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Vertragsverlängerung bis 2019

Jones bleibt Bundestrainerin

Die hohen Erwartungen bei der Fußball-EM der Frauen hat Steffi Jones nicht erfüllt. Nach dem Viertelfinal-Aus hat der DFB der Bundestrainerin nun aber das Vertrauen ausgesprochen - mindestens bis zur nächsten WM.

Getty Images

Steffi Jones

Mittwoch, 09.08.2017   17:24 Uhr

Steffi Jones darf trotz des enttäuschenden EM-Ergebnisses ihre Arbeit als Bundestrainerin fortsetzen. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zehn Tage nach dem Viertelfinal-Aus gegen Dänemark (1:2) mitteilte, wurde der Vertrag mit der 44-Jährigen sogar bis zur WM 2019 in Frankreich inklusive Option auf eine Fortsetzung bis Olympia 2020 verlängert.

"Steffi Jones hat uns in ihrer Analyse vermittelt, dass sie aus der enttäuschenden EM wichtige Erfahrungen mitnimmt und Lehren für ihre künftige Arbeit zieht", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. "Wir sind davon überzeugt, dass sie die sportlichen Konzepte und die Kompetenz hat, um die WM 2019 als nächste große Herausforderung erfolgreich anzugehen."

Jones habe sich "als Spielerin und Direktorin große Verdienste um den Frauenfußball erworben", sagte Grindel weiter: "Wir stehen als Präsidium dazu, dass sie in ihrer Rolle als Bundestrainerin eine zweite Chance beim DFB bekommen soll."

Nach dem historischen EM-Aus in den Niederlanden hatte es Kritik an der Trainer-Novizin Jones gegeben. Die Spielerinnen hatten sich jedoch hinter die 111-malige Nationalspielerin gestellt, auch aus der Bundesliga hatte Jones Rückendeckung erhalten. "Unser Ziel ist es, die Mannschaft und unser Spielsystem weiterzuentwickeln, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und wieder erfolgreich zu sein", sagte Jones.

chh/sid

insgesamt 46 Beiträge
BettyB. 09.08.2017
1. Bis zur WM
Interessant, dass man ihr das Amt nicht ausdrücklich bis nach der WM überlässt. Sollte man da schon über einen fliegenden Wechsel während der WM denken? Die Geschichte der Ernennung einer als Trainerin unerfahrenen Frau wird [...]
Interessant, dass man ihr das Amt nicht ausdrücklich bis nach der WM überlässt. Sollte man da schon über einen fliegenden Wechsel während der WM denken? Die Geschichte der Ernennung einer als Trainerin unerfahrenen Frau wird dadurch noch seltsamer als zuvor...
wolleb 09.08.2017
2.
Mit dieser Fehlentscheidung habe ich gerechnet. Als ob es keine Bessere oder Besseren gäbe.
Mit dieser Fehlentscheidung habe ich gerechnet. Als ob es keine Bessere oder Besseren gäbe.
winki 09.08.2017
3. Völlig in Ordnung
Sie hat nichts falsch gemacht. Also soll sie weiter machen.
Sie hat nichts falsch gemacht. Also soll sie weiter machen.
hoppla_h 09.08.2017
4. Jones bleibt, ... und das ist gut so!
Jones soll Bundestrainerin bleiben, und das ist gut so! - Frauen können auch Fußball spielen. Die 'Frau'schaft muss nicht immer gewinnen. Quatsch nach einem verlorenen Spiel gleich die Trainerfrage hochzuspielen!
Jones soll Bundestrainerin bleiben, und das ist gut so! - Frauen können auch Fußball spielen. Die 'Frau'schaft muss nicht immer gewinnen. Quatsch nach einem verlorenen Spiel gleich die Trainerfrage hochzuspielen!
Crom 09.08.2017
5.
Das Problem ist wohl, dass man keine andere Frau für diese Stelle hat und einen Mann zu ernennen, das geht ja mal gar nicht in der aktuellen politischen Situation. Die Cheftrainerin bei den Niederlanden hat wenigstens national [...]
Das Problem ist wohl, dass man keine andere Frau für diese Stelle hat und einen Mann zu ernennen, das geht ja mal gar nicht in der aktuellen politischen Situation. Die Cheftrainerin bei den Niederlanden hat wenigstens national schon mal einen Titel geholt.

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