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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?

R Price / snapshot/ imago images Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.
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#10 - 12.06.2019, 07:07 von barlog

Diese neuen Regeln sollten Autofahrer kennen, wenn Sie als Verkehrsteilnehmer anerkannt und respektiert werden möchten.

#11 - 12.06.2019, 07:08 von spon_2999637

Nicht alles verständlich

Warum sind Fußgänger bei rechtsabbiegenden Radlern die Leidtragenden? Bzw. warum sind sie dies bei rechtsabbiegenden Kfz nicht?

Das "Überholverbot an Engstellen" erübrigt sich doch mit der Abstandsregel von 1,5 bzw. 2 m oder etwa nicht? In dem Foto zu dem Abschnitt sind es ja dann auch eher 0,5 m Abstand....

Ein sehr wesentlicher Teil fehlt in Scheuers Bemühungen: Forderung und Föderung des Radwegebaus - und zwar Radwege, die den Namen verdienen und nicht nur aus auf die Fahrbahn gepinselter Farbe bestehen.... Und eine Vorschrift, welche die unfallvermeidende Gestaltung von Kreuzungen fordert - es gibt durchaus bauliche Lösungen, um das Überfahren von Radlern durch rechtsabbiegende Lkw zu "erschweren" - z.B. durch "Niederländische Schutzinseln", Wartenischen usw. Siehe http://www.darmstadtfaehrtrad.org/?p=961

#12 - 12.06.2019, 07:12 von jomai

Nebeneinander fahren

Warum bitte muß man auf der Straße nebeneinander fahren? Doch nur um ein Schwätzchen zu halten und dafü´r blockiert man dann Autofahrer weil sie nicht mehr, mit dem notwendigen Sicherheitsabstand, überholen können.

Wer bitte hat sich denn diesen Schwachsinn ausgedacht? Ganz im Gegenteil, diese Unsitte sollte mit empfindlichen Geldbußen belegt werden.

Wobei ich mich frage wie diese neue Regelung mit § 315 StGB vereinbar ist.

#13 - 12.06.2019, 07:16 von schneidp

Erst mal bestehende Regeln präzisieren

Es gibt im Moment keine einzige Quelle (mir bekannte) die alle Strassenverkehrsregeln erklärt.
Selbst bei Fahrschulen fragen bringt nichts, weil die Fahrlehrer es auch nicht wissen.
Wie wärs also, wenn man endlich mal die Regeln erklärt, die es bereits gibt, anstatt immer weiter neue zu erfinden!
Da ich schon das rattern höre "Ich kenne aber alle Regeln", nein tun Sie nicht! Nicht mal die Richter und Rechtsanwälte für Verkehrsrecht können das behaupten.

Beispiel (Steht vor fast jeder Schule):
Oben Tempo 30
Unten Mo-Fr 7-17
Was gilt an einem Feiertag unter der Woche? (Gibt zig Rechtsgutachten die sich untereinander widersprechen)

Anderes Beispiel (gefunden im Bayrischen Wald):
Tempo 60 dann 500m Strasse.
Schild Tempo 80 mit Zusatz bei Nässe
OK Wie schnell darf man jetzt bei trockener Fahrbahn fahren. 60 weil Zusatz schild nicht erfüllt gleichbedeutet mit Schild ist nicht vorhanden ist. 80 weil die trockene Strasse ja offensichtlich sicherer als die Nasse ist. 100 weil implizit davon ausgegangen werden kann, dass das vorherige Schild aufgehoben ist?

Weiteres Beispiel:
Beschleunigungsstreifen.
Verkehr ist so dicht, dass ein Einfädeln definitiiv unmöglich ist. Wo wartet man auf die Lücke. Am Anfang des Beschleunigungsstreifens, weil man den ja braucht um überhaupt einfädeln zu können (sonst wär er ja nicht da), am Ende damit möglichst viele Fahrzeuge gleichzeitig aufs einfädeln warten können?

Diese Liste kann man fast beliebig Fortführen.

#14 - 12.06.2019, 07:19 von juergen haecker

Vielleicht nicht optimal

aber immerhin ein Anfang. Das Hauptproblem kann man eh nicht mit Gesetzen und Vorschriften aendern. Fehlende Ruecksichtnahme auf andere, vor allem schwaechere, Verkehrsteilnehmer.

#15 - 12.06.2019, 07:20 von quark2@mailinator.com

Naja, die Verkehrsregeln noch komplexer zu machen, führt meist doch eher zu mehr Verstößen und ggf. Unfällen. Ich bin nicht sicher, daß jede Menge neuer Schilder und komplexere Regeln uns weiterbringen. Was mir auch fehlt, ist ein Rechtsfahrgebot für Radfahrer auf dem Radweg - eben damit Autos überholen können. Das widerspricht auch dem "Unsinn" mit dem Nebeneinanderfahren. Wenn man schon fordert, daß Autos 1,5..2m seitlichen Abstand halten, dann muß man mMn. auch fordern, daß die Radfahrer es den Autos so leicht wie möglich machen. Denn so wie es hier beschrieben ist, können zwei Radfahrer nebeneinander quasi die ganze Autostraße auf 15 km/h runterbremsen, indem der linke von beiden auf dem Strich fährt. Da sollte doch ein Interessenausgleich nötig sein, oder ? Was den Grünpfeil angeht, hätte ich lieber wieder die Situation von früher, wie auch jetzt in den USA - generelles Recht auf Rechtsabbiegen für jeden (Auto und Fahrrad) und zwar ohne Pflicht zum Anhalten, sondern nachdem man sich versichert hat, daß man freie Fahrt hat, also von links nichts kommt. Oh ja, das wäre für Radfahrer natürlich nicht so toll. Aber wenn es in den USA geht, wenn es früher auch in DE ging, warum dann nicht auch heute ? Ich finde überhaupt diese einseitige Ausrichtung auf Radfahrer fragwürdig. Als wären die irgendwie jetzt die besseren Menschen.

#16 - 12.06.2019, 07:21 von Gegen Zensur bei Spon

Wie verzockt man Zukunft:

Indem man Gesetzesvorhaben mit 16 Bundesländern "abstimmen" muss

Auf gut Deutsch: 16 Verkehrsminister dürfen persönliche Sichtweisen, Forderungen und Co mit einfließen lassen
Dabei muss zwangsläufig irgendetwas herauskommen, was schlechter ist als das Gesamtpaket
Und natürlich kostet es auch ein kleines Vermögen, 16 Bundesländer an einen Abstimmungstisch zu bringen
Ganz abgesehen davon, dass sicherlich ein Teil der 16 Bundesländer Expertisen einfordern wird.....

#17 - 12.06.2019, 07:24 von Michael-Kreuzberg

Fahrrad

Wann kommt endlich eine Versicherungspflicht für Fahrräder samt Kennzeichen?
Das würde viele Radfahrer disziplinieren und die geschädigten von Fahrradfahrern helfen

#18 - 12.06.2019, 07:25 von investor3000

Ankündigungspolitik

Von der bekannten Ankündigungspolitik wird rein gar nichts sicherer. Auf deutscher "Radinfrastruktur" passieren laut FAZ etwa zehn mal mehr Unfälle als auf der niederländischen Radinfrastruktur (!), wo Rad- und Auto-Verkehr viel besser getrennt ist und das Fahren für beide Seiten angenehmer ist. Man müsste das Rad nicht neu erfinden und nur von erfolgreichen anderen etwas lernen wollen.

#19 - 12.06.2019, 07:25 von muskat51

viel Neues ist das nicht.

Die meisten Vorschläge legalisieren nur, was längst üblich ist: Radfahrer ignorieren die Straßenverkehrsordnung praktisch komplett, zumeist übrigens ohne ernsthafte Konflikte. Ist eigentlich Herr Scheuer (und andere) schon mal auf echten Straßen außerorts gefahren? Die 2-m-Regel käme auf vielen Landstraßen einem Überholverbot von Radfahrern gleich. Meinte Herr Scheuer das, als er ein Tempolimit für überflüssig erklärt hat? Interessant auch, dass mehr als doppelt so viele Radfahrer im toten Winkel von LKWs sterben als Menschen aufgrund zu schnellen Fahrens.

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