Wirtschaft

Sondierungsergebnis

So viel Geld bekämen Sie von der GroKo

An die dicken Brocken trauen sich Union und SPD nicht ran, trotzdem können sich manche Sondierungsergebnisse sehen lassen. Was eine GroKo bedeuten würde - für Familien, Rentner, Arbeitnehmer.

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Horst Seehofer, Angela Merkel, Martin Schulz

Eine Kolumne von
Samstag, 13.01.2018   16:09 Uhr

Den ganz großen Wurf wagt die mögliche neue Große Koalition nicht. So viel steht schon fest. Im Detail lohnt aber immer ein Blick auf die oft schonziemlich konkrete Sprache des Sondierungspapiers, das Union und SPD am Freitag nach einer langen Abschlussrunde veröffentlicht haben.

Mehr Geld dürfte es für Beschäftigte, Familien und Rentner geben. Der Überblick:

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Zusammengefasst lässt sich sagen: An eine große Reform der Renten- oder Krankenversicherung traut sich die mögliche neue Koalition nicht heran. Dennoch bringen die Ergebnisse der Sondierung - wenn umgesetzt - eine Menge Geld für die Haushaltskasse vieler Bürger.

insgesamt 96 Beiträge
Fuscipes 13.01.2018
1.
Von welcher GroKo? Die es hoffentlich nicht wieder gibt. Auch Europa braucht keine Groko und Deutschland auch nicht. Der SPD wünsche ich die Erkenntnis und Kraft, nicht dieselben Fehler zu wiederholen, so wie es aussieht [...]
Von welcher GroKo? Die es hoffentlich nicht wieder gibt. Auch Europa braucht keine Groko und Deutschland auch nicht. Der SPD wünsche ich die Erkenntnis und Kraft, nicht dieselben Fehler zu wiederholen, so wie es aussieht mangelt es da doch. Den europäischen Weg beschreiten wollen auch der überwiegende Teil der Grünen sowie der Linken und Teilen der Union, da wäre bei einer Minderheitsregierung für Stabilität gesorgt, bei Lindner weiß ich nicht so recht, zu neu das Ganze. Die Teilung im Kopf zu überwinden, bedarf der Vernunft und der Überlegung Gemeinsames zu finden oder zu wiederzuentdecken. Bei der SPD ist wohl das Herz in die Hose gerutscht?
Freidenker10 13.01.2018
2.
Naja, eine Menge Geld ist jetzt eher relativ! Mir wäre es lieber wenn Tarifverträge fächendeckend umgesetzt werden müssten, dann hätte ich da wenigstens nicht andauernd einen Reallohnverlust weil mein Arbeitgeber sich nicht [...]
Naja, eine Menge Geld ist jetzt eher relativ! Mir wäre es lieber wenn Tarifverträge fächendeckend umgesetzt werden müssten, dann hätte ich da wenigstens nicht andauernd einen Reallohnverlust weil mein Arbeitgeber sich nicht um Tarifverträge schert! DIe sPD hat sich hier viel zu billig verkauft und hat nicht einen einzigen großen Wurf gelandet und das obwohl Merkel gnadenlos auf die sPD angewiesen war! Hier gings doch nur um Postenverteilerei!!
Annabelle_ 13.01.2018
3.
Niedriglohn, prekäre Arbeit, "Hartz"-System, niedrige Vermögenssteuer u. Zweiklassenmedizin bleiben, auch nach dem x-ten Wahldesaster. Ist es noch zu fassen, was hier politisch vor sich geht?
Niedriglohn, prekäre Arbeit, "Hartz"-System, niedrige Vermögenssteuer u. Zweiklassenmedizin bleiben, auch nach dem x-ten Wahldesaster. Ist es noch zu fassen, was hier politisch vor sich geht?
ansv 13.01.2018
4.
Was gab es denn da eigentlich zu "sondieren"? Wir werfen dem Volk ein paar Euro hin und packen die großen Themen weiterhin nicht an? Ein Wahnsinn. Und ein Mr. "wir machen keine Groko-Schulz" tut jetzt, als [...]
Was gab es denn da eigentlich zu "sondieren"? Wir werfen dem Volk ein paar Euro hin und packen die großen Themen weiterhin nicht an? Ein Wahnsinn. Und ein Mr. "wir machen keine Groko-Schulz" tut jetzt, als wäre das ein Erfolg. Wer vorher das Gefühl hatte, die SPD hat ihr Profil verkauft, sieht sich jetzt ein weiteres Mal bestätigt.
dingstabumsta 13.01.2018
5. Es war...
...auch nicht mehr zu erwarten, wenn zwei Lobbyistisch politische Parteien eine Regierung bilden. Gerade das Thema Rente könnte nur so enden, dass jemand der 35 Jahre prekär Beschäftigt ist, und immer brav seine [...]
...auch nicht mehr zu erwarten, wenn zwei Lobbyistisch politische Parteien eine Regierung bilden. Gerade das Thema Rente könnte nur so enden, dass jemand der 35 Jahre prekär Beschäftigt ist, und immer brav seine Steuerentlastungen und Sozialabgaben bezahlt hat, nur 80 Euro mehr bekommt, als derjenige der 35 Jahre auf der faulen Haut gelegen hat! Ich will hier nicht arm gegen ärmer ausspielen, doch soziale Gerechtigkeit sieht anders aus, und zeigt eher in Richtung Bedingungsloses Grundeinkommen, als dass es für viele Millionen Arbeitnehmer noch lohnend ist arbeiten zu gehen. Schon jetzt ist diese Grundsicherung im Alter viel zu wenig bemessen...auch hier richtet sich, wie der Mindestlohn auch, diese Höhe nach Hartz 4, und ist genau so Unwürdig im Beantragen oder Aufstockung wie es jetzt bei der rein für die Wirtschaft Instrumentalisierten sozialen Grundsicherung Hartz 4 ist, und viele Rentner aus ihrem sozialen Milieus herausreißen wird.

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