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Radikale Autofahrer unter Verdacht: Mehr als jeder zweite Blitzer in Frankreich ist d

AFP In Frankreich fallen derzeit knapp 60 Prozent der fest installierten Radarfallen aus - die Anlagen sind zerstört. Der Innenminister hat die Schuldigen bereits ausgemacht.
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#90 - 11.01.2019, 14:33 von langheim

Weniger Raser

Ich lebe seit 1993 in Frankreich. Der Verkehr ist seit der Zeit wesentlich ruhiger und weniger aggressive geworden. Ein Tempolimit auf dem Pariser Peripherique hat dazu beigetragen, dass der Verkehr flüssiger ist und insgesamt ist die Anzahl der Todesopfer drastisch gesunken ist.
Bzgl Kommentar von Koana: Wenn 70 gilt, dann muss man erst einmal 75 fahren, um zu zahlen. Und dann kommt noch die Differenz der Anzeige und der wahren Geschwindigkeit dazu. Wer geblitzt wird, hatte mindestens 80 auf dem Tacho!
Bzgl. Gelbwesten: Es gibt Leute, die demonstrieren und die nenne ich "Gelbwesten" und es gibt Idioten, die jede Gelegenheit nutzen, um zu randalieren, zu zerstören, Leute zu verprügeln und gegen das Gesetz zu verstossen. Die verkleiden sich auch mit gelben Westen, können aber auch anders verkleidet sein....

#91 - 11.01.2019, 14:35 von ruhepuls

Gesetze kommen, wenn Vernunft fehlt...

Zitat von demokratie-troll
Blitzer dienen allein dem Abkassieren argloser Normalbürger, deren Fahrfehler in Beute umgemünzt werden, um sie zu herabzusetzen und zu beleidigen. Wer asozial, absichtlich oder systematisch rast und andern damit seine Rücksichtslosigkeit beweist, hat eine Radarwarner-App dabei. Wer wirklich will, dass an Gefahrenpunkten besonders aufmerksam gefahren wird, muss den Biltze....
Derzeit kann man in den USA beobachten, wie "vernünftig" der Normalbürger ist. Dort sind aufgrund des Haushalt-Stopps auch die Ranger in den Nationalparks außer Dienst. Und das Ergebnis sind wilde Camps, wilde Toiletten, gefällte Bäume usw. Jetzt passt ja niemand mehr auf und verteilt Strafzettel. Jetzt musste man viele Parks schließen, um weitere Schäden zu verhindern.
Ich kann mich noch gut an die Zeit vor Tempo 30 und Radarkontrollen erinnern. Da fuhr man auch schon mal mit 80 durch die Stadt - und Fußgänger mussten eben aufpassen...
Leider lernt der Normalbürger (also wir alle) nur durch Unangenehmes. Als Souverän ist der Normalbürger eine Niete, weil viel zu viele keinerlei Verantwortungsgefühl haben. Und leider wird unsere Welt immer voller und hat immer mehr Probleme, sodass die Freiheitsgrade für den Einzelnen immer weniger werden - und entweder er sieht das freiwillig ein oder wird eben dazu gezwungen.

#92 - 11.01.2019, 14:40 von ruhepuls

Wert für was?

Zitat von dieter.zuckermann
Wer andere als "arme Würstchen" bezeichnen, ist meistens ein noch größeres "armes Würstchen". Da gibt es fast nie Ausnahmen. Und was sind schon ethische Werte und moralische Skrupeln? Wo stehst genau, was das ist? Jeder denkt, er wäre moralisch im Recht. Und jeder spricht das moralische Recht dem anderen ab, falls er selber anderer Meinung ist. Meistens .....
Das ist "es" trotzdem wert? Was ist "es"? Sachbeschädigung, die von Steuergeldern repariert werden muss? Und was hat es gebracht? Gibt es jetzt keine Radaranlagen mehr? Braucht es jetzt keinen Umweltschutz mehr?
So sehr ich Frankreich schätze, so sehr hat mich schon immer gewundert, wie wenig sich viele Franzosen um Dinge wie Ressourcenverbrauch, Umweltschutz oder Tierschutz kümmern. Hauptsache die Gänseleber ist schön fett...

#93 - 11.01.2019, 14:47 von jim.panse

Zitat von Pickle__Rick
Folgende Situation: Im Randbereich einer mittelgroßen Stadt wird ein Baumarkt auf der grünen Wiese neu gebaut. Dafür wird das Ortschild um 100 m versetzt. Wo man Jahrzehnte problemlos und unfallfrei 70 km/h fahren durfte, sind auf einmal 50 km/h vorgeschrieben. Der Verkehr fließt aber so wie bisher. Ja, rein jusritisch betrachtet sind die meisten Fahrer.....
So lange es korrekt ausgeschildert ist handelt sind solche Argumente nur lahme Ausreden. Und wenn Ihnen die Kriterien nicht passen wählen Sie jemanden, der was dagegen macht, oder lassen sich selbst wählen. Was nicht geht ist das Recht in die eigene Hand zu nehmen und dann wenn das Bußgeld fällig wird flennen!
P.S. Unfallfrei fast 30 Jahre, keine Punkte und keine Bußgelder, geht doch!

#94 - 11.01.2019, 14:49 von jim.panse

Zitat von sponuser936
Viele Menschen sehen das eben nicht so schwarz-weiss wie Sie, da es nachweislich nicht um die Sicherheit im Strassenverkehr geht. Für mich bleibt hier immer noch ein ganz seltsamer Beigeschmack, da der Staat letztendlich Abzocke betreibt und damit ein eher fragwürdiges Verhältnis gegenüber seiner Bürger aufbaut. Desweiteren kommt hinzu, dass andere Vergehen, die ebenfalls gefährlich sein können, beispielsweise Schleicherei, kaum oder gar nicht .....
Wenn Sie also mit Tempomat fahren und damit automatisch nie zu schnell warum regen Sie sich dann auf? Ich vermute mal ganz so ist es dann doch nicht, oder?

#95 - 11.01.2019, 14:55 von 7eggert

Zitat von demokratie-troll
Blitzer dienen allein dem Abkassieren argloser Normalbürger, deren Fahrfehler in Beute umgemünzt werden, um sie zu herabzusetzen und zu beleidigen. Wer asozial, absichtlich oder systematisch rast und andern damit seine Rücksichtslosigkeit beweist, hat eine Radarwarner-App dabei. Wer wirklich will, dass an Gefahrenpunkten.....
Normale "arglose" Normalbürger, die ich vom Beifahrersitz beobachte, beleidigen diejenigen, die sich ans Tempolimit halten, und fühlen sich in ihrem Recht eingeschränkt, mit ihrer Motorhaube Radfahrer zu erbeuten.
Die Blitzer werden ausreichend angekündigt: Rundes Schild mit rotem Rand.
Der Bürger sollte Raser selbst abkassieren dürfen! Denn der Raser hat kein Recht darauf, den Souverän zu ermorden.

#96 - 11.01.2019, 15:06 von 7eggert

Zitat von Bob Hund
Wenn Sie Tempo 76 drauf hatten, dann zeigte Ihr Tacho aber wesentlich mehr als 70 an. Da war die Anzeige sicherlich schon im 80er Bereich. Von dem her ist das ein deutlich sichtbarer Unterschied und nicht einfach nur 2km/h drüber, die man so kaum bemerken konnte.
Es gibt halt eine Subspezies "Homo Hurtigus", die ist genetisch dazu gezwungen, die Tachoabweichung plus die Toleranzgrenze beim Fahren voll auszunutzen, und dann in D noch mal + 20 km/h weil's so billig ist.
Fehler passieren, Absicht bleibt Absicht.

#97 - 11.01.2019, 15:38 von wombie

Zitat von demokratie-troll
Blitzer dienen allein dem Abkassieren argloser Normalbürger, deren Fahrfehler in Beute umgemünzt werden, um sie zu herabzusetzen und zu beleidigen. Wer asozial, absichtlich oder systematisch rast und andern damit seine Rücksichtslosigkeit beweist, hat eine Radarwarner-App dabei. Wer wirklich will, dass an Gefahrenpunkten besonders aufmerksam gefahren wird, muss den Biltzer zuverlässig ankündigen. Nur dann erfüllt er einen legitimen Zweck. Grundsätzlich sollte die Gemeinde oder Institution, die das Warngerät installiert und wartet nicht an den Erträgen aus den Bußgeldern beteiligt werden, nur so ist gesichert, dass eine allein verkehrsdienliche Aufstellung der Geräte erfolgt. Der Normalbürger sollte weder pädagogisch angepisst noch mit Strafmaßnahmen behelligt werden, er ist der Souverän, nicht der Untertan. Er ist wie er ist. Strafe bleibe stets der Ausnahmefall für den Asozialen, der vom Normalbürger unterschieden werden kann.
Der "Normalbürger" sollte vor Leuten geschützt werden, die sich über andere erheben und die allgemein bekannte durch Wahl anerkannte Regeln überschreiten und andere "gängeln". Ob das jetzt an Stellen mit oder ohne Gefährdung geschieht ist völlig egal. Viele lernen leider nur durch Schmerzen, sprich Geldstrafen, Punkte und Fahrverbot, wobei die Höhe der Strafen und die Kontrolldichte lächerlich gering sind.
Mir sind Geschwindigkeitsbegrenzungen sowas von egal, weil ich mich daran halte und beim Fahren keinen weiteren Gedanken darauf verschwende. Es ist eine ineffiziente Verschwendung von natürlich begrenzter Hirnkapazität, die ich an anderen Stellen produktiver einsetzen kann.
Zudem bewegt sich der Zeitgewinn bei fünf Minuten je Stunde. Der Preis dafür ist drei Euro mehr Sprit auf 100 km, was einem Nettolohn von 36 Euro/h entspricht. Von 60 Euro Bruttolohn kann ich als nicht schlecht Verdiener sonst nur träumen.

#98 - 11.01.2019, 22:00 von frenchie3

Abzocke in Frankreich??

JEDE fest installierte Radaranlage hat hunderte Meter davor ein Riesenschild mit dem vor selbiger gewarnt wird. Wer hier erwischt wird müßte einen Dämlichkeitszuschlag von 200 Prozent zahlen. Sicher, Tempo 80 ätzt und gehört abgeschafft, aber statt Eingaben zu machen oder auf andere zivilisierte Weise dagegen vorzugehen meckert man, macht nichts oder wenn, dann kaputt

#99 - 12.01.2019, 09:54 von helmi1966

Tempo 80 ist auf breiten Nationalstraßen eher unsinnig

Ich fahre jedes Jahr mehrfach nach Frankreich und glaube auch nicht, dass die Reduzierung auf 80 km/h einen nennenswerten Effekt auf die Unfahllzahlen oder die Umwelt hat. Der erwünschte Effekt ist wohl eher die zusätzlichen Einnahme von 1,2 Milliarden an Bußgeldern, auch weil man sich speziell auf den gut ausgebauten Nationalstrassen an das Tempo 90 gewöhnt hatte. Hält man sich genau an die 80, wird man jetzt oft überholt, das ist genau kontraproduktiv. Genauso gibt es ältere Leute in älteren Fahrzeugen, die nach GPS nur noch mit wenig mehr als 60 km/h auf den breiten Nationalstraßen unterwegs sind, weil ihre Tachos vermutlich große Abweichungen haben, und das kann schon zu richtig gefährlichen Situationen führen. Auf der N83 zwischen Besancon und Lons-le-Saunier gibt es übrigens eine 50 km lange Blitzerzone, und das ist mit Sicherheit nur an ganz wenigen Stellen ein spezieller Gefahrenbereich. Mein Fazit: Ohne Not einfach von oben bestimmen und ohne vorher eine überwiegende Akzeptanz bei den betroffenen Bürgern zu erreichen - das halte ich für eine überhebliche Charakterschwäche des Präsidenten Macron.

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