Wirtschaft

Reichster Mann Chinas

Bauunternehmer Xu Jiayin mehrt sein Vermögen um 30 Milliarden - in einem Jahr

China hat 53 Milliardäre mehr als vor einem Jahr - und der reichste von ihnen ist Xu Jiayin. Der Bauunternehmer soll sein Vermögen in dieser Zeit um 30 Milliarden Dollar gesteigert haben.

REUTERS/Stringer

Xu Jiayin

Donnerstag, 12.10.2017   14:55 Uhr

Der boomende Immobilienmarkt in China hat den Bauunternehmer Xu Jiayin zum reichsten Mann des Landes aufsteigen lassen. Mit einem geschätzten Vermögen von umgerechnet 43 Milliarden Dollar steht der Chef des südchinesischen Konzerns Evergrande an der Spitze der diesjährigen Reichenliste des chinesischen Magazins "Hurun". Demnach hat der 59-Jährige sein Vermögen innerhalb nur eines Jahres um 30 Milliarden Dollar gesteigert.

Wang Jianlin, der Spitzenreiter der vergangenen zwei Jahre, rutschte auf den fünften Platz ab. Sein Immobilien- und Unterhaltungskonzern Wanda kaufte zuletzt das Hollywood-Studio Legendary für 3,5 Milliarden Dollar. Um Kredite bedienen zu können, musste sich Wanda von mehreren Hotels und Vergnügungsparks trennen. Auch machen strengere Regeln für Auslandsübernahmen dem Konzern zu schaffen. Das Vermögen von Wang Jianlin und seiner Familie schrumpfte um 28 Prozent auf 23 Milliarden Dollar.

Platz zwei des "Hurun"-Rankings, einer Art chinesischem Gegenstück zur "Forbes"-Liste, belegte Pony Ma, Chef des Internet-Konzerns Tencent. Sein Vermögen wurde mit 37 Milliarden Dollar angegeben. Der 46-Jährige zieht damit an Jack Ma vorbei. Der Rivale vom Internet-Giganten Alibaba lag mit 30 Milliarden Dollar auf dem dritten Rang.

Laut "Hurun" stieg die Zahl der chinesischen Dollar-Milliardäre in nur einem Jahr um 53 auf 647. Das Magazin ermittelte 2130 Chinesen mit einem Vermögen von mindestens 300 Millionen Dollar.

Laut Rupert Hoogewerf, der die Liste zusammenstellt, pflegen viele Reiche beste Beziehungen in höchste Kreise der Kommunistischen Partei. So sitzen 213 der reichsten Chinesen in Chinas Parlament oder der beratenden Politischen Konsultativkonferenz (CPPCC). Während das Vermögen der Reichen weiter wächst, leben Millionen Chinesen in Armut.

asa/dpa

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