Sport

Nach Prügelangriff gegen Fringer

Sion-Boss Constantin für 14 Monate gesperrt

Drastische Strafe für Sions Vereinsboss Christian Constanin: Nach einer Prügelattacke gegen TV-Experte Rolf Fringer wurde der Funktionär für 14 Monate in der Schweizer Liga mit einem Stadionverbot belegt.

REUTERS

Sion-Präsident Christian Constantin

Donnerstag, 12.10.2017   13:50 Uhr

Der Schweizer Vereinspräsident Christian Constantin ist nach seinem tätlichen Angriff gegen Ex-Nationaltrainer Rolf Fringer hart bestraft worden. Die Schweizer Fußball-Liga (SFL) sprach gegen den Vorstandschef des FC Sion eine Sperre von 14 Monaten für alle Profispiele in der Schweiz aus. Zudem muss der impulsive Klub-Boss eine Strafe in Höhe von 100.000 Franken zahlen. Das entschied die SFL-Disziplinarkommission am Donnerstag.

Constantin hatte am 21. September nach dem Sion-Spiel in Lugano den als TV-Experten tätigen Fringer mit Tritten und Ohrfeigen attackiert. Grund war offenbar die wiederholte Kritik des früheren Trainers des VfB Stuttgart an Constantins Mannschaft.

Video: Sion-Boss verprügelt TV-Experten

Foto: Teleclub

Constantin hatte nach seiner Aktion auch wenig Reue gezeigt. "Ich habe ihm einen Tritt in den Hintern versetzt. Das hat mir gut getan", hatte der Funktionär zunächst gesagt und auch einen Tag später seine Prügel-Attacke verteidigt: "Es ist nicht schön, wenn man auf jemanden losgeht. Aber ich kann nicht sagen, dass ich es bereue."

Constantin hatte sogar gegen Fringer eine Klage wegen Verleumdung und Verunglimpfung eingereicht. Umgekehrt kündigte der Ex-Coach eine Zivilklage gegen Constantin an.

Gemäß dem Urteil ist dem Walliser ab sofort der Zutritt zu den Stadien, zum Spielfeld, zur technischen Zone, zur Mannschaftskabine sowie zur Mixed-Zone verwehrt. Die Sperre gilt für alle Spiele der 1. und 2. Liga sowie des Pokals und der Nationalmannschaft. Im Vorfeld hatte Constantin bereits angekündigt, gegen eine Strafe vorgehen zu wollen.

aha/dpa

insgesamt 3 Beiträge
p.ness 12.10.2017
1. Die Schweizer sollen sich Deutschland anschliessen
wenn die Schweiz endlich mal deutsches Bundesland würde, klappt's auch mit dem Fußball
wenn die Schweiz endlich mal deutsches Bundesland würde, klappt's auch mit dem Fußball
steffen.ganzmann 12.10.2017
2. Die Schweizer sollen sich Deutschland anschliessen
Nur wenn Deutschland Französisch, Italienisch und Rätoromanisch als Amtssprachen einführt! ;-) So etwas kann wirklich nur von jemandem aus dem grossen Kanton im Norden kommen. Aber nun im Ernst! Verdenkt mir da [...]
Zitat von p.nesswenn die Schweiz endlich mal deutsches Bundesland würde, klappt's auch mit dem Fußball
Nur wenn Deutschland Französisch, Italienisch und Rätoromanisch als Amtssprachen einführt! ;-) So etwas kann wirklich nur von jemandem aus dem grossen Kanton im Norden kommen. Aber nun im Ernst! Verdenkt mir da irgendjemand, dass ich Wochenenddienste grundsätzlich nur dann übernahm, wenn unsere heimische Fussball- und Eishockeymannschaft Auswärtsspiele hatten? Wenn sich schon die Vereinspräsidenten prügeln, können Sie sich sehr leicht vorstellen, was wohl so auf dem Spielfeld vorkommt ...
gandhiforever 13.10.2017
3. CC ist Wiederholungstaeter
CC ist Wiederholungstaeter. als solcher haette er eine weit hoehere Strafe erhalten muessen. Anscheinend wollte beim SFV niemand, dass der FC Sion untergeht (denn ohne CCs Geld waeren die nicht oben). Das duerfte aber nicht zu [...]
CC ist Wiederholungstaeter. als solcher haette er eine weit hoehere Strafe erhalten muessen. Anscheinend wollte beim SFV niemand, dass der FC Sion untergeht (denn ohne CCs Geld waeren die nicht oben). Das duerfte aber nicht zu einem so gnaedigen Urteil fuehren.

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

TOP