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Umwelt: Das Tempolimit verkümmert zur Fußnote

DPA Die Kommission für mehr Klimaschutz im Verkehr hat den Entwurf eines Abschlussberichts vorgelegt. Zu höheren Spritpreisen - nichts. Das Wort Tempolimit taucht nur am Rande auf. Es dürfte klar sein, wer sich hier durchgesetzt hat.
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#1 - 21.03.2019, 07:11 von Judex non calculat

Noch zwei Wochen kann man die Petition mitzeichnen

Bleibt zu hoffen, dass die aktuell laufende Petition für Tempo 130 noch viele Unterstützer findet (Petition 89913). Bis Anfang April kann man noch online mitzeichnen. 50 000 Unterzeichner sind notwendig, damit sich der Petitionsausschuss mit ihr beschäftigt. Da eine Mehrheit der Deutschen für ein Tempolimit ist, darf es nicht an diesen Unterschriften scheitern...

#2 - 21.03.2019, 07:11 von claus7447

Vorschlag

Vielleicht sollten DUH, NABU und andere eine Volksbefragung mal anstoßen. Dann käme vielleicht Bewegung. Die Deutschen sind hier gespalten, wobei sich langsam die Erkenntnis durchsetzt: ein Tempolimit ist nicht das Ende der Welt.

#3 - 21.03.2019, 07:20 von winnie1970

Aus der Geschichte lernen?

Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Alte Weisheit, aber trotzdem lernt keiner daraus. Die Politik wundert sich über zunehmende Radikalisierung in Teilen der Bevölkerung. Und eigentlich erwarte ich von diesen "Fachleuten", daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich werde wohl enttäuscht werden. Das zuviel Witschaftsnähe zu Unmut führt sollte aber jeder wissen. Dann muss man sich eben nicht wundern, wenn die Menschen irgendwelchen vermeintlichen Heilsbringern hinterherlaufen. Es wäre schade um unser Land.

#4 - 21.03.2019, 07:24 von century

Erschreckende Ahnungslosigkeit

seitens des BUND. Wir schalten unsere Kohlekraftwerke ab und ändern das CO2 um 0,1 %. Dem BUND wäre es lieber wir würden bei Tempolimit 130 einschlafen. Dabei wären einschneidende CO2 Verringerungen möglich. Verringert deutlich den LKW-Verkehr in Deutschland, fördert endlich vernünftige Heizungen, weg vom Öl und vom Gas. Und kümmert Euch um die wirklichen Verursacher wie China, Indien und die Asiatischen Staaten. Aber dem BUND geht es nur um Arbeitsplatzvernichtung im Automobilbereich.

#5 - 21.03.2019, 07:25 von janeeistklar

Lobbyist

und Politiker ist mittlerweile das gleiche. Rückradloses rumgefasel. Das Tempolimit ist längst überfällig. Höhere Spritpreise halte ich für unverantwortlich gegenüber Pendlern. Reiche mit dicken Karren juckt das sowieso wenig. Vielmehr sollten Spritschleudern saftig besteuert werden und nicht der Sprit. Stattdessen sollten Milch- aber vor allem Fleischprodukte mindestens 3 Mal so teuer sein wie bisher. Das käme der Umwelt, der Gesundheit UND dem Tierwohl zugute. Aber das wird nicht nur in der Politik völlig ignoriert.....

#6 - 21.03.2019, 07:26 von holger.becker

Als Mitglied der Regierung muss Scheuer Schaden vom Volk abwenden

Warum glaubt der Minister, dass der individuelle Wunsch nach Bleifuß im zu großen Auto höher wiegt, als das allgemeine Recht auf körperliche Unversehrtheit und das auf eine intakte Lebensgrundlage?

#7 - 21.03.2019, 07:29 von nuns

fridays for future

die wirklich wirksamen maßnahmen zur verringerung des klimawandels sind von den lobnygruppen rund um die automobilindustrie nicht erwünscht und werden daher aus dem bericht der "kommission für mehr klimaschutz im verkehr" gestrichen.
höhere spritpreise oder ein tempolimit auf 130kmh könnte ja der konjunktur schaden und arbeitsplätze bedrohen...

schon krass, mit welcher konsequenz man sich hier über globale vereinbarungen hinwegsetzt und auch die proteste der nächste generation (fridays for future) ignoriert.

macht wütend sowas zu lesen. ich wünsche den aktivisten von fridays for future mit ihren protesten noch viel durchhaltevermögen. die richtigen argimente haben sie ja bereits auf ihrer seite.

#8 - 21.03.2019, 07:30 von skylarkin

...durchgesetzt hat. Ja, die Vernunft. Im Vergleich zu anderen Einsparmöglichkeiten ist die CO2 Ersparnis ein Witz, die Unfälle unerheblich (bei 130 sterben auch mehr als bei 100 und da mehr als bei 80, die wenigsten aber weil sie schneller fuhren als 130) und die Benzinpreise deutlich anzuheben ist eine grundunsoziale Maßnahme, warum nicht fliegen deutlich verteuern?

#9 - 21.03.2019, 07:33 von tomtomasd

Es gibt keine wissenschaftliche Klimadebatte mehr

Es ist bemerkenswert wie eine Branche stellvertretend für ein gesamtgesellschaftliches Problem an den Pranger gestellt wird. So intensiv wie auf die Autobranche geschaut wird, könnte man meinen, dass nur diese verantwortlich ist für sämtliche CO2 Ausstöße. Der Straßenverkehr ist mit 15% der gesamten CO2 Ausstöße nur ein Teil des Ganzen. Eine Einsparung von einer Millionen Tonnen CO2 reduziert die Gesamtausstöße um nicht mal 0,2%. Trotzdem wird wochenlang die Klimapolitik als eines der Hauptargumente für Fahrverbote aufgeführt. Im Vergleich zu anderen Branchen wie der Viehwirtschaft ist der Straßenverkehrssektor schon streng reguliert. Allein der Ausstoß von Methan durch Rinder in Deutschland ist äquivalent zu 50 Millionen Tonnen CO2. Da ist die gesamte Fütterung, Verarbeitung, Verpackung und Transport noch gar nicht berücksichtigt.

Es ist überraschend, dass die Diskussion nicht themenübergreifend geführt wird. Will man sich wirklich zu den Pariser Klimazielen bekennen, muss in allen Bereichen CO2 eingespart werden. Gerne kann man auch wieder über Fahrverbote diskutieren. Aber dann bitte auch über Kreuzfahrtsteuern, reduzierten Fleisch- und Milchkonsum und die Art der Energieerzeugung.

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