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Radikale Autofahrer unter Verdacht: Mehr als jeder zweite Blitzer in Frankreich ist d

AFP In Frankreich fallen derzeit knapp 60 Prozent der fest installierten Radarfallen aus - die Anlagen sind zerstört. Der Innenminister hat die Schuldigen bereits ausgemacht.
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#10 - 10.01.2019, 19:00 von erich61

Frankreich

Zitat von Koana
Wer bei 70 mit 72 geblitzt wird, zahlt knapp 70,-- Euro, - gemessen 76 "Toleranzabzug "4 km/h - wer nicht weiß wo die Dinger stehen, der muss schon sehr genau auf den Tacho achten. Bin gespannt, wie das deutsche Autovolk auf derartig genaue Kontrollen - bei diesen Bußgeldern - reagieren würde.
Mich hat es noch besser erwischt, mit 56 in der Ortschaft gemessen, 5 abgezogen, also einen Stundenkilometer zu schnell - hat mich 90 Euro gekostet. Wenn ich nicht gezahlt hätte, wäre es noch teurer geworden. Ich bremse ungerne, lasse leiber ausrollen, bis ich die Geschwindigkeit habe. Ich gehe also vor den Schildern vom Gas, wenn ich es mitbekomme. Frankreich ist für mich nur zum Durchqueren da, die Strecke rein mit Autobahn zu fahren ist mir zu teuer. Ist eh ein teueres Land, anderes als hier, ohne da was böses zu wollen, aber für 1 Stundenkilometer zu schnell 90 Euro - Mann-O-Mann.

#11 - 10.01.2019, 19:03 von three-horses

Es geht ums Geld, das Leben ist egal.

Zitat von brux
Ich glaube in Deutschland verstehen nur wenige die Vulgarität vieler Gelbwesten. Als Deutscher in Frankreich wundert mich die ritualisierte Gewalt auch nach Jahren immer noch. Da gibt es eine merkwürdige Verbindung eines lateinischen Machismo und eines Mangels an ethischen Werten. Schliesslich gibt es ja in Frankreich so gut wie keine Protestanten mit ihren moralischen Skrupeln. Man hat schnell eine Meinung und denkt dann einfach nicht mehr nach. Dass die Kameras durchaus Unfälle vermeiden helfen, kommt vielen schlichtweg nicht in den Sinn. Wenn die Gendarmen aber direkt eingreifen, sind die allermeisten Franzosen sehr kleinlaut. Die Justiz arbeitet die Gewalt der letzten Wochen jetzt recht schnell auf und die Prozessberichte zeigen, dass die angeklagten Gelbwesten durchweg arme Würstchen sind, die um Gnade betteln. Man habe sich da hinreissen lassen, ist oft zu hören, und sei doch ansonsten ein braver Bürger.
Ich kenne die b-Anlagen auch in F. wie in D, an Stellen wo man was verdienen kann. Kann mich auch vor etwa 2 Jahren an die "Handy"
Radar Anlagen erinnern. Zu Probe damals. Sind aber verschwunden.
Dann kamen wieder die unterwegs Blitzer. Sieht man aber auch eher selten. Es kommt nicht gut an. Das bekommt die Polizei vor Ort gesagt. Die Strafen für ein paar Km sind zu hoch. Nun sind in den Wohngebieten überall Schikanen aufgebaut. Und alle sind zufrieden.
Die Kreuze am Straßenrand der Landstraßen sind das traurige Schicksal...der Weg zur Arbeit und nach Hause. Egal ob langsam oder etwas zu schnell. Es war nie Absicht, nur Pech.

#12 - 10.01.2019, 19:08 von dieter.zuckermann

Zitat von brux
Ich glaube in Deutschland verstehen nur wenige die Vulgarität vieler Gelbwesten. Als Deutscher in Frankreich wundert mich die ritualisierte Gewalt auch nach Jahren immer noch. Da gibt es eine merkwürdige Verbindung eines lateinischen Machismo und eines Mangels an ethischen Werten. Schliesslich gibt es ja in Frankreich so gut wie keine Protestanten mit ihren moralischen Skrupeln. Man hat schnell eine Meinung und denkt dann einfach nicht mehr nach. Dass die Kameras durchaus Unfälle vermeiden helfen, kommt vielen schlichtweg nicht in den Sinn. Wenn die Gendarmen aber direkt eingreifen, sind die allermeisten Franzosen sehr kleinlaut. Die Justiz arbeitet die Gewalt der letzten Wochen jetzt recht schnell auf und die Prozessberichte zeigen, dass die angeklagten Gelbwesten durchweg arme Würstchen sind, die um Gnade betteln. Man habe sich da hinreissen lassen, ist oft zu hören, und sei doch ansonsten ein braver Bürger.
Wer andere als "arme Würstchen" bezeichnen, ist meistens ein noch größeres "armes Würstchen". Da gibt es fast nie Ausnahmen.

Und was sind schon ethische Werte und moralische Skrupeln? Wo stehst genau, was das ist? Jeder denkt, er wäre moralisch im Recht. Und jeder spricht das moralische Recht dem anderen ab, falls er selber anderer Meinung ist. Meistens hält man den anderen für dumm. Sie sind hier wie 99 % der Weltbevölkerung. Heißt aber überhaupt nicht, dass Sie recht haben.

Mag sein, dass Gewalt nicht die Richtige Form des Protests ist. Es gefällt jedoch der gesamten Welt wie die Franzosen ihren Arsch schnell nach draußen bewegen, wenn die sich zu Unrecht behandelt fühlen. Ein Paar Chaoten nimmt man da gerne in Kauf. Da muss man Abwegen was wichtiger ist. Und die Paar Chaoten sind jetzt wirklich nicht so wichtig. Zerstörte Radarfallen kann man schnell reparieren. Mag sein, dass das dem Staat wieder Geld kostet. Das ist es trotzdem wert.

#13 - 10.01.2019, 19:08 von Skakesbier

Tja,

in meiner Gegend sind die stationären Geräte hinlänglich bekannt. Ergo: Die bringen für die (mega-inkompetente) Stadtverwaltung längst nicht nicht mehr mal ihre Anschaffungs- und Wartungskosten herein.
Reaktion der Stadt: Polizeistreifen verstecken sich mit ihren Laser-Pistolen hinter Brückenpfeilern, Gebüschen etc. (und fahren dabei u.a. städtische Grünflächen zum Preis xyz platt). Da geht's nur noch um - im Budget des Kämmerers längst als fixe Einnahme verbuchte - Abzocke!

#14 - 10.01.2019, 19:17 von paulus_pax

Sport

So lange einige Zeitgenossen das Fahren mit dem Auto von A nach B als sportliche Herausforderung betrachten, wird JEDES Tempolimit als Einschränkung bürgelicher Freiheit gewertet.

#15 - 10.01.2019, 19:26 von dr_jp

Prima

Die Franzosen zeigen wie es geht. Radarfallen sind nichts anderes als Abzocke und so werden diese eben in Frankreich zerstört oder zumindest schwer beschädigt. Hier in der Umgebung von Stuttgart lässt man überall immer bessere Geräte aufstellen und dies mittlerweile in einer Vielzahl und vor allem an Stellen, dass man sich fragt, was der Sinn dahinter sein soll. Die Geräte haben sich hier in der Gegend bestimmt in den letzten 5 Jahren verzehntfacht. Mit Gefahrenprävention hat das überhaupt nichts zu tun; hier geht es allein nur ums Abkassieren. Dazu meint man, man wäre in einem Überwachungsstaat.

#16 - 10.01.2019, 19:43 von jockel37

Die Foristen, die sobald in irgendeinem Zusammenhang das Wort Radarfalle auftaucht von Abzocke fabulieren sind amüsant. Ich schlage den Abzockern in den Stadtverwaltung seit Jahren ein Schnippchen. Ha! Wie? Ich halte mich an die Beschränkungen, ist ganz einfach für durchschnittlich Begabte.

#17 - 10.01.2019, 19:46 von jottbeh

Seid Männer, nicht Memmen

(Gilt auch für Frauen, von denen aber bis jetzt noch keine mitdiskutiert, also bleibt der Titel so.)
Leute - es gibt Schilder, wir können alle lesen, wir sollten beim Fahren die Augen auf haben, und wenn es dann doch mal blitzt, dann heult man nicht rum wie ein Baby sondern zahlt wie ein Mann, denn man hat einen Fehler gemacht und gut ist. Was soll denn diese Weinerlichkeit? Ich bin auch schon öfter mal geblitzt worden und weiß dann, dass ich entweder nicht richtig aufgepasst habe oder nachlässig war, also hab ich mir die Knolle auch verdient.
Und was die ganzen Krakeeler angeht die sich aufregen dass bei 2km/h zu viel bereits richtiges Geld verlangt wird: eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist kein Zielwert, den man so in etwa mittig anpeilt, sondern eine GRENZE. Davor ist ok, dahinter ist nicht ok. Wie bei allen anderen Grenzen im Leben muss man also lieber ein bisschen Sicherheitsreserve einplanen oder mit den Folgen leben. Das könnt Ihr doch bei anderen Themen auch, Beispiel Geld (Nicht mehr Verpflichtungen als Einnahmen) oder auch beim Autofahren: wenn ich versuche an jemanden vorbeizufahren halte ich wenigstens ein bisschen Seitenabstand. Da weiß man doch auch, dass man es lieber nicht riskieren sollte (weil sonst Bumm = Insolvenz oder Bumm = Außenspiegel ab).

#18 - 10.01.2019, 19:47 von scoopx

Na endlich!

Zitat von demokratie-troll
Blitzer dienen allein dem Abkassieren argloser Normalbürger, deren Fahrfehler in Beute umgemünzt werden, um sie zu herabzusetzen und zu beleidigen. [...]
Besser kann man es nicht auf den Begriff bringen. Das gilt genauso für Fahrzeugkontrollen durch die Polizei. Ein Freund von mir wurde mal bei einer Kontrolle angeblich nicht angeschnallt erwischt. Er trug eine schwarze Jacke, und der Polizist, der 200m vor der eigentlichen Kontrolle postiert war und die Nichtangeschnallten feststellen sollte, war deshalb der Meinung, der Fahrer habe den Gurt nicht angelegt. Als er angehalten wurde, sagten die Polizisten, er habe den beobachtenden Kollegen gesehen und sich dann erst angeschnallt. Das ist ein typischer Fall. Die "Sicherheit" wird als Grund für Schikane bei uns Deutschen immer akzeptiert (s. Beitrag #3)

Dabei zeigt die Geschichte des Verkehrsstrafrechts, daß Repression nichts nutzt. Die Anzahl der Verkehrstoten ist seit 1970 kontinuierlich zurückgegangen, das lag an verbesserter Technik und vor allem einem Mentalitätswandel bei den Autofahrern. Bis etwa Mitte der 1960er waren z.B. Frontalzusammenstöße auf freier Strecke und "Kolonnenspringen" beim Überholen Alltag. Das vorausschauende Handeln, das Sich-Einstellen auf Geschwindigkeiten und die Einsicht, daß einen das Beharren auf z.B. Vorfahrtsrechte nicht weiterbringt, ist ein kultureller Prozeß, der seine Zeit braucht (das kann man allgemein sehr schön in Norbert Elias' berühmter Studie "Über den Prozeß der Zivilisation" nachlesen).

Aber Behörden und Polizei wollen vom Beute machen, erniedrigen und verhöhnen auch harmloser Normalbürger nicht lassen. In Frankreich kriegt der Staat dafür wenigstens ab und zu die Quittung. Und das ist auch gut so.

#19 - 10.01.2019, 19:48 von cindy2009

@dr-jp

"----
dr_jp heute, 19:26 Uhr
15. Prima
Die Franzosen zeigen wie es geht. Radarfallen sind nichts anderes als Abzocke und so werden diese eben in Frankreich zerstört oder zumindest schwer beschädigt. Hier in der Umgebung von Stuttgart lässt man überall immer bessere Geräte aufstellen und dies mittlerweile in einer Vielzahl und vor allem an Stellen, dass man sich fragt, was der Sinn dahinter sein soll. Die Geräte haben sich hier in der Gegend bestimmt in den letzten 5 Jahren verzehntfacht. Mit Gefahrenprävention hat das überhaupt nichts zu tun; hier geht es allein nur ums Abkassieren. Dazu meint man, man wäre in einem Überwachungsstaat----" Sie sind das beste Beispiel dafür, warum man Kontrolle braucht. Keine Einsicht auf eigene Verfehlung und meckern. Halten Sie sich einfach an die Gesetze. Sie gehen doch auch nicht im Laden vorbei und zahlen nichts, nur weil Sie nicht anerkennen wollen, wie die Preise zustande kommen .Würden sich alle ab die Gesetze halten, würde keiner mehr Geräte aufstellen.

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