Sport
Ausgabe
1/2018

Kommerz, Doping, Vetternwirtschaft

Wie verrottet der Sport ist

In wenigen Tagen beginnen die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Doch gibt es die olympischen Werte überhaupt noch?

AFP
Von
Dienstag, 02.01.2018   11:49 Uhr

Vor dem Olympia-Museum in Lausanne lodert in einem großen Kessel eine Flamme. Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt hat sie 1993 entzündet, sie ist seither nie erloschen. Wenn es regnet oder schneit, wird eine Abdeckung über das ewige Feuer geschoben.

Katarina Witt, Goldmedaillengewinnerin 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary, ist bis heute ein begeistertes Mitglied der olympischen Bewegung. Vor Jahren unterstützte sie die Bewerbung Münchens um die Winterspiele 2018. Die Kampagne scheiterte krachend, das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab Pyeongchang den Zuschlag. Witt, 52, weinte am Tag der Abstimmung. Aber im Februar fährt sie immerhin als TV-Expertin nach Südkorea. Dabei sein ist alles.

Zwei Wochen vor Weihnachten posiert Witt im Radisson Blu Hotel in Berlin vor Fotografen. ARD und ZDF stellen ihr Olympiateam vor, das von den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang berichten wird. Es werden ein paar Witze darüber gerissen, wie man den Namen des Austragungsorts richtig ausspricht. Es gibt eine Liveschaltung zu zwei Reportern, die vor Ort recherchieren, ob auch alle Hallen und Pisten für die Wettkämpfe rechtzeitig fertig sind. Es sieht offenbar gut aus.

Auch die Sicherheitslage wird thematisiert. Man erfährt, dass sich Thomas Bach, der Präsident des IOC, mit Vertretern Nordkoreas getroffen habe. Was sie genau besprochen haben, wird nicht klar. Aber im Radisson Blu sind jetzt alle guter Hoffnung, dass Kim Jong Un keine Raketen ins olympische Dorf schießen werde.

Titelbild

Aus dem SPIEGEL

Heft 1/2018
Gesundes Neues!
Bewegen, gut essen, entspannen: Der Masterplan für ein viel längeres Leben

Hinweis: Dies ist ein Artikel aus dem Bezahlbereich von SPIEGEL ONLINE. Der Bezahlvorgang kann in Ihrer App leider nicht abgebildet werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version aus dem Store oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um diesen Artikel vollständig lesen zu können. Vielen Dank!

© DER SPIEGEL 1/2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

TOP