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Südkorea erwägt Verbot von Bitcoin-Handel

Mit einer Ankündigung, den Handel von Kryptowährungen zu verbieten, hat Südkorea für Kursstürze gesorgt. Mittlerweile wurden die Regierungspläne aber relativiert.

REUTERS

Anzeigetafel mit Kryptowährungen in Seoul

Donnerstag, 11.01.2018   16:19 Uhr

Ein mögliches Handelsverbot für Kryptowährungen verursacht Turbulenzen in Südkorea. Es gebe große Bedenken hinsichtlich virtueller Währungen wie Bitcoin, hatte Justizminister Park Sang Ki vor Journalisten gesagt. Daher bereite sein Ministerium ein Verbot des Börsenhandels vor. Ein entsprechendes Gesetz sei in Vorbereitung.

Die Äußerungen sorgten für heftige Reaktionen bei Investoren. Diese reichten umgehend Online-Petitionen bei der Präsidentschaft gegen das geplante Gesetz ein. Die Regierung beschwichtigte daraufhin: Ein Verbot der Transaktionen sei nur "eine der vom Justizministerium vorbereiteten Maßnahmen", hieß es. Außerdem stehe die Entscheidung noch nicht abschließend fest.

Zuvor hatte bereits eine Nachricht aus China die Stimmung gedrückt: Laut einem Bericht der US-Zeitung "Wall Street Journal" ordnete die chinesische Regierung zuletzt eine Sperre für Bitcoin-Schürfer an. Diese stellen hohe Rechnerleistungen bereit, um als Entlohnung die begehrte Digitalwährung zu erhalten. Grund für diesen Schritt ist offenbar die Sorge vor einer Beeinträchtigung der Stromversorgung gewesen - das Erzeugen von Bitcoin ist extrem energieintensiv. China gilt als Heimat großer, professioneller Bitcoin-Miner.

Die Regulierungsbemühungen in Südkorea und China belasteten den Handel mit Kryptowährungen deutlich. Nach der Relativierung aus Seoul erholten sich die Kurse allerdings wieder. Ein Sprecher der Transaktionsplattform Bithumb, die von dem Verbot betroffen wäre, erklärte, sie beobachteten nun genau, was die Regierung tue.

Der Handel mit Digitalwährungen ist umstritten. Zuletzt warnte Star-Investor Warren Buffett davor. Statt in Bitcoin zu investieren, würde er eher auf den Kursabsturz spekulieren, sagte der 87-Jährige.

asc/dab/dpa/Reuters

insgesamt 56 Beiträge
jujo 11.01.2018
1. ....
Mit Bitcoins handeln ist so als ich in ein Automatenspielhalle gehe. EsGewinnt immer (!) jemand anderes.
Mit Bitcoins handeln ist so als ich in ein Automatenspielhalle gehe. EsGewinnt immer (!) jemand anderes.
jj2005 11.01.2018
2. Der Energieverbrauch ist absurd hoch
Bitcoins waren eine nette Idee, aber ihr Stromverbrauch ist absurd hoch - übrigens nicht nur der zur Generierung, auch die Transaktionen kosten schwachsinnige Mengen an Strom. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dem ein Ende [...]
Bitcoins waren eine nette Idee, aber ihr Stromverbrauch ist absurd hoch - übrigens nicht nur der zur Generierung, auch die Transaktionen kosten schwachsinnige Mengen an Strom. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dem ein Ende gesetzt wird, zumal die Hauptnutzniesser Mafia und andere Geldwäscher sind. In China und der Mongolei wird Strom teils subventioniert, aus unerfindlichen Gründen, also werden dort Bitcoins auf Kosten der Steuerzahler UND der Umwelt generiert. Wenn die Regierungschefs, die alljährlich zu Klimagipfeln pilgern und dort CO2-Reduktionen versprechen, nicht als Volltrottel dastehen wollen, dann werden sie den Unsinn beenden. Buffett hat also vollkommen recht, wenn er auf fallende Kurse wettet.
reiwolf 11.01.2018
3. klar wie wasser
das die machtgeilen banken wahrscheinlich dahinter stecken....
das die machtgeilen banken wahrscheinlich dahinter stecken....
jacki 11.01.2018
4. Die Idee ist ausbaufähig
da wird so einiges an Börsen gehandelt was schädlich ist. Den Schaden von Bitcoin sehe ich jetzt zwar nicht aber wenn es als Denkanstoss reicht soll es mir recht sein
da wird so einiges an Börsen gehandelt was schädlich ist. Den Schaden von Bitcoin sehe ich jetzt zwar nicht aber wenn es als Denkanstoss reicht soll es mir recht sein
Charly de Gohl 11.01.2018
5. Angst schüren
Selbst wenn der Gesetzesentwurf in das Parlament eingebracht wird, bräuchte es eine mehrheitliche Zustimmung der 297 Mitglieder der Nationalversammlung, was Monate, wenn nicht Jahre dauern würde. So sehr sich die Regierungen [...]
Selbst wenn der Gesetzesentwurf in das Parlament eingebracht wird, bräuchte es eine mehrheitliche Zustimmung der 297 Mitglieder der Nationalversammlung, was Monate, wenn nicht Jahre dauern würde. So sehr sich die Regierungen auch bemühen werden, Cryptowährungen zu bekämpfen. Diese Technologie wird bleiben.

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