DER SPIEGEL

AusstellungenJazz in Acryl gemalt

Die musikalische Kraft und das hochkonzentrierte Spiel des Jazz-Trompeters Miles Davis zogen seine Zuhörer unwillkürlich in Bann. 1991 starb der legendäre Musiker und hinterließ nicht nur ein beeindruckendes Notenwerk, sondern Hunderte von Zeichnungen und Gemälden. Was als Therapie nach einem Schlaganfall 1982 begann, baute der Künstler obsessiv zur zweiten Ausdrucksform aus. Pastellfarbene Figuren, so langgestreckt und feingliedrig wie Davis selbst, scheinen über knallbunte Acrylflächen zu tanzen. Malte er anfangs immer wieder weibliche Formen und Gesichter, so verbreiten auf den späten Bildern afrikanisch anmutende Gestalten die mystische Aura von Masken und Totemfiguren. 60 meist großformatige Bilder sind bis zum 21. Oktober im Münchner Hotel Bayerischer Hof zu sehen und vom 1. bis 15. November im Amerika-Haus in Berlin.

DER SPIEGEL 41/1995
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