich interessiert sehr die Beziehung der Handbewegung zur Sprache. Warum benötigt die italienische Sprache die vielen Handbewegungen; das Schwäbische bzw. die englische Sprache dagegen nicht ? Dann gibt es noch die unerforschte Beziehung von Kinderreimen über die Hand zum Erlernen der Muttersprache und Gedächnisschulung. Die Mütter in allen Ländern reiben die Finger ihrer Kleinen und sagen dabei Sprüche auf (das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen usw.) Warum ? Schließlich gibt es die alte geheimnisvolle Praxis, dass man sich einen Namen immer merken kann, wenn man sich mit einem spitzen Gegenstand an einer bestimmten Stelle der Handfläche pieckt und dabei den Namen ausspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man sich an den Namen des Chefs oder Arbeitskollegen nach dem Urlaub nicht mehr erinnern kann, dann springt er sofort ins Gedächnis, wenn man sich an der gleichen Handflächenstelle wieder pieckt.
fx33 05.12.2016
2.
Es besteht eine Korrelation zwischen dem Umfang der Gestik und der Außentemperatur. Stellen Sie sich die Schwäbische Alb oder Wales im Winter vor. Würden Sie da die Hände aus den Taschen holen, bloß um ihrem Gegenüber [...]
Zitat von joerge11Hier wird ein interessantes Kapitel in der Wissenschaft aufgeschlagen. Mich interessiert sehr die Beziehung der Handbewegung zur Sprache. Warum benötigt die italienische Sprache die vielen Handbewegungen; das Schwäbische bzw. die englische Sprache dagegen nicht ? Dann gibt es noch die unerforschte Beziehung von Kinderreimen über die Hand zum Erlernen der Muttersprache und Gedächnisschulung. Die Mütter in allen Ländern reiben die Finger ihrer Kleinen und sagen dabei Sprüche auf (das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen usw.) Warum ? Schließlich gibt es die alte geheimnisvolle Praxis, dass man sich einen Namen immer merken kann, wenn man sich mit einem spitzen Gegenstand an einer bestimmten Stelle der Handfläche pieckt und dabei den Namen ausspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man sich an den Namen des Chefs oder Arbeitskollegen nach dem Urlaub nicht mehr erinnern kann, dann springt er sofort ins Gedächnis, wenn man sich an der gleichen Handflächenstelle wieder pieckt.
Es besteht eine Korrelation zwischen dem Umfang der Gestik und der Außentemperatur. Stellen Sie sich die Schwäbische Alb oder Wales im Winter vor. Würden Sie da die Hände aus den Taschen holen, bloß um ihrem Gegenüber etwas zu erzählen?
notenbuch 08.12.2016
3. Schaumschlägerei
Die Überschrift ist irreführend,dass es an eine Frechheit grenzt. "Was Linien der Hand verraten", wird in drei Absätzen in einer Bleiwüste angeschnitten und dazu nicht mal neu. Die Handfurche bei Down-Kindern findet [...]
Die Überschrift ist irreführend,dass es an eine Frechheit grenzt. "Was Linien der Hand verraten", wird in drei Absätzen in einer Bleiwüste angeschnitten und dazu nicht mal neu. Die Handfurche bei Down-Kindern findet sich seit Jahrzehnten in der Literatur. Statt Informationen zu den Bedeutungen der Linien,wie angekündigt: lange geschichtliche Abrisse, Geschwafel, alles nicht eins:eins zu nehmen, was jeder denkende mensch ohnehin unterlässt. , und Abhandlungen über Fingerlängen. Äußerst enttäuschend das Ganze, rausgeworfenes Geld und bitte, liebe Redakteure, weniger reißerisch titeln, sondern sachlich. Das macht Leser froh.
gabrielerosenbaum 16.12.2016
4. irreführend
ich muss "notenbuch" recht geben, der Titel verspricht zuviel und darüber habe ich mich auch geärgert. Allerdings habe ich einiges Interessante erfahren, was ich bisher noch nicht wusste.
ich muss "notenbuch" recht geben, der Titel verspricht zuviel und darüber habe ich mich auch geärgert. Allerdings habe ich einiges Interessante erfahren, was ich bisher noch nicht wusste.

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