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"Interessiert mich nicht"

Löw kontert Ballacks Kritik

"Ich war überrascht, dass er seinen Job behalten darf": So kommentierte Michael Ballack den Verbleib von Joachim Löw als Bundestrainer trotz des schlechten Abschneidens bei der WM. Der hat nun sehr gelassen reagiert.

DPA

Joachim Löw (l.), Michael Ballack

Freitag, 12.10.2018   19:11 Uhr

Am Samstag trifft die DFB-Auswahl in der Nations League auf die Niederlande (20.45 Uhr, TV: ZDF, Liveticker: SPIEGEL ONLINE). Im Vorfeld der Partie hat der frühere Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack Bundestrainer Joachim Löw in einem Interview mit der "Deutschen Welle" scharf kritisiert.

"Ich war wie viele andere Leute auch überrascht, dass er seinen Job behalten darf", sagte Ballack mit Blick auf das enttäuschende Vorrundenaus bei der WM 2018 in Russland. Löw lässt sich von den Attacken nicht aus der Ruhe bringen. "Er kann gerne was sagen, das ist völlig legal. Jeder kann gerne seine Meinung sagen", sagte der Bundestrainer.

Dass Ballack auch sein Krisenmanagement kritisiert und ihm indirekt den Rücktritt nahegelegt hatte, habe Löw zwar zur Kenntnis genommen. Den entsprechenden Artikel habe er "aber nicht gelesen, weil es mich diese Woche nicht interessiert", so Löw. "Und nächste Woche erst recht nicht."

Zudem sagte der Bundestrainer, dass er vor der Partie in Amsterdam keinen größeren Druck verspüre als bei den zurückliegenden Weltmeisterschaften, bei denen er die Nationalelf betreut habe. "Warum sollte ich?", fragte Löw.

Der 58-Jährige kündigte an, gegen die Niederlande auf einen Bayern-Block zu setzen, obwohl die Münchner zuletzt vier Pflichtspiele in Folge nicht gewonnen haben. "Ich habe im Training nichts davon gemerkt, dass sie down waren", sagte der Bundestrainer und bestätigte, dass Thomas Müller und Joshua Kimmich von Beginn an spielen werden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hatten wir Joachim Löw mit den Worten zitiert: "Das ist völlig egal." Tatsächlich sagte er bei der DFB-Pressekonferenz: "Das ist völlig legal." Wir haben den Fehler korrigiert.

mmm/dpa

insgesamt 49 Beiträge
Sotnik 12.10.2018
1. Ach Gottchen...
...der Herr Ballack! Der kaut offenbar immer noch auf seinem mißratenem Abschied aus der Nationalelf herum...
...der Herr Ballack! Der kaut offenbar immer noch auf seinem mißratenem Abschied aus der Nationalelf herum...
widower+2 12.10.2018
2. Egal oder legal?
"Er kann gerne was sagen, das ist völlig egal. Jeder kann gerne seine Meinung sagen". Als ich Löws Aussagen vorhin im Radio hörte, habe ich "legal" verstanden und nicht "egal". Ich weiß nicht, [...]
"Er kann gerne was sagen, das ist völlig egal. Jeder kann gerne seine Meinung sagen". Als ich Löws Aussagen vorhin im Radio hörte, habe ich "legal" verstanden und nicht "egal". Ich weiß nicht, ob ich mich da verhört habe, es ist aber doch ein signifikanter Unterschied. "Egal" wäre wesentlich despektierlicher als "legal".
Bee1976 12.10.2018
3. Aber recht hat er trotzdem
Aber recht hat er eben schon. Joachim Löw hat unsere Nationalmannschaft bei dem historischen Vorrundenaus bis auf die Knochen blamiert. Ein Trainer mit Anstand wäre nach dem Desaster freiwillig gegangen und hätte Platz für [...]
Zitat von Sotnik...der Herr Ballack! Der kaut offenbar immer noch auf seinem mißratenem Abschied aus der Nationalelf herum...
Aber recht hat er eben schon. Joachim Löw hat unsere Nationalmannschaft bei dem historischen Vorrundenaus bis auf die Knochen blamiert. Ein Trainer mit Anstand wäre nach dem Desaster freiwillig gegangen und hätte Platz für neue Impulse gemacht.
badenerin 12.10.2018
4. Ach, der Herr Balack,
den gibt‘s ja auch noch ... und er gibt immer noch die beleidigte Leberwurst. Der Arme wird‘s wohl nie überwinden, daß „wir“ ohne ihn Weltmeister wurden. Wie armselig!
den gibt‘s ja auch noch ... und er gibt immer noch die beleidigte Leberwurst. Der Arme wird‘s wohl nie überwinden, daß „wir“ ohne ihn Weltmeister wurden. Wie armselig!
uherm_ 12.10.2018
5. Legal-egal-sch...egal
Mit „völlig egal“ ist die Schlagzeile einfach besser.
Mit „völlig egal“ ist die Schlagzeile einfach besser.

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