Wirtschaft

Jahreswechsel

Wann Sie das meiste Geld beim Finanzamt sparen

Manche Ausgaben bringen die größte Steuerersparnis, wenn sie noch im alten Jahr bezahlt werden - andere Überweisungen verschieben Sie besser in den Januar. Aber welche? Timing ist alles.

Eine Kolumne von
Samstag, 24.11.2018   07:32 Uhr

Unaufhaltsam nähert sich das Jahresende. Und damit auch der Stichtag, an dem so manche Chance zum Steuersparen unwiederbringlich dahin ist. Nutzen Sie die nächsten Wochen. Sonst wird die Zeit zu knapp, um Ihre Sparideen umzusetzen.

Im Steuerrecht wird viel mit Pauschalen, Schwellenwerten und Höchstsätzen gearbeitet. Je nach Kostenart lohnt es sich daher, Ausgaben vorzuziehen, oder bis ins kommende Jahr aufzuschieben. Außerdem gibt es für einige staatliche Zulagen und wichtige Anträge Fristen, die jeweils zum Jahresende ablaufen. Und manchmal kann es sich lohnen, an der Steuerklasse zu drehen.

Fangen wir mit den Fristen an:

Damit kommen wir zur Steuerklasse und zur vorzeitigen Erstattung von Lohnsteuern:

Zum Autor

Damit wären wir beim letzten Punkt, der cleveren Planung Ihrer Ausgaben um den Jahreswechsel herum. Fangen wir an mit Auftragsarbeiten im Haushalt:

Was bleibt von Ihrem Gehalt?

Bei den außergewöhnlichen Belastungen funktioniert das Spiel genau andersherum: Denn Steuern sparen Sie nur, wenn Sie in diesem Jahr viel Geld ausgeben, eine bestimmte Schwelle überschreiten, die sogenannte zumutbare Belastung. Je nach Familienstand und Einkommen sind das 1 bis 7 Prozent Ihrer jährlichen Bruttoeinkünfte.

Folgende Ausgaben gehören dazu:

Wenn Sie in diesem Jahr schon ein paar von solche Ausgaben hatten, kaufen Sie die Brille jetzt und bezahlen Sie den Zahnarzt noch bis zum Jahresende. Falls nicht, ist es klüger, die Rechnungen erst 2019 zu bezahlen und zu hoffen, dass Sie dann über die Grenze kommen. Mit einem Rechner des Finanzamts können Sie Ihre individuelle zumutbare Belastung selbst berechnen.

Auch bei Ihren Aufwendungen für Ihren Beruf, den sogenannten Werbungskosten, müssen Sie als Arbeitnehmer erst über eine Schwelle kommen: 1000 Euro pro Jahr werden vom Finanzamt ohnehin pauschal als Werbungskosten anerkannt. Wenn Sie einen längeren Weg zur Arbeit haben (ab 15 Kilometer), ist die Summe schon voll. Ansonsten lohnt es sich, Ausgaben zu schieben oder vorzuziehen.

Wie Sie übriggebliebenes Geld sinnvoll in die eigene Altersvorsorge oder Ihre Baufinanzierung stecken, erkläre ich Ihnen im Dezember.

insgesamt 12 Beiträge
Lemmingeforscher 24.11.2018
1. Wann Sie das meiste Geld beim Finanzamt sparen
Melden Sie sich einfach für mindestens 190 Tage in europäischen Ausland an oder noch besser in Montenegro. Dann bezahlen sie gar keine Steuern und das völlig egal. Jeder Euro der Anders Finanzamt geht ist ein schlechter Euro [...]
Melden Sie sich einfach für mindestens 190 Tage in europäischen Ausland an oder noch besser in Montenegro. Dann bezahlen sie gar keine Steuern und das völlig egal. Jeder Euro der Anders Finanzamt geht ist ein schlechter Euro Weile auf 60-70 % entwertet wird durch Vollpfosten die beispielsweise versuchen in der Nähe von Berlin einen Flughafen zu bauen. Ich kenne einige Leute aus der IT-Branche die das mit großem Erfolg machen und sich stützen den Staat: Jeder Euro der in Deutschland direkt ausgegeben wird ist 100 % einen Euro wert. Nachdem Finanzamt Filter nur noch 0,30 €. Sie ist sinnlos ist verbrennen von Geld in schwarz Buch der Steuerzahler. Ja tatsächlich hat der Gesetzgeber auf viele kleine Bürger durch auf legale Möglichkeit geschaffen, sich von diesen ganzen Irrsinn zu verabschieden. Im übrigen kann man sich in Montenegro eine in Europa gültige Krankenversicherung erster Güte billig beschaffen und war nicht in Deutschland plötzlich der Kaste von privatversichernden zuzurechnen.
Andreas1979 24.11.2018
2. Das mache ich auch.
Dachbauarbeiten 6000 Euro Handwerkerkosten 2018 Innenausbau Handwerkosten 2019 4000 Euro. Denn jedes Jahr dürfen nur 6000 Euro Handwerkosten abgesetzt werden im Privatbereich.
Dachbauarbeiten 6000 Euro Handwerkerkosten 2018 Innenausbau Handwerkosten 2019 4000 Euro. Denn jedes Jahr dürfen nur 6000 Euro Handwerkosten abgesetzt werden im Privatbereich.
Rossi-LSD 24.11.2018
3. Handwerker Ende November noch beauftragen?
Der Hinweis mit den Handwerkerleistungen ist theoretisch richtig, jedoch bei der aktuellen Bauphase vollkommen ungeeignet. Wer jetzt noch sein Bad sanieren will, kann sich glücklich schätzen, wenn dies bis Ostern 2019 fertig [...]
Der Hinweis mit den Handwerkerleistungen ist theoretisch richtig, jedoch bei der aktuellen Bauphase vollkommen ungeeignet. Wer jetzt noch sein Bad sanieren will, kann sich glücklich schätzen, wenn dies bis Ostern 2019 fertig ist. Die außergewöhnlichen Belastungen sind mit den Schwellenwerten auch ein schlechter Scherz, die ich noch nie ansätzen konnte. Selbst im Bekanntenkreis konnte davon noch nie jemand profitieren. Da muss schon was sehr außergewöhnliches geschehen, damit da was angesetzt werden kann.
janfred 24.11.2018
4. #1 Lemmingforscher
Sie sind oberschlau und alle Steuerzahler sind dumm. Und die 190 Tage duerfen sie dann de facto nicht in Deutschland verbringen. Also sind sie entweder Rentner oder Selbstständig oder ein Betrùger. Alles in allem sind sie [...]
Sie sind oberschlau und alle Steuerzahler sind dumm. Und die 190 Tage duerfen sie dann de facto nicht in Deutschland verbringen. Also sind sie entweder Rentner oder Selbstständig oder ein Betrùger. Alles in allem sind sie jedenfalls Egoist. Wenn alle so denken wùrden hätten wir nicht unser Bildungssystem und unser immer noch gutes Sozialsystem. Wem wollen sie also mit dem smarten statement imponieren?
thequickeningishappening 24.11.2018
5. Auswandern
Nich für 190 Tage nach Lux oder Monaco. Man schaue sich Das Netto in klassischen Migrationslaendern wie USA, Canada und Australien an !
Nich für 190 Tage nach Lux oder Monaco. Man schaue sich Das Netto in klassischen Migrationslaendern wie USA, Canada und Australien an !

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