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In fünf Schritten zu mehr Geld

Gerade junge Menschen müssen aufs Geld achten. Diese simplen Schritte helfen dabei, am Ende des Monats mehr übrig zu haben.

SPIEGEL ONLINE
Von und (Grafik)
Dienstag, 08.08.2017   15:12 Uhr

Es gibt viele Möglichkeiten, Geld zu sparen. Man kann etwa weniger Essen bestellen, weniger Bier oder nur noch Leitungswasser trinken. Doch für viele Menschen kommt das nicht infrage. Schließlich wollen sie nicht auf ihren Lebensstandard verzichten.

Deshalb haben wir fünf simple Spartricks zusammengetragen, mit denen junge Menschen mehrere Hundert Euro im Jahr sparen können - ohne auf einen komfortablen Lebensstil verzichten zu müssen.

1. Stromanbieter wechseln

Als ich zu Beginn meines Studiums in eine WG gezogen bin, war ich froh, dass sich meine Vormieter schon um alles gekümmert hatten: Für die Wohnung waren ein Strom- und ein Gastarif angemeldet, den ich problemlos mit meinem Mitbewohner übernehmen konnte. Alles gut also, dachte ich - Hauptsache, ich muss mich nicht durch irgendwelche Verträge wühlen.

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Viele meiner Freunde, die studieren oder gerade ihr erstes Geld verdienen, geht es ähnlich. Sie sitzen auf Verträgen, die vor Jahren mal abgeschlossen wurden - und verschenken so viel Geld.

Denn durch den Wechsel des Stromanbieters kann man mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Dazu muss man nur auf einem Vergleichsportal wie Verivox oder Check24 seine Daten eingeben, die Kündigung übernimmt dann der neue Anbieter. Das kostet höchstens eine halbe Stunde Zeit - und man hat am Ende des Monats mehr Geld übrig.

Noch mehr Geld spart man, indem man auch den Gasanbieter wechselt, das geht genauso einfach. Beim Abschluss von Finanzprodukten über solche Portale sollte man aber vorsichtig sein, da die Anbieter hohe Provisionen kassieren und deshalb nicht immer für den Verbraucher das beste Produkt auswählen.

Übrigens: Das Start-up Aboalarm hilft dabei, nervige Abos und Verträge zu kündigen und den Überblick über alle Verträge zu behalten. Die App verschickt vorgefertigte Kündigungsschreiben und hält die Nutzer über den Stand der Kündigung auf dem Laufenden. Dank der App muss man nicht mehr eigenständig Kündigungen schreiben und verschicken. Das spart Arbeit und Kontrolle. Für Versand und Protokoll einer Kündigung berechnet Aboalarm aber 99 Cent.

2. Sparprodukte der Eltern auflösen und mit ETFs sparen

Viele Eltern meiner Freunde haben bei ihrer Hausbank für ihre Kinder Vorsorgeprodukte abgeschlossen, etwa Aktienfonds. Doch diese Produkte der Banken verschlingen oftmals horrende Verwaltungsgebühren und werfen nur mickrige Renditen ab.

Besser ist es, seine Geldanlage selbst in die Hand zu nehmen. Dazu muss man nur ein Online-Depot eröffnen und dort einen kostengünstigen ETF-Sparplan abschließen. Mit diesem können Anleger über die Jahre mehrere Hundert Euro Verwaltungsgebühren sparen und vernünftige Renditen einfahren (Wie Sie in acht Schritten zu Ihrem ersten eigenen Aktienfonds gelangen, erfahren Sie hier).

3. Handyvertrag kündigen

Die meisten haben bei einem Mobilfunkanbieter einen Handyvertrag inklusive Smartphone abgeschlossen. Doch diese Tarife sind über die Jahre gerechnet oftmals sehr teuer. Es ist viel billiger, ein Handy günstig zu kaufen und dazu separat einen Handyvertrag abzuschließen. Auf die typische Vertragslaufzeit von 24 Monaten gerechnet, ist der Einzelkauf eines Smartphones laut einer Berechnung des Finanzportals Finanztip durchschnittlich 19 bis 38 Prozent günstiger als ein Tarif der Netzbetreiber.

Die meisten Nutzer kommen mit einem Discounttarif für zehn bis fünfzehn Euro im Monat aus. Das macht im Vergleich zu einem Tarif der Netzbetreiber eine Ersparnis von 150 bis 300 Euro pro Jahr.

4. Teilen statt besitzen

Ein Auto fahren, das einem nicht gehört, und das Auto eines Freundes als Taxi benutzen. Unternehmen wie Airbnb, Uber und DriveNow haben eine neue Kultur des Teilens geschaffen: Die Idee der sogenannten Sharing Economy besteht darin, dass wir Produkte teilen, dadurch weniger Ressourcen verbrauchen und uns insgesamt mehr leisten können.

Neben den großen dominanten Playern wie die Bettenbörse Airnbnb gibt es in Deutschland eine Reihe von Start-ups, die dazu anregen wollen, den täglichen Konsum zu überdenken und dadurch Geld zu sparen.

Diese Apps sind einen Blick wert:

5. Notreserven auf dem Tagesgeldkonto parken

Geld, das man beispielsweise für einen Urlaub anspart, sollte man besser auf einem Tagesgeldkonto parken statt auf dem Girokonto. Denn dort wird es zumindest minimal verzinst. Solch ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Konto ohne festgelegte Laufzeit, das ausschließlich der Geldanlage dient. Das Guthaben kann jeden Tag zurückgeholt werden, es eignet sich aber nicht für den täglichen Geldverkehr.

Die Consorsbank lockt Neukunden etwa mit einem Zinssatz von einem Prozent für die ersten sechs Monate, die ING-Diba bietet 0,75 Prozent für die ersten vier Monate. Weniger gut ist das Tagesgeldkonto für langfristiges Sparen geeignet, weil es auf Dauer zu niedrige Zinsen abwirft. Aufgrund seiner Flexibilität eignet sich das Tagesgeldkonto aber gut für eine gewisse Notreserve, an die man jederzeit herankommen kann. Die besten Tagesgeld-Zinsen finden sich hier.

Haben Sie auch Spartipps? Dann schicken Sie mir Ihre Ideen an henning.jauernig@spiegel.de

insgesamt 60 Beiträge
GrinderFX 08.08.2017
1.
Kurz gesagt, man kommt nicht zu mehr Geld, man soll nur einfach überall sparen und somit weniger ausgeben. Mehr erhält man dadurch nicht. Ziemlich falsche Überschrift und ziemlich sinnlose Tips.
Kurz gesagt, man kommt nicht zu mehr Geld, man soll nur einfach überall sparen und somit weniger ausgeben. Mehr erhält man dadurch nicht. Ziemlich falsche Überschrift und ziemlich sinnlose Tips.
veligandu123 08.08.2017
2. Revolutionär ist anders...
Sehe es wie @No. 1, das sind so allgemeine Tipps, die man schon hundertmal anders gehört hat. BTW, bin ich der Einzige, der skeptisch ist, wenn ein "schon seit Kindertagen von der Börse faszinierter" Mensch dann erst [...]
Sehe es wie @No. 1, das sind so allgemeine Tipps, die man schon hundertmal anders gehört hat. BTW, bin ich der Einzige, der skeptisch ist, wenn ein "schon seit Kindertagen von der Börse faszinierter" Mensch dann erst mit 20 die erste Aktie kauft? Und den ersten Fonds (wow!) JAHRE später? Also quasi erst vor einigen Wochen....?
merapi22 08.08.2017
3. Informieren ist wichtig, denn alles wird immer billiger
Der Trend geht hin zur Null Grenzkosten Gesellschaft - alles wird dank mehr Wissen und Technologie immer billiger, darum ständig schauen und alte Verträge kündigen. Der Bankberater ist ein Bankverkäufer der das Interesse der [...]
Der Trend geht hin zur Null Grenzkosten Gesellschaft - alles wird dank mehr Wissen und Technologie immer billiger, darum ständig schauen und alte Verträge kündigen. Der Bankberater ist ein Bankverkäufer der das Interesse der Bank und nicht des Kunden im Auge hat. "Mach es selbst", ist selbst beim Aktienkauf viel einfacher als man denkt. Teilen ist manchmal so einfach: Die Geheimnummer des Internetzugangs den Nachbar-n geben und 5 Euro im Monat dafür erhalten. Das merkt man nicht mal, wenn alle das Netz zur selben Zeit benutzen.
cherrypicker 08.08.2017
4. Gewerkschaften gründen und für mehr Lohn streiten ...
... wäre wohl erfolgversprechender! Aber die jungen Leute denken wahrscheinlich, dass sich Lebensqualität durch ein individuell belegtes Sandwich herstellen lässt oder einen Kaffeebecher, auf den der Barista seinen Namen [...]
... wäre wohl erfolgversprechender! Aber die jungen Leute denken wahrscheinlich, dass sich Lebensqualität durch ein individuell belegtes Sandwich herstellen lässt oder einen Kaffeebecher, auf den der Barista seinen Namen kirtzelt. Meine Generation wollte noch einen Dienstwagen.
El pato clavado 08.08.2017
5. Netter Vorschlag
aber wo von sparen, wenn nichts übrig bleibt. Eine charmante Lösung, Credit aufnehmen und den aufs Sparbuch
aber wo von sparen, wenn nichts übrig bleibt. Eine charmante Lösung, Credit aufnehmen und den aufs Sparbuch
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