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Statt Vertragsverlängerung

Hasenhüttl nicht mehr Trainer von RB Leipzig

RB Leipzig und Ralph Hasenhüttl gehen ab sofort getrennte Wege. Der Trainer hat selbst um die Auflösung seines Vertrags gebeten.

DPA

Ralph Hasenhüttl

Mittwoch, 16.05.2018   14:10 Uhr

Ralph Hasenhüttl ist nicht mehr Trainer von RB Leipzig. Das hat der Klub offiziell bestätigt. Noch am Sonntag hatte Sportdirektor Ralf Rangnick beteuert, dass er mit der Arbeit des Trainerteams mehr als zufrieden sei und es "nie irgendeinen Zweifel" gegeben habe, dass Hasenhüttl auch in der kommenden Saison Coach sein werde. Nun ist das Aus beschlossene Sache.

"Ich wäre sehr gerne gemeinsam mit Ralph Hasenhüttl als Cheftrainer in die nächste Saison gegangen. Diesen Wunsch habe ich ihm gegenüber in persönlichen Gesprächen deutlich zum Ausdruck gebracht", wird Rangnick vom Klub zitiert. "Im Gegensatz zum Winter bin ich allerdings mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass ein weiteres gemeinsames Jahr zunächst einmal ausgereicht hätte. Für Ralph gab es jedoch keinerlei Alternative zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung. Es war daher sein ausdrücklicher Wunsch, den Vertrag aufzulösen."

Hasenhüttl hatte für sich ausgeschlossen, mit einem auslaufenden Kontrakt in die neue Saison zu gehen, und daher um die Auflösung gebeten: "Aus meiner Sicht ist es im Sinne der Umsetzung der langfristigen Ziele von RB Leipzig von großer Bedeutung, eine nachhaltige Vertragslösung anzustreben", heißt es in der Mitteilung von RB. "Nach gemeinsamen Erfolgen sollte man deshalb ehrliche Worte an den Tag legen können und auch ein klares Nein statt ein beschwichtigendes Ja wählen dürfen."

Hasenhüttl trainierte RB seit 2016. Nach der Champions-League-Qualifikation in der ersten Bundesligasaison sind die Leipziger auch kommende Spielzeit wieder international vertreten. Wenn Meister FC Bayern das DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt gewinnt, reicht Tabellenplatz sechs für den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Sollten die Frankfurter hingegen den Cup gewinnen, müsste RB bereits Ende Juli in die Europa-League-Qualifikation.

sak/dpa

insgesamt 36 Beiträge
cimarol 16.05.2018
1. Verzockt
Im Dez. wollte Er noch nicht verlängern, als der Verein wollte, da waren die Bayern an ihm dran. Eine Verlängerung hätten seine Chancen gegen 0 schrumpfen lassen. Als vor ein paar Wochen klar war das es mit den Bayern nichts [...]
Im Dez. wollte Er noch nicht verlängern, als der Verein wollte, da waren die Bayern an ihm dran. Eine Verlängerung hätten seine Chancen gegen 0 schrumpfen lassen. Als vor ein paar Wochen klar war das es mit den Bayern nichts wird, will er verlängern. Jetzt bekommt er die Quittung dafür. Man muss nur 1:1 zusammenzählen.
Augustusrex 16.05.2018
2. Na ja
Wenn Herr Rangnick sagt, dass er mehr als zufrieden mit dem Trainer ist, dann ist das praktisch schon der Rausschmiss. Siehe die Personalie Zorniger. Dort waren wohl ca. 3 Tage zwischen Rangnicks Zufriedenheitsbekundung und der [...]
Wenn Herr Rangnick sagt, dass er mehr als zufrieden mit dem Trainer ist, dann ist das praktisch schon der Rausschmiss. Siehe die Personalie Zorniger. Dort waren wohl ca. 3 Tage zwischen Rangnicks Zufriedenheitsbekundung und der Entlassung.
martin0569 16.05.2018
3. War doch klar...
Hr. Matteschitz macht das doch nicht zum Spaß. Red Bull Leipzig existiert ausschließlich um den Brauseverkauf weiter anzukurbeln. Wenn ich 100te Millionen Euro zahle, will ich doch auch eine Gegenleistung und d.h. im konkreten [...]
Hr. Matteschitz macht das doch nicht zum Spaß. Red Bull Leipzig existiert ausschließlich um den Brauseverkauf weiter anzukurbeln. Wenn ich 100te Millionen Euro zahle, will ich doch auch eine Gegenleistung und d.h. im konkreten Fall eben mindestens Bundesliga UND Champions League. In der EL hat er doch schon die Salzburger Fußballer platziert. Für was braucht er da in diesem Wettbewerb noch Leipzig? Wenn Leipzig nächstes Jahr wieder keine CL packt, dann wird der Laden mit Sicherheit auch ganz schnell wieder dicht gemacht und er versucht es woanders oder beschränkt sich eben auf Salzburg. Aber jetzt wird es eben erst noch mal versucht in Leipzig, nur mit einem neuen Trainer eben, da der bisherige die Erwartungen leider nicht erfüllen konnte.
majorfabs 16.05.2018
4. Rangnick
Kein Trainer kann auf Dauer "unter" Rangnick arbeiten. Dafür ist dieser viel zu besessen von seiner eigenen "Fussball-Idee" und möchte diese dann auch auf dem Platz sehen. Davon wird sich kein Trainer [...]
Kein Trainer kann auf Dauer "unter" Rangnick arbeiten. Dafür ist dieser viel zu besessen von seiner eigenen "Fussball-Idee" und möchte diese dann auch auf dem Platz sehen. Davon wird sich kein Trainer emanzipieren können. Rangnick ist selbst durch und durch Trainer. Langfristig ist für Leipzig eher die Rolle Rangnicks das Problem, weniger die des Trainers.
Sal.Paradies 16.05.2018
5. EIne Option mehr für den BVB
Wenn ich wählen dürfte, hätte Hasenhüttl gegenüber L.Favre die Nase vorne. Aki muss nur Obacht geben, dass er nicht zu schnell aus der Deckung geht, weil Rangnick ansonsten noch eine Ablöse möchte, dreist wie er ist. Also, [...]
Wenn ich wählen dürfte, hätte Hasenhüttl gegenüber L.Favre die Nase vorne. Aki muss nur Obacht geben, dass er nicht zu schnell aus der Deckung geht, weil Rangnick ansonsten noch eine Ablöse möchte, dreist wie er ist. Also, guckt bitte genau hin, lieber Freunde des BVB. Es gibt Alternativen zu unserem unberechenbaren Schweizer und Hasenhüttl wirft auch nicht einfach hin, wenn der Laden mal nicht so läuft. Und er lässt auch nach "vorne" spielen, also genau die Richtung, die für den BVB avisiert ist. Dann noch Morata im Sturm, dann sieht die Welt gleich ein Stück freundlicher aus für das schwarz-gelbe Lager...

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