Wissenschaft

Bericht der US-Klimabehörde

2016 - das Jahr der bedrohlichen Rekorde

Die CO2-Konzentration stieg so rasch wie nie seit Messbeginn, auch die Temperatur auf der Erde erreichte 2016 einen Rekordwert. Der Jahresbericht der US-Klimabehörde ist auch ein Signal an Präsident Trump.

DPA

Schmelzendes Eis in der kanadischen Franklin Strait Meerenge

Freitag, 11.08.2017   15:40 Uhr

2016 war ein besonderes Jahr: Es war weltweit gesehen nicht nur das dritte heißeste Jahr in Folge und damit das wärmste seit Messbeginn vor 137 Jahren. Auch der Meeresspiegel erreichte im Durchschnitt einen neuen Höchststand, und es gab den schnellsten Zuwachs an Treibhausgasen. Das geht aus dem jährlichen Bericht der US-Klimabehörde NOAA hervor, bei dem monatliche Wetterdaten zusammengefasst werden. An dem 27. Bericht arbeiteten 450 Wissenschaftler aus 60 Ländern mit.

Die Ergebnisse im Überblick:

Mitverantwortlich für die Extreme macht die NOAA das Wetterphänomen El Niño. Durch El Niño hat sich der Pazifik erwärmt. "Die Erd- und Wassertemperaturen, der Meeresspiegel und die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre haben dabei die erst im Jahr zuvor aufgestellten Rekorde gebrochen", fasst die NOAA zusammen.

In Europa war 2016 das drittwärmste Jahr seit Messbeginn und lag knapp hinter 2014 und 2015, sodass die drei Jahre zusammen die wärmsten drei jemals gemessenen waren.

Der jährliche Bericht der Klimabehörde ist auch ein Signal an US-Präsident Donald Trump, der den Klimawandel mehrfach geleugnet und angekündigt hat, die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zu führen. Wissenschaftler fürchten zudem, dass Trump auch die Klimaforschung an US-Behörden beschneiden könnte. Sie haben deshalb begonnen, ihre Daten auf externen Servern zu sichern.

koe/dpa

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