Politik
Ausgabe
16/2018

Bayerns Ministerpräsident Söder

"Der Islam ist nicht identitätsstiftend und kulturprägend für unser Land"

Ministerpräsident Markus Söder ist gegen die Einführung islamischer Feiertage und fordert Werteunterricht an Schulen. Warum?

Roderick Aichinger/ DER SPIEGEL

CSU-Politiker Söder: "Die AfD ist durch Entscheidungen in Berlin entstanden"

Ein Interview von , und
Montag, 16.04.2018   01:04 Uhr

SPIEGEL: Herr Ministerpräsident, uns erinnert die politische Situation an das Jahr 2015, als die Flüchtlingskrise begann: In Berlin regiert eine Große Koalition, die daran beteiligten Parteien streiten über Zuwanderung und Islam - und CDU und CSU mischen munter mit. Ist das eine gute Ausgangslage für die bayerische Landtagswahl im Herbst?

Söder: Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa gibt es die gleiche emotionale Seelenlage. Die Menschen sind nach wie vor verunsichert, welche Folgen die Zuwanderung hat: gesellschaftlich, kulturell, aber auch für die Sicherheit im Land. Das gilt nicht nur für Wähler der CSU, sondern für alle Parteien, vor allem auch für die der SPD. Alle müssen sich überlegen, welche Antwort sie darauf geben.

SPIEGEL: Ihr Parteichef Horst Seehofer sagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Die Kanzlerin weist ihn öffentlich zurecht. Welche Schlüsse sollen die Wähler daraus ziehen?

Söder: Horst Seehofer hat recht. Auch in einer Koalition muss man offen debattieren. Entscheidend ist, was am Ende politisch daraus wird. Da bin ich optimistisch.

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Aus dem SPIEGEL

Heft 16/2018
Ist das noch mein Land?
Berechtigte Sorge, übertriebene Angst - die Fakten zur Debatte um Islam und Heimat

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