Sport

NHL-Allstar-Spiel

Draisaitl scheitert ohne Scorerpunkt im Halbfinale

Klare Niederlage direkt im ersten Spiel: Leon Draisaitl hat am Allstar-Wochenende den Einzug ins Finale verpasst. Der erste deutsche Allstar seit 19 Jahren nahm die Niederlage bei dem Showevent aber locker.

AFP

Leon Draisaitl

Sonntag, 27.01.2019   13:46 Uhr

Seine Nominierung war historisch: Leon Draisaitl war der erste Deutsche seit 19 Jahren, der beim NHL-Allstar-Spiel dabei war. Dann aber war das Event für den Eishockey-Profi schnell vorbei. Mit dem Team der Pacific Division unterlag der Nationalspieler der Auswahl der Central Division im Halbfinale 4:10 und schied aus.

Der 23 Jahre alte Draisaitl durfte bei dem Showevent in San José im US-Bundesstaat Kalifornien 6:48 Minuten spielen, blieb allerdings ohne Scorerpunkt. "Wir waren nicht bereit", sagte der Deutsche nach dem Aus. Der Stürmer von den Edmonton Oilers ärgerte sich über den schlechten Start mit zwei schnellen Gegentoren, allerdings nur kurz. "Es ging um den Spaß und es war großartig, da draußen zu sein. Da war viel Klasse unterwegs."

Am Vortag hatte Draisaitl bei der sogenannten "Skills Competition" begeistert. Dabei ging es darum, bei einer Demonstration für die Zuschauer in möglichst kurzer Zeit Ziele zu treffen, etwa Pappkameraden und winzige Tore, vor denen Hindernisse standen. Im Kampf um den Titel als bester Passgeber setzte er sich in 1:09,088 Minuten durch. Zweiter wurde Sebastian Aho von den Carolina Hurricanes (1:18,530). Draisaitl, der vierte deutsche Allstar in der NHL-Historie, erhielt den Siegerscheck über 25.000 Dollar.

Ablenkung vom enttäuschenden Liga-Alltag

Dabei war Brianna Decker schneller als er. Die amerikanische Olympiasiegerin benötigte für die diversen Pässe vor dem offiziellen Wettbewerb drei Sekunden weniger als er, nahm aber außer Konkurrenz teil. Ein Eishockey-Ausrüster würdigte später die starke Leistung und gab bekannt, dass er Decker 25.000 Dollar zahle, also so viel, wie auch Draisaitl erhalten hatte.

Das Finale des Allstar-Games, das seit 2016 als Turnier im Format Drei gegen Drei ausgespielt wird, gewann das Team der Metropolitan Division. Im Duell mit den Profis aus der Central-Staffel setzte sich die Mannschaft um den kanadischen Superstar Sidney Crosby 10:5 durch. Crosby (Pittsburgh Penguins) und Mathew Barzal (New York Islanders) kamen im Endspiel jeweils auf zwei Tore und drei Assists.

Das All-Star-Wochenende war für Draisaitl auch eine willkommene Abwechslung zum Liga-Alltag mit den Edmonton Oilers, für die es äußerst schwer wird, sich für die Playoffs zu qualifizieren. In dem kriselnden Team ragt Draisaitl neben Oilers-Kapitän Connor McDavid heraus. Mit bislang 27 Toren und 34 Vorlagen belegt der Deutsche Platz zehn der NHL-Scorerliste.

aev/sid/dpa

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