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Kapitalismuskritik: "Europa hat die Aussicht auf ein goldenes Jahrzehnt"

DPA Die Wirtschaft boomt, trotzdem fühlen sich viele Menschen als Verlierer der Globalisierung. Wie können die Probleme gelöst werden? Philipp Hildebrand, Vizechef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, gibt Antworten.
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#1 - 09.06.2017, 18:44 von Denkt mal selber nach

Stell dir vor, es ist Boom und keiner merkts...

Nachdem Herr Müller, wie sonntags üblich, einen Boom herbei reden wollte nun schon wieder solche Töne. Es ist wohl mal wider Märchenstunde hier auf SPON. Was habe ich verpasst?
Ist die Schuldenkrise plötzlich gelöst? Sind 0,6 % Wachstum jetzt schon ein Boom? Wie schaffe ich es in diese Parallelwelt?

#2 - 09.06.2017, 20:51 von Annabelle_

Wohlstand muss erarbeitet statt im Kern nur ererbt werden

Oder aber, falls Arbeit weiterhin wie gegenwärtig gesellschaftlich als Selbstzweck definiert wird, zumindest ein bedingungsloses Grundeinkommen her. Nur so wird sich das Schlimmste verhindern lassen.

#3 - 09.06.2017, 21:07 von clara78

Was soll das, lieber Spiegel? "Europa" steht mit Sicherheit kein "goldenes Jahrzehnt" bevor, denn allein die Euro-Krise ist längst nicht gelöst, geschweige denn andere Krisen. Auch sollte man vorsichtig sein, wenn derartige Leute von "Verflechtung" und "Gemeinschaft" reden. Dahinter steht leider nicht selten, neue Verträge zur Aushebelung von Sozialstandards etc. zu nutzen. Auch sollte man Macron vielleicht nicht ganz so in den Himmel heben. Es nervt inzwischen, der Mann hat außer Händeschütteln und Absichtserklärungen noch nichts gemacht.

#4 - 09.06.2017, 21:12 von Annabelle_

Wohlstand muss erarbeitet statt im Kern nur ererbt werden,

oder aber, falls Arbeit wie gegenwärtig weiterhin als gesellschaftlicher Selbstzweck propagiert werden soll, ein bedingungsloses Grundeinkommen her. Nur so wird sich das Schlimmste verhindern lassen.

#5 - 09.06.2017, 21:30 von schnapporatz

Die (Groß-)Wirtschaft und ihre Helfershelfer

...haben seit 3 Jahrzehnten ihr "Goldenes Jahrzehnt".
Allen anderen geht es immer schlechter.

#6 - 09.06.2017, 21:31 von nofreemen

Von Theorie und Praxis

Alle müssen sich Sorge machen wegen den anhaltenden ungleichen Vermögensverhältnissen. Klar, nur tut keiner was dagegen. So kommt es halt wie es kommen muss. In 5 Jahren wissen wie mehr und Le Pen und Co sind in den Startlöchern. Hr. Hildebrand ihn ehren aber auch er ist kein Hellseher und der Pragmatismus der Politik hat sich längst verselbsständigt. Schäuble und Macron; das kann nicht passen. Bezahlen werden es die Bürger und zwar diesmal gerne.

#7 - 09.06.2017, 22:44 von auf_dem_Holzweg?

wer über den Wolklen schwebt

verliert schon mal den Boden unter den Füßen.
Schönrederei höre ich seit 12 Jahren aus Berlin, aber nicht einer einzigen Familie aus dem Mittelstand geht es auch nur ansatzweise so gut wie noch wenige Jahre davor. Der hier so sehr gepriesene Aufschwung verteilt sich zu 90% auf Weltkonzerne und deren Besitzern sowie Managern, zu 5% auf lobbyfreundliche Politiker und zu 5 % auf diejenigen, die mal zufällig auf eine richtige Aktie setzen. Der Rest - alsi quasi alle - und das sind die Arbeiter, die den sogenannten Mehrwert durch ihre Arbeit erzeugen - sind Verlierer. Nennt mir beispielsweise auch nur eine Person in normalem Angestelltenverhältnis, die sich heutzutage ein Grundstück mit Haus oder auch nur eine Eigentumswohnung in halbwegs zivilisierter Gegend leisten kann? Noch in den 90er Jahren war der Erwerb von Eigentum etwas völlig Normales, warum wird darüber nicht mal berichtet?

#8 - 09.06.2017, 22:47 von Newspeak

...

Investmentbanker machen immer Gewinn. Auch und vor allem mit Krisen. Diese Leute sollte man nicht anders behandeln, als die Mafia. Die sprechen nebenbei auch immer von Gemeinschaft, aber es ist jedem klar, dass es dabei nur denen gut geht, die Teil der "Familie" sind.

#9 - 09.06.2017, 23:39 von Strichnid

Ich poste, obwohl ich nur die erste Antwort lesen konnte. Aber offenbar verpasse ich nichts, wenn der Mann Formulierungen wie "10 Jahre nach der Krise" verwendet. Die Krise ist nicht vorbei. Es gibt immer noch die weltweite Überschuldungskrise, und sie wird irgendwann erneut durchdrücken. Man kann sie nicht ewig mit Niedrigzinsen und staatlichen Bad Banks kaschieren. Und solange die Einkommen so ungleich verteilt werden, kann man auch nicht aus ihr "herauswachsen".

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