Panorama
Ausgabe
7/2018

Magermodels

"Es war die Hölle"

Die Zahl der Essgestörten in Deutschland wächst. Nun erreicht die Debatte über "Germany's next Topmodel" die Politik. Experten von Union und SPD befürworten gesetzliche Vorgaben gegen Magermodels.

Richard Hübner / ProSieben

Szene aus der jüngsten Staffel der Castingshow "Germany's next Topmodel"

Von Selina Bettendorf
Sonntag, 11.02.2018   08:00 Uhr

Für Kera Rachel Cook war das Leben vor der Kamera kein Traum, es war die Hölle. "Ich habe mir damals nicht nur einmal überlegt", sagt sie, "von einem Hochhaus zu springen."

Das frühere Model steht in einer Realschule in Sindelfingen. Die 29-Jährige war Teilnehmerin der Castingshow "Germany's next Topmodel", hat viele Jahre für Mode- und Werbefotografen posiert und hält nun Vorträge über die dunkle Seite des Gewerbes: über Bulimie, Übelkeit und Fressattacken. Wie sie manchmal drei Tafeln Schokolade in einer halben Stunde aß, um danach verzweifelt ins Fitnessstudio zu rennen. Und warum die Fotografen ihre Bilder wieder und wieder bearbeiteten, um sie noch schöner und manchmal auch dünner aussehen zu lassen, als sie war. "Es muss dringend etwas geschehen", sagt sie, "damit nicht noch mehr junge Frauen unrealistischen Schönheitsidealen nacheifern."

Nicht ausgeschlossen, dass ihr Wunsch schon bald in Erfüllung geht. Während am vergangenen Donnerstag die 13. Staffel der Heidi-Klum-Show angelaufen ist, wächst unter Politikern von Union und SPD die Bereitschaft, politisch gegen den Schlankheitswahn in der Modeindustrie vorzugehen.

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