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Schwarzwald-Orte zahlen Studenten Begrüßungsgeld

"Schwarzgeld" für den Wohnsitzwechsel: Drei Örtchen bei Freiburg werben um Studenten - und zahlen bis zu 500 Euro für den Umzug.

DPA

Bauernhof bei Schönwald im Schwarzwald

Von Gregor Becker
Dienstag, 06.11.2018   09:30 Uhr

Das schöne Umland, niedrige Mieten, alles mit dem Fahrrad zu erreichen - das sind die Argumente, mit denen kleine Universitätsstädte gewöhnlich für sich werben. Drei Orte im Schwarzwald gehen bei der Eigenwerbung noch einen Schritt weiter und winken mit: Geld.

Wer sich für ein Studium an der Hochschule Furtwangen nahe Freiburg entscheidet und dafür seinen Wohnsitz in den 9000-Seelen-Ort verlegt, kassiert 200 Euro "Begrüßungsgeld", wie die Stadt die Zahlung nennt: eine Anspielung auf das Begrüßungsgeld, das die BRD zwischen 1970 und 1989 an eingereiste DDR-Bürger zahlte.

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Die nahe gelegenen Gemeinden Schönwald und Gütenbach locken sogar mit noch höheren Beträgen: Bis zu 500 Euro gibt es dort für den Wohnsitzwechsel.

Warum machen die Örtchen das?

"Wir wollen die Stadt beleben und erhoffen uns eine Erhöhung der Einwohnerzahl", sagt Franz Kleiser, Leiter des örtlichen Rechnungsamts. "In Furtwangen beantragen pro Jahr rund 250 Studierende unser Begrüßungsgeld." Kleiser schätzt, dass rund ein Viertel aller Studierenden, die ihren Wohnsitz nach Furtwangen verlegt haben, dies vor allem wegen der finanziellen Belohnung getan haben.

Und die anderen? Die kamen möglicherweise doch wegen der malerischen Landschaft.

insgesamt 8 Beiträge
siebenachtneun 06.11.2018
1.
Begrüßungsgeld für Studenten ist doch nichts Neues. Meine beiden Studienstädte haben das gemacht und beide Städte brauchen keinen Anreiz, weil es kleine Orte sind. Ich glaube in Stadt 1 waren es 200 Euro und in Stadt 2 ca. [...]
Begrüßungsgeld für Studenten ist doch nichts Neues. Meine beiden Studienstädte haben das gemacht und beide Städte brauchen keinen Anreiz, weil es kleine Orte sind. Ich glaube in Stadt 1 waren es 200 Euro und in Stadt 2 ca. 250 Euro. Beide Städte haben damit aber nicht geworben. Man musste sich schon aktiv darüber informieren. Ich bin auch nur durch ein Forum über Finanzierungsmöglichkeiten für Studenten gestolpert.
globaluser 06.11.2018
2. In den Kleinstädten sind natürlich die Mieten geringer,
jedenfalls nicht allzu viele Studenten umziehen wollen, dann wird es auch dort knapp mit dem Wohnraum und teurer. Die 250-55€ reichen ansonsten, ja maximal für die Umzugskosten.
jedenfalls nicht allzu viele Studenten umziehen wollen, dann wird es auch dort knapp mit dem Wohnraum und teurer. Die 250-55€ reichen ansonsten, ja maximal für die Umzugskosten.
KlausP22 06.11.2018
3. Studienfächer, Nahverkehr usw. ?
Schön, dass es auch kleinere Universitäten gibt bei denen es günstiger ist als in den Großstädten. Aber wichtiger als 500€ einmalig sind doch vor allem auch die angebotenen Studienfächer und deren Qualität, die Ausstattung [...]
Schön, dass es auch kleinere Universitäten gibt bei denen es günstiger ist als in den Großstädten. Aber wichtiger als 500€ einmalig sind doch vor allem auch die angebotenen Studienfächer und deren Qualität, die Ausstattung der Bibliothek usw. und außerdem auch die Anbindung der Wohnung per Nahverkehr, falls man etliche Km und evtl. Höhenmeter doch nicht täglich mit dem Rad fahren will. Zudem ist auch das Umfeld, sprich Freizeitangebote, ein Faktor. Falls von den Punkten nicht alles passt, dann sind die 500€ doch egal.
GrafKrolock 06.11.2018
4. @KlausP22
Allerdings hat Furtwangen eine der renommiertesten Fachhochschulen in Baden-Württemberg. Mangelnde Qualität ist also kein Grund.
Allerdings hat Furtwangen eine der renommiertesten Fachhochschulen in Baden-Württemberg. Mangelnde Qualität ist also kein Grund.
Borijee 06.11.2018
5. Furtwangen im Schwarzwald
Man kann ja viel lästern über Furtwangen. Als ich damals im Oktober 1993 dort anfing zu studieren, bekam ich erstmal das kalte kotzen. Wir hatten 2 Wintersemester und dauernd schlechtes Wetter. Die Uni war schwer Jungslastig da [...]
Man kann ja viel lästern über Furtwangen. Als ich damals im Oktober 1993 dort anfing zu studieren, bekam ich erstmal das kalte kotzen. Wir hatten 2 Wintersemester und dauernd schlechtes Wetter. Die Uni war schwer Jungslastig da die Studienfächer eher aus dem Ingenieurbereich kamen. Aber die Mieten waren preiswert und wenn man was nicht verstanden hatte ist man ein Zimmer weiter gegangen und man fand immer jemand der einem den Stoff erklären konnte. Die durchschnittliche Studiendauer waren damals 8 1/2 Semester und wenn man dann mit seinem Diplom aus Furtwangen vorstellig wurde bekam man neben anerkennenden Schulterklopfer und auch sofort den Job. Im Nachhinein würde ich wieder dort zum Studium gehen denn neben guten Professoren war die Mensa wirklich gut und der Zusammenhalt mit meinen Kommolitonen ist auch nach 20 Jahren immer noch vorhanden.
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