Forum
Auto

Dieselabgase: Hamburg macht ernst bei Fahrverboten - was Autofahrer wissen müssen

DPA Verbotsschilder werden montiert, noch im Mai soll es erstmals in Deutschland Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge geben. Hamburg macht den Auftakt - weitere Städte werden folgen.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 10/14    
#90 - 17.05.2018, 11:34 von Pickle_Rick

Zitat von MatthiasPetersbach
(...)Man kann jetzt darüber lachen und sagen, das bringt nichts. Ist aber falsch. Das ist in der Grundaussage "gesperrt für Durchgangsverkehr" - und dadurch wird sich die Luft wohl tatsächlich verbessern.(...)
Das stimmt grundsätzlich. Die Frage ist nur was man unter "verbessern" versteht bzw. wie stark die zu erwartende Senkung der Stickoxidbelastung an den betroffenen Stellen ausfallen wird. Klar, eine kleine Verbesserung ist noch immer eine Verbesserung aber dann stellt sich wieder die Frage der Verhältnismäßigkeit. Allerdings kann man auch davon ausgehen, dass die Belastung an den Umgehungsstrecken steigen wird. Man darf abwarten, wie sich das entwickelt.

#91 - 17.05.2018, 11:44 von jhea

Zitat von inovatech
Kann ich nicht fahren, bezahle ich auch keine KFZ-Steuern - ist ganz einfach
Das Straßennetz Deutschlands beträgt ca ... machen wir ne einfache Zahl - 600.000 km - also 600.000.000 m .
Damit kannst du dann auf 600m nicht fahren.

Damit hast du nach deiner Logik ein recht auf eine Senkung um 0,0001 % der Steuer.

bei ca 180 Euro steuer im Jahr sind das dann 0,018 Euro pro Jahr die du nicht zahlen brauchst.

Na das rechnet sich!

#92 - 17.05.2018, 11:44 von Ronald Dae

Widersinnig!

Statt die Ursacher (Hersteller) in die Pflicht zu nehmen wird die Gesellschaft bestraft, die betrogen wurde.

Ungerecht und unangemessen.

#93 - 17.05.2018, 11:45 von MatthiasPetersbach

Zitat von muunoy
Selbstverständlich handelt es sich um irren Aktionismus ........Besser noch: Hamburg sollte dahingehend verklagt werden, dass der Hafen geschlossen wird.......
Nun, eigentlich ist das natürlich richtig. Angesichts der heute ins Bewusstsein getretenen Umweltproblematik sollte man vieles hinterfragen.

Was nicht Lebensmittel oder Arznei heißt, hat im Transport, Verkehr (und Herstellung) nichts verloren.

Die Anforderungen (nur) an das Auto sind angesichts unseres -anscheinend nicht hinterfragten- Lebensstils einfach lächerlich. Es ist tatsächlich so, daß sich die Autos betreffs Verbrauch, Größe und Bevorzugung um den Faktor 2 fehlentwickelt haben - der Rest ist aber demgegenüber quasi explodiert.

#94 - 17.05.2018, 11:49 von tatsache2011

Markige Worte und wenig dahinter

Zitat von angelobonn
Laschet weigert sich keineswegs das Urteil anzuerkennen, diese Behauptung ist schlicht falsch. Laschet hat ganz im Gegenteil darauf hingewiesen, dass das BVerwG die Einhaltung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes angemahnt hat. In aller Regel sind Fahrverbote aber unverhältnismäßig und daher rechtswidrig! Ich hoffe, dass sich auch in HH möglichst viele Menschen gerichtlich gegen diesen unverhältnismäßigen Eingriff in ihre Bewegungsfreiheit wehren.
Sie irren sich, die Fahrverbote in Umweltzonen existieren bereits.
Markige Worte und wenig dahinter.
[Zitat] # Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält mögliche Diesel-Fahrverbote für unverhältnismäßig und rechtswidrig.
Er habe seine Haltung auch der Bezirksregierung Düsseldorf mitgeteilt, ...
Damit erhöhte der NRW-Regierungschef den Druck auf die Bezirksregierung, auf Fahrverbote zu verzichten.
Die Bezirksregierung sei eine „weisungsgebundene Behörde“.
Wenn sie Fahrverbote verhängen sollte, „gäbe es die rechtliche Möglichkeit, das zu untersagen“, sagte Laschet. #
http://www.wz.de/home/politik/nrw/la...drig-1.2637495
Die Bezirksregierung teilte mit, dass sie keine Mitteilung von Herrn Laschet erhalten hat, wie er behauptet.

#95 - 17.05.2018, 11:49 von muunoy

Weitere Gefahrenorte

Zitat von aus-berlin
Hochschwangere Frauen und zweijährige Kinder dürfen nicht arbeiten. Die höheren Werte für Handwerker stehen in Verbindung mit betriebsärztlicher Aufsicht. Auch sollte der Handwerker nach 8 Stunden schweißen seine Hütte mit 20-facher Belastung (900) gegen eine Gegend mit nach Möglichkeit 0-facher Belastung (0) eintauschen können. 8 Stunden im Büro mit 80 und dann 16 Stunden zu Hause mit 80 kann nicht gesund sein. Wie lange läuft denn so ein Gasherd innerhalb dieser 16 Stunden zu Hause? Ein Kamin gehört in Städten verboten, da stimme ich Ihnen zu. Ein Verbot würde hier aber keinen treffen, da kaum noch im Einsatz. Und wenn, dann geht der Dreck oben zum Schornstein raus. Diesel NOx kommt direkt an der Nase des zweijährigen Kindes raus.
Naja, die ausgehandelten, jeglicher wissenschaftlicher Grundlage fehlenden Grenzwerte für nitrose Gase, bedeutend gem. Ihrer Definition aber auch, dass Hochschwangere und zweijährige Kinder viele andere Gefahrenorte nicht mehr besuchen sollten. Ich war kürzlich z. B. mal wieder in einer Kirche. Und ich konnte es kaum glauben. Da werden immer noch Kerzen angezündet. Ich habe sogar außerordentlich viele brennende Kerzen gesehen. Dabei ist die Verbrennung von Paraffinen bei Normaldruck äußerst unvollständig. Da entstehen nicht nur nitrose Gase. Nein, auch die noch viel gefährlicheren polykondensierten Aromaten wie Benzpyren entstehen dabei. Also, ab sofort möchte ich Warnschilder vor jeder Kirche sehen, damit keiner sich mehr dem Risiko der dreckigen Luft in Kirchen aussetzt. So wurde bereits im Kölner Dom trotz seinen wirklich großen Volumens eine extrem hohe Schadbelastung festgestellt, die weitaus höher als an Straßen war.

#96 - 17.05.2018, 11:52 von kayakclc

" gesundheitsschädliche Überschreitung der Grenzwerte in Teilbereichen

" gesundheitsschädliche Überschreitung der Grenzwerte in Teilbereichen". Die Kernfrage ist, wer denn diese Grenzwerte im Teilbereichen genau festlegt, und ob der denn jetzigen Grenzwerten überhaupt eine kausale gesundheitsschädigung wissenschaftlich nachweisbar ist. Wir erinnern uns: für den Arbeitsplatz erlaubt die EU Verordnung 950mug/m3. Warum auf der Straße dann eine Überscheitung von 40mug/m3 schädlich sein soll, hat noch keiner wissenschaftlich belegen können. Es klingt da eher nach Wilkür von Lobby-Gruppe, die nach Gutdünken zum eigene Vorteil der Politik irgendwelce Grenzwerte aufgeschätzt haben. Und der Michel glaubt dann auch noch an die "Gesundheitsgefärdung". Beim Feinstaub ist die Posse noch viel größer. Es stellt sich jetzt raus, dass die U-Bahnen große Feinstaubproduzenten sind, und auf Bahnsteigen die Feinstaubkonzentration die von Dieselfahrzeugen um eine vielfaches Übertrifft. Warum dann der Nachverkehr nicht eine Verbotschild erhält, ist nicht nachvollziehbar. Anscheinend gibt es bei alle unterschiedliche Kritereien: es gibt guten und bösen Feinstaub, es gibt gutes und böses NOx, je nach poltischer Farbe der Ansichten. Mit Wissenschaft und Gesundheit hat das alles nichts zu tun, solange der Gesetzgeber nicht das Rauchen verbietet. Das millionenfach mehr gesundheitsschädlich und klar nachgewiesen. Die Diskussion hier ist rein politisch und deutsches Schild(er)bürger Märchen. Toll.

#97 - 17.05.2018, 12:00 von ridcully76

Beispielbild

Warum wird hier als Beispielbild eigentlich das Einfahrverbot für Diesel-LKW unter EURO 6 Norm verwendet? Ich darf da mit meinem Golf 4 mit Euro 4 noch durchfahren.

#98 - 17.05.2018, 12:04 von kenterziege

Wie will man das ohne blaue Plakette effektiv kontrollieren?

Das ist der typische "grüne Fehlschuss"! So viele Ausnahmen und dann gerade in HH, dass von seinen "dreckigen" Schiffen im Hafen lebt. Irgendwo fasst man sich an den Kopf, dass siolche Verzweiflungstaten in einer deutschen Großstadt möglich sind.
Nun eine Andekdote dazu:
Ich habe mir im September einen neuen GTI im VW-Werk abgeholt. Der nette "Übergeber/Erklärer" wollte dann noch schnell die grüne Plakette kleben.
Ich habe ihm gesagt, die tun wir mal in den Hanschuhkasten. Die "unberührte" Windschutzscheibe lasse ich für alle Fälle für eine blaue Plakette frei.
Die wird es nicht geben. Ich fahre nun schon 7000 km ohne Plakette. Keiner Sau fällt das auf!

#99 - 17.05.2018, 12:19 von tatsache2011

Vor Gericht

Zitat von Palisander
Danke Deutsche Umwelthilfe... für einen weiteren "Schwachsinn made in Germany". Hauptsache man findet immer neue Wege noch mehr Geld zu verbrennen. Mal ehrlich, wie sollen den bitteschön die Kontrollen funktionieren. Wird dann in der Hauptverkehrsphase einfach mal die Max Brauer komplett gesperrt und an einem Ende steht dann ein Polizist und schreibt Knöllchen? Ich lach mich schlapp.
Sie meinen, die Richter an mehreren Verwaltungsgerichten sind einem "Schwachsinn made in Germany" gefolgt (?).

Die Gemeinden müssen die Grenzwerte einhalten und werden nicht vor Gericht sagen, dass die Methode "Polizist schreibt Knöllchen" nicht sinnvoll ist.
Da lacht sich das Gericht schlapp.

    Seite 10/14