Sport

Rassismus-Skandal in Paris

Chelsea-Fans zu jahrelangen Stadionverboten verurteilt

"Wir sind Rassisten und so mögen wir das": Die Gesänge von Chelsea-Fans in der Pariser U-Bahn haben Folgen. Ein Gericht verhängte nun Stadionverbote für die Anhänger des Klubs aus London. Sie dürfen jahrelang kein Fußballspiel besuchen.

theguardian.com

Rassismus-Gesänge in Paris: Screenshot aus einem "Guardian"-Video zum Vorfall

Mittwoch, 22.07.2015   15:33 Uhr

Im Februar hatten Chelsea-Anhänger vor einem Champions-League-Spiel bei Paris St. Germain (1:1) einen dunkelhäutigen Mann in einer Metrostation am Einsteigen in den Zug gehindert. Dabei stimmten sie den Schlachtruf "Wir sind Rassisten und so mögen wir das" an. Hier gibt es ein Video, das den Vorfall dokumentiert.

Fünf Chelsea-Fans dürfen wegen des rassistischen Übergriffs jahrelang kein Fußballspiel besuchen. Ein Londoner Gericht verhängte gegen vier der Anhänger des englischen Fußballmeisters Stadionverbote von drei bis fünf Jahren. Ein fünfter hatte bereits zuvor ein fünfjähriges Stadionverbot bekommen.

Chelsea hatte sich umgehend von den Tätern distanziert und die fünf Fans auf Lebenszeit mit Stadionverboten belegt. Fifa-Präsident Joseph Blatter und das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen hatten das Verhalten der Fans verurteilt. Der französische Staatschef François Hollande traf sich mit dem Opfer.

chp/dpa

insgesamt 2 Beiträge
Trainspotter 22.07.2015
1. Stadionverbot?!
Was ist mit Zivilrechtlichen Konsequenzen wegen Beleidigung??
Was ist mit Zivilrechtlichen Konsequenzen wegen Beleidigung??
rpr 22.07.2015
2. RE: Stadionverbot?!
Offensichtlich ist Ihnen nicht bekannt, dass Straf- und Zivilrecht zwei unterschiedliche Rechtsformen sind. Dazu gehören 2 Prozesse bei unterschiedlichen Kammern. Vor allem erfordert ein Zivilprozess, dass das Opfer Klage [...]
Zitat von TrainspotterWas ist mit Zivilrechtlichen Konsequenzen wegen Beleidigung??
Offensichtlich ist Ihnen nicht bekannt, dass Straf- und Zivilrecht zwei unterschiedliche Rechtsformen sind. Dazu gehören 2 Prozesse bei unterschiedlichen Kammern. Vor allem erfordert ein Zivilprozess, dass das Opfer Klage erhebt, was so nicht bekannt ist. Ein Zivilprozess würde wohl auch in Frankreich und nicht in England stattfinden. Für die Öffentlichkeit ist der Strafprozess auch der interessantere, zeigt er doch in diesem Fall auf, dass das Gemeinwesen Rassismus nicht akzeptiert und dagegen vor geht.

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