Wirtschaft

Fahrdienstvermittler

Lyft will 2019 an die Börse

Der Uber-Konkurrent Lyft macht Ernst mit seinen Plänen für einen Börsengang. Das Volumen des IPO wird auf 15 Milliarden Dollar geschätzt - ein Klacks im Vergleich zum umstrittenen Rivalen.

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Lyft (Archiv)

Donnerstag, 06.12.2018   15:37 Uhr

Der US-Fahrdienstvermittler Lyft strebt im kommenden Jahr an die Börse. Das Unternehmen reichte dafür erste vertrauliche Unterlagen ein.

Die Zahl der anzubietenden Aktien und deren Preisspanne stünden noch nicht fest, teilte der Konkurrent des umstrittenen Fahrdienstes Uber in San Francisco mit. Die US-Börsenaufsicht SEC müsse die Dokumente zunächst prüfen, bevor ein Börsengang abhängig vom Marktumfeld stattfinden könne.

Insider rechnen in der ersten Jahreshälfte mit dem Handelsstart des mit etwa 15 Milliarden Dollar bewerteten Unternehmens. Beim ebenfalls geplanten Börsengang von Uber sind die Dimensionen ganz andere: Der Branchenprimus könnte auf eine Bewertung von bis zu 120 Milliarden Dollar kommen.

Sollte dieser Wert tatsächlich erreicht werden, würde es sich um den größten Börsengang aller Zeiten eines Technologieunternehmens handeln. Uber wäre dann mehr wert als die drei Autokonzerne General Motors, Ford und Fiat Chrysler zusammengenommen.

Konzentration auf den US-Markt

Lyft ist seit 2012 auf dem Markt und damit drei Jahre jünger als Uber. Das Unternehmen konzentriert sich im Gegensatz zu Uber vorrangig auf den nordamerikanischen Markt.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf Insider bereits im Oktober berichtet, beteiligte Banken hätten bei Investoren für eine Gesamtbewertung von Lyft von 18 bis 30 Milliarden US-Dollar geworben. Ein Börsengang könnte demnach im März oder April stattfinden.

Das "Wall Street Journal" berichtete, Lyft habe im vergangenen Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um 88 Prozent auf 563 Millionen Dollar gesteigert und dabei einen Verlust von 254 Millionen Dollar verbucht.

brt/Reuters/dpa

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