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Fifa-Kongress

Fußball-WM 2026 geht an USA, Kanada und Mexiko

Die Endrunde der Weltmeisterschaft wird in acht Jahren erstmals von drei verschiedenen Ländern ausgerichtet. Das Trio aus Nordamerika setzte sich in der Abstimmung gegen Mitbewerber Marokko durch.

Foto: AFP
Mittwoch, 13.06.2018   12:52 Uhr

Die Fußball-WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Die gemeinsame Bewerbung aus Nordamerika setzte sich bei der Vergabe durch den Fifa-Kongress mit 134:65 Stimmen (67 Prozent) gegen Marokko durch. Das Turnier in acht Jahren wird erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen.

Damit steigt eine WM erstmals seit 1994 wieder in den USA, Mexiko ist nach 1970 und 1986 bereits das dritte Mal Gastgeber eines Weltturniers. Für Kanada ist es eine WM-Premiere. US-Präsident Donald Trump reagierte via Twitter: "Gratulation - ein großes Ergebnis harter Arbeit!" Marokko hingegen scheiterte bereits mit seiner fünften Bewerbung, vorerst bleibt Südafrika 2010 der einzige afrikanische WM-Ausrichter.

Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sprach sich für den Sieger aus. "Wegen des neuen Formats eines WM-Turniers mit 48 Mannschaften haben es kleinere Länder ohne umfangreiche Stadionkapazitäten schwerer, erfolgreich als Ausrichter anzutreten", sagte Verbandschef Reinhard Grindel zum deutschen Votum. Der DFB kritisierte zudem Donald Trump deutlich für seine Einmischung in den Wahlkampf. Der US-Präsident hatte Ländern, die nicht für den amerikanischen Dreierbund stimmen, mit politischen Konsequenzen gedroht.

Erhöhte Teilnehmerzahl führt zu 80 statt bisher 64 Spielen

Nach den Skandalen um die Vergabe der WM 2018 an Russland und 2022 an Katar stimmte nicht mehr die Fifa-Exekutive, sondern die Versammlung aller Mitgliedsverbände über den WM-Ausrichter ab. Das Amerika-Trio konnte bei den Delegierten vor allem mit finanziellen Versprechungen punkten. Demnach wird mit Einnahmen von 14,3 Milliarden US-Dollar gerechnet, fast doppelt so viel wie bei Marokko. Zudem sind für die WM, die erstmals in drei Ländern stattfinden wird, bereits alle Stadien vorhanden. In Marokko hätten neun Arenen komplett neu errichtet werden müssen.

Bei der WM in acht Jahren stehen durch die erhöhte Teilnehmerzahl nun 80 statt derzeit 64 Spiele an. Die 48 Teams werden in 16 Vorrundengruppen eingeteilt, insgesamt 32 Mannschaften erreichen die erste K.-o.-Runde. 60 Partien werden in den USA und jeweils zehn in Mexiko und Kanada stattfinden. Am Eröffnungstag steigen Spiele in allen drei Ländern. Das Finale soll in Dallas, Los Angeles oder New York stattfinden.

Video: Maue WM-Stimmung in Moskau - Fans trauen ihrem Team wenig zu

Foto: SPIEGEL ONLINE

chh/jan/sid

insgesamt 100 Beiträge
rusty 13.06.2018
1. Das war ja klar.
Da ist zuviel Geld im Spiel und Marokko ein zu kleiner Player. That's it!
Da ist zuviel Geld im Spiel und Marokko ein zu kleiner Player. That's it!
Greg84 13.06.2018
2.
Für Marokko sicher nicht schlecht. Neun neue Stadien, die danach nicht mehr genutzt werden, kosten nicht gerade wenig. Selbst in Brasilien sind ehemalige WM- Stadien ungenutzt.
Für Marokko sicher nicht schlecht. Neun neue Stadien, die danach nicht mehr genutzt werden, kosten nicht gerade wenig. Selbst in Brasilien sind ehemalige WM- Stadien ungenutzt.
LustigerLumpi 13.06.2018
3. tja
wie wollte Marrokko gegen 3 riesen Länder gewinnen. Für mich fragt sich nur wie die Austragung der Spiele von statten geht, da ja die Spielorte unglaublich weit verteilt sind, bedeutet wenn man sich vielleicht an einem Spielort [...]
wie wollte Marrokko gegen 3 riesen Länder gewinnen. Für mich fragt sich nur wie die Austragung der Spiele von statten geht, da ja die Spielorte unglaublich weit verteilt sind, bedeutet wenn man sich vielleicht an einem Spielort auf eine Gruppe konzentriert, aber auch für andere Gruppen interessiert, hat man Pech da die wenigsten wohl interkontinental Flüge in kauf nehmen für ein Spiel, schade da so die Fan Gruppen wohl eher unter sich bleiben.
dasfred 13.06.2018
4. Was sagt Trump dazu
Eine voreilige Entscheidung. Keiner weiß, ob dann nicht über Mauern gespielt werden muss. Ich dachte, nach Russland und den Wüstenspielen gäbe es keine Steigerung.
Eine voreilige Entscheidung. Keiner weiß, ob dann nicht über Mauern gespielt werden muss. Ich dachte, nach Russland und den Wüstenspielen gäbe es keine Steigerung.
!!!Fovea!!! 13.06.2018
5. Naja,
da existieren wenigstens schon die Stadien und es wird nicht massiv Geld verpulvert in einem Hungerland, damit nach dem Event leere Stadien irgendwo herumstehen....
da existieren wenigstens schon die Stadien und es wird nicht massiv Geld verpulvert in einem Hungerland, damit nach dem Event leere Stadien irgendwo herumstehen....

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