Wirtschaft

Weltwirtschaftsforum in Davos

Zombies im Schnee

Jedes Jahr treffen sich in den Schweizer Bergen die globalen Spitzenkräfte aus Politik und Wirtschaft. Einst eine verschworene wie verachtete Elite, haben sie sich längst in verschiedene Lager aufgespalten. Das ist ein Problem.

DPA

Das Kongresszentrum in Davos

Eine Kolumne von
Sonntag, 20.01.2019   21:18 Uhr

Es war eine beißende Kritik. "Tote Seelen" seien diese Leute, denen "tiefe Gefühle von Bindung" an die Heimat fehlten. Der "Davos-Mensch" sei eine Spezies, die sich in ihren "Einstellungen und Verhaltensweisen" weit vom übrigen Volk entfernt habe, ätzte der US-Politologe Samuel Huntington vor anderthalb Jahrzehnten in einem bis heute viel beachteten Essay.

Es klang, als träfe sich oben in den Schweizer Bergen einmal im Jahr ein Haufen Zombies.

Ab Montag versammelt sich die globale Elite in Davos wieder mal zum World Economic Forum (WEF). Und es lohnt sich, Huntingtons Essay erneut zu lesen. Nicht, weil er unbedingt wahr wäre - sondern weil sich seither eine Menge verändert hat.

Inzwischen gibt es die eine globale Elite nicht mehr. Sie zerfällt zusehends in unterschiedliche Stämme, die die Lage der Welt jeweils aus ihrem ganz speziellen Blickwinkel beurteilen - der "Davos-Mensch" hat sich, so gesehen, in verschiedene Unterarten aufgespalten. Was seine eigenen Probleme mit sich bringt.

Der "Kosmopolitismus" und seine Gegner

Immerhin hatte die von Huntington heftig diffamierte Elite ein gemeinsames Weltbild. In der Ära der raschen Globalisierung der Neunziger- und Nullerjahre teilten die Führungsfiguren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eine ziemlich einheitliche Sicht: weitere Integration der Märkte, verstärkte internationale Zusammenarbeit, schlagkräftige internationale Institutionen.

Es war ein großes liberalistisches Programm. Viele Schwellenländer mochten noch autoritär regiert werden, aber ihre Führer schienen doch nach Wegen zu suchen, wie sie ihre Gesellschaften allmählich öffnen könnten, ohne deren Stabilität zu gefährden. Die Welt würde allmählich westlich, das war lange die verbreitete Erwartung. Alles nur eine Frage der Zeit.

Was nicht hieß, dass alles gut war: Zum Davos-Konsens gehörte nicht nur das Versprechen von Wachstum und Reichtum (sowie das Zelebrieren der eigenen Wichtigkeit), sondern auch das Bewusstsein, dass es immer mehr globale Probleme gebe, die man gemeinsam angehen müsse - ja die man ausschließlich gemeinsam angehen könne. Lösungen könne es nur geben, wenn sich nationale Egoismen überwinden lassen.

Dieser "Kosmopolitismus" (Huntington) brachte immerhin einiges zustande: Das globale Krisenmanagement nach dem Finanzcrash von 2008 wäre ohne den Geist von Davos kaum vorstellbar gewesen, ebenso wenig das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

Doch dieser Geist verflüchtigt sich. Tiefe Gräben tun sich auf - zwischen den Staaten, aber auch innerhalb von Gesellschaften:

Merkel, Bono, Gates - und all die anderen

Sicher, es gibt noch die übliche Davos-Crowd, die auch dieses Jahr wieder anreist. Unter vielen anderen werden Angela Merkel und ihr japanischer Kollege Shinzo Abe dabei sein (beide am Mittwoch). Außerdem die üblichen Politik-Wirtschaft-Kultur-Promis wie Al Gore, Bill Gates und Bono. Die Topliga der internationalen Technokratie (darunter die Chefs von Währungsfonds, Weltbank, Uno, OECD sowie diverse EU-Kommissare) und natürlich Heerscharen von Managern internationaler Konzerne (aus Deutschland: die Vorsitzenden von Allianz, BASF, Deutscher Bank, Post, Merck und SAP).

Die Gästeliste ist wieder mal beeindruckend: Mehr als 40 Staaten entsenden Regierungschefs oder Minister. Hinzu kommen renommierte Wissenschaftler und Aktivisten von Nichtregierungsorganisationen. Aber anders als früher teilen sie nicht mehr unbedingt gemeinsame Ziele.

Jair Bolsonaro beispielsweise ist kein "Davos-Mensch". Brasiliens neuer Präsident wird am Dienstag seinen ersten großen Auftritt auf der Weltbühne haben. Er hat wenig Zweifel daran gelassen, dass er dem globalen Problem Nummer eins, dem Klimawandel, wenig Bedeutung beimisst und wieder im größeren Maßstab den brasilianischen Regenwald abholzen lassen möchte. Da mag der gerade erschienene Weltrisikobericht des WEF (PDF) extreme Unwetter, Naturkatastrophen, Wassermangel, Artensterben und das Kollabieren ganzer Ökosysteme ganz oben auf seine Warnliste setzen. Bolsonaro dürfte sich davon wenig beeindruckt zeigen.

Chinas Präsident Xi Jinping gab sich vor zwei Jahren noch als "Davos-Mensch", als er sein Land in seiner WEF-Rede als Garanten der multilateralen Ordnung hinstellte, als eine Art Anti-Trump. Ein starkes Stück Propaganda von einem Regenten, der längst die Zurückhaltung seiner Vorgänger aufgegeben hat, nach außen eine aktive Großmachtpolitik betreibt und im eigenen Land den Repressionsapparat ausbauen lässt. Man darf gespannt sein, welche Töne sein Vizepräsident Wang Qishan (Mittwoch) und all die angereisten Topmanager chinesischer Konzerne anschlagen.

Viel Wandel, viel Unsicherheit

Der Blick auf die planetare Wirklichkeit zerfasert. Gemeinsame Ziele und Überzeugungen - das sind die Grundvoraussetzungen für kollektives Handeln. Eine gemeinsame Basis an Fakten, Wissen und Werten hilft dabei, nationale Interessengegensätze zu überwinden. Wenn aber die Weltsicht flexibel den jeweiligen Interessen angepasst wird, wird es schwierig, das selbst gesteckte Ziel des WEF zu erreichen, nämlich "den Zustand der Welt zu verbessern".

Ich sehe für diese Entwicklung vor allem zwei Ursachen. Einerseits erleben wir tatsächlich einen Wandel, der objektiv viele Bereiche parallel betrifft, zum Beispiel:

Wie wirkt all das zusammen? Was wird beispielsweise aus einer demografisch schrumpfenden Nation wie Russland, wenn die Welt immer weniger Öl und Gas nachfragt und dadurch die wirtschaftlichen Grundlagen bröckeln? Gelingt es dem Land, sich neu zu erfinden? Oder wird es seine inneren Konflikte nach außen tragen? So viel Wandel schafft Unsicherheit. Damit können wir schlecht umgehen.

Zum anderen verändern sich auch Kommunikationsstrukturen innerhalb von Gesellschaften, sodass sich die subjektive Wahrnehmung der Welt auffächert.

Bullshit und Wahrheit

Während die objektiven Probleme großräumiger werden, werden die Kommunikationsräume kleinteiliger; informationsorientierte Massenmedien werden von sozialen Netzwerken verdrängt, von Unterhaltung und Soft News. In den virtuellen Feedback-Kammern kommt es zu Rückkopplungseffekten, in der Gleichgläubige sich gegenseitig immer lautstärker bestätigen.

Zudem prasselt eine anschwellende Bilderflut aus YouTube-Videos, Netflix-Serien, Chats, Spielen, Push-Meldungen, WhatsApp-Nachrichten und vielem mehr auf uns ein. In unserer Wahrnehmung vermischt sich das Triviale mit dem Wichtigen, das Reale mit dem Fiktionalen, Bullshit mit Wahrheit. Kein Wunder, dass die Basis gemeinsam akzeptierter Fakten brüchig wird. Es ist nicht mehr unbedingt klar, was wirklich ist und was relevant - was also wirklich relevant ist.

Womöglich werden wir den "Davos-Menschen" noch schmerzlich vermissen.

Die wichtigsten Wirtschaftstermine der bevorstehenden Woche

Montag

Peking - Weltkonjunktur - Chinas Statistikamt legt Zahlen zum Wirtschaftswachstum 2018 vor. Zuletzt spukten Gerüchte durch die Finanzmärkte, wonach das tatsächliche Wachstum weit unter den offiziellen Werten von um die 6,5 Prozent liegen soll.

Brüsssel - Tiefer, tiefer - Treffen der Eurofinanzminister. Themen unter anderen: die wirtschaftspolitischen Empfehlungen für die einzelnen Länder sowie die Vertiefung der Währungsunion.

Davos - Fool on the Hill - In den Schweizer Alpen beginnt das Weltwirtschaftsforum (bis Freitag).

Dienstag

Brüssel - Brexit und so - Treffen der Finanzminister aller 28 EU-Staaten. Auf der Agenda stehen eine neue Investitionsinitiative sowie die Ergebnisse des wirtschaftspolitischen Überwachungsverfahrens. Tatsächlich aber dürfte es wohl vor allem um das drängende Großthema dieser Wochen gehen: Was passiert Ende März, falls Großbritannien ohne Abkommen aus der EU herausstolpern sollte?

Aachen - Freundschaft - Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron unterzeichnen das erneuerte deutsch-französische Abkommen. Der "Aachener Vertrag" knüpft an den Élysée-Vertrag von 1963 an.

Mittwoch

Berlin - Fliegen oder bleiben - Fortsetzung der Tarifverhandlungen für das Personal auf den deutschen Flughäfen. Streiks können hässliche Folgen haben.

Tokio - Immer noch auf dem Gaspedal - Japans Zentralbank gibt ihre Beschlüsse zur Geldpolitik bekannt. Keine andere Notenbanken der Welt druckt so ungehemmt Geld.

Davos - Blick vom Gipfel - Bundeskanzlerin Merkel und Japans Ministerpräsident Abe treten beim WEF auf.

Donnerstag

Frankfurt - Draghis letztes Jahr - Die Europäische Zentralbank entscheidet über den weiteren Kurs. Es wird spannend: Die Wertpapierkäufe hat die EZB zum Jahresende eingestellt. Hebt sie bald die Zinsen an? Oder zwingt sie der Abschwung zu erneuten Wertpapierkäufen? Wer wird Nachfolger von EZB-Chef Draghi, dessen Amtszeit im Herbst endet? Und wer folgt Ende Mai Chefvolkswirt Praet nach, der ebenfalls ausscheidet?

Freitag

München - Deutsche Stimmung - Neues vom wichtigsten Konjunkturbarometer für die deutsche Wirtschaft, dem Ifo-Geschäftsklimaindex.

Bonn - Schneller Streamen - Die Bundesnetzagentur gibt bekannt, wer sich für die Teilnahme an der Auktion der 5G-Frequenzen beworben hat.

insgesamt 31 Beiträge
qoderrat 20.01.2019
1.
Ein typischer Müller-Artikel, ich glaube das sind inzwischen nur noch Satzblöcke, die jeweils mit einem aktuellen Ereignis verknüpft werden, Globalisierung der Produktion und Liberalisierung der Finanzmärkte gut, und alles was [...]
Ein typischer Müller-Artikel, ich glaube das sind inzwischen nur noch Satzblöcke, die jeweils mit einem aktuellen Ereignis verknüpft werden, Globalisierung der Produktion und Liberalisierung der Finanzmärkte gut, und alles was dem entgegensteht schlecht. Ich glaube nicht dass Hr. Müller irgendwann verstehen kann oder möchte, dass genau diese Asozialisierung der Märkte für die gesellschaftlichen Spaltungen die Grundlage und in der Folge die politischen Verwerfungen die Ursache sind. Kapitalismus brutal bis es zum Kollaps oder Schlimmerem kommt.
anja-boettcher1 20.01.2019
2. Selbstbereicherung und Werterhetorik
In Wirklichkeit war die "Werterhetorik" einer Elite, die sich im Zeitalter von Thatcherismus und Reagonomics schamlos auf Kosten der Bevölkerungen bereichern konnte, immer schon eine Farace: Alleine die von Pickety [...]
In Wirklichkeit war die "Werterhetorik" einer Elite, die sich im Zeitalter von Thatcherismus und Reagonomics schamlos auf Kosten der Bevölkerungen bereichern konnte, immer schon eine Farace: Alleine die von Pickety herausgearbeitete Vermögensasymmetrie zeigt, dass es nie dabei um Menschenfreundlichkeit ging. Nun sitzen diesen Herren die unzufriedenen Massen im Nacken - und sie hoffen das eigene Privileg durch die Ankurbelung des Nationalchauvinismus zu wahren - was auch vergeblich sein dürfte. Denn mit einer stetigen kriegerischen Eskalation gingen beide Modell einher - und es sind just solche Militärausgaben, die ihnen zunehmend die egienen Bevölkerungen nicht mehr auf Kosten von öffentlicher Infrastruktur erlauben werden. Es gibt in der Tat eine Reihe globaler Probleme - aber die lassen sich durch nichts weniger lösen als durch den ökonomischen Sozialdarwinismus in der Gefolgschaft der Einflüsterer Reagans und Thatchers. Notwendig ist die Rückkehr zum Sozialstaat mit einer erhöhten gemeinschaftlichen Bereitschaft, die Probleme anzugehen, die eben nicht nur einer winzigen Elite, sondern uns allen auf die Füße zu fallen drohen. Was hat die Zeit einer elitären moralischen Hybris gebracht? Hat sie den CO2-Ausstoß gemindert? Die Ressourcenverschwendung reduziert? Die Kriege verringert? Die Erosion von Staatlichkeit durch Nomadisierung der Weltbevölkerung aufgehalten? Alle diese Fragen muss man mit einem "nein, im Gegenteil" beantworten. Was soll dann die Lamoyanz angesichts der endlich sich in Luft auflösenden Selbstbeweihräucherung durch eine Werterhetorik, die angesichts der wirklichen Politik, eh nur eine Verhöhnung des Gros der Menschheit ausmacht. Wie wär's mit einer Verbindung von Solidarität, Pragmatismus und praktischer, nüchtern begriffener globaler Verantwortung? ( - was endlich nicht mehr als Synonym für Kriegsführung missbraucht zu werden hat.) Die letzten beiden Jahrzehnte, die verschenkte Chance nach 1989, war eine fürchterliche und blutige Zeit. Dieser Zynismus hat aufzuhören - und deshalb sollte man Davons schließen wie auch die Treffen der Mont-Pellerin-Gesellschaft. Wie wäre es, wieder einmal ein wenig verantwortungsbewusster mit den Vermittlungsmöglichkeiten der UN umzugehen? Wie damit, wieder eine sozialdemokratische und gewerkschaftliche Internationale anzukurbeln, um der Elitenkummelei eine demokratische Vereinigung von Mehrheiten entgegenzusetzen? Wie den Internationalismus neu zu beleben, anstelle eines nur auf Eliten bezogenen gestaltlosen "Globalismus"? Der Zerfall eines Elitezirkels wie der in Davos an sich ist jedenfalls in meinen Augen keine schlechte Nachricht...
thomas0815-1 20.01.2019
3. So, so - globale Eliten.
Ich finde das das keine Eliten sind, sondern Macht- und Geldgierige Totengräber der Menschheit. Auf wessen "Konto" gehen denn all die beschriebenen Fehlentwicklungen? Wer hat die zu verantworten? Wer hat diese [...]
Ich finde das das keine Eliten sind, sondern Macht- und Geldgierige Totengräber der Menschheit. Auf wessen "Konto" gehen denn all die beschriebenen Fehlentwicklungen? Wer hat die zu verantworten? Wer hat diese initiiert ? Z.B. die im letzten Abschnitt beschriebenen Entwicklungen der "Kommunikationstechnik" ? "In der Vergangenheit stützte sich das internationale Staatensystem auf wenige Großmächte. Inzwischen erleben wir eine Diffusion der Macht, in der diverse Mächte miteinander um Vorherrschaft ringen." Mal ehrlich, gab es die beschriebene Situation nicht schon einmal vor dem 1.Weltkrieg !? Die Frage jetzt ist doch nur, was wird die Menschheit eher von der Erde tilgen: ein dritter Weltkrieg oder die Klimakatastrophe? Das ist leider die Realität.
HAJ 20.01.2019
4. Man kann einigen Veranstaltungen des WEF im Internet folgen
Vorträge, Debatten - man ist dann verblüfft, erstens wie öberflächlich zusammengefasst, und zweitens wie gestrig die Themen debattiert werden. Es hört sich so an wie ein "executive summary" der gesammelten [...]
Vorträge, Debatten - man ist dann verblüfft, erstens wie öberflächlich zusammengefasst, und zweitens wie gestrig die Themen debattiert werden. Es hört sich so an wie ein "executive summary" der gesammelten Schlagzeilen der jeweils vergangenen Jahres. Mit der Zukunft hat das nicht viel zu tun. Es kann natürlich sein, dass die wichtige Kommunikation privat stattfindet. Möglich, es scheint mir aber wahrscheinlicher, dass sich die Anwesenden eher ihrer konformen Weltschau versichern wollen. Die Themen vor morgen, also des kommenden Jahres, sind dann die Themen des WEF in den kommenden Jahren.
zeitgenosse99 20.01.2019
5. Die Mont Pèlerin Menschen sind...
...noch einiges beängstigender sowohl als die Davos Menschen als auch die Bilderberger Die Mont Pèlerin Society MPS wurde 1947 auch in der Schweiz im französischen Teil beim Mont Pèlerin, einem 1080 m hohen Höhenrücken bei [...]
...noch einiges beängstigender sowohl als die Davos Menschen als auch die Bilderberger Die Mont Pèlerin Society MPS wurde 1947 auch in der Schweiz im französischen Teil beim Mont Pèlerin, einem 1080 m hohen Höhenrücken bei Montreux am malerischen Genfersee von F.A. von Hayek, Ludwig von Mises, Karl Popper, Wilhelm Röpke, Milton Friedman und einigen anderen gegründet. Diese resp. deren Nachfolger ziehen die Fäden so dermassen im Hintergrund, dass die MPS nicht mal eine Sekretärin oder sonstige Angestellte hat, auch wird nichts publiziert und auch keine halböffentliche Treffen wie in Davos durchgeführt. . Dort wurde die neoliberale Gegenbewegung zum Keynsianismus ab Mitte der 80er Jahre u.a.mit Thatcher und Reagan geplant und durchgeführt (Friedman und Hayek waren Thatchers Berater beim Big Bang 1986) Das vom MPS-Mitglied Antony Fisher 1981 gestiftete Atlas Network umfasst nach 35 Jahren 451 „free-market organizations“ in 95 Ländern. D. Plehwe und B. Walpen gaben 2004 eine Liste von 93 Denkfabriken in direkter Beziehung zu MPS-Mitgliedern an, wobei unter "direkter Beziehung" verstanden wird, dass mindestens ein MPS-Mitglied in einer offiziellen Funktion tätig ist oder/und den Think-Tank (mit)gegründet hat. Diese Think Tanks, darunter auch die potenten US Think Tanks wie Heritage Foundation oder Cato Institute werden von den 700 MPS Mitglieder systamatisch und permanent beeinflusst. Hier noch etwas mehr Details zur MPS: https://lobbypedia.de/wiki/Mont_Pelerin_Society . Was ist da noch der Davos Mensch gegen den Homo Mont Pèlerensis?
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