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Studienfinanzierung in Dänemark: 820 Euro pro Monat vom Staat, einfach so

UIG via Getty Images Wer in Dänemark an einer Uni eingeschrieben ist, bekommt Geld vom Staat - ganz unbürokratisch und unabhängig vom Einkommen der Eltern. Könnte das auch in Deutschland funktionieren?
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#1 - 11.05.2018, 09:59 von sok1950

kein Wunder das es mit Europa bergab geht

wenn man schon für ein Studium des "Wohlfühlens" Geld von Staat bekommt.

#2 - 11.05.2018, 10:10 von geschneider

Warum nicht?

Nur dass diese Hilfe unabhängig vom Einkommen der Eltern ist, macht die Sache zu einer Farce.

#3 - 11.05.2018, 10:12 von olliver_123

Auch in Deutschland nicht schlecht

Bafög oder Bildungskredit kann hier auch jeder erhalten. Man muss zwar zurück zahlen, aber nur wenn man dann auch entsprechend verdient. Das ist sicherlich mehr als viele andere Länder zu bieten haben.

#4 - 11.05.2018, 10:12 von gankuhr

Ich bin hin.und hergerissen. Einerseits ist es schwierig, gegen reiche, aber nicht zahlungswillige Eltern als Kind vor Gericht zu ziehen und den Unterhalt einzuklagen (war selbst in der Situation, dass ein Elternteil sich geweigert hat zu zahlen und auf BAföG aber kein Anspruch bestand. Zum Glück ist bei uns das andere Elternteil eingesprungen, so dass wir nicht klagen mussten). Andererseits finde ich es auch schwer vermittelbar, dass, wie in Dänemark, stattdessen Alleinerziehende Eltern knapp über dem Existenzminimum Kindern von reichen Eltern über ihre Steuergelder das Studium finanzieren sollen.

#5 - 11.05.2018, 10:16 von keksguru

Dänisch auf hohem Niveau

wird da vorrausgesezt, da braucht man mindestens mal ein, eher zwei Jahre für. Das steht nicht in dem Artikel... B2 oder C1 Niveau wird da schon gern gesehen, darunter sind die dänischsprachigen Kurse einem Ausländer eher unverständlich

#6 - 11.05.2018, 10:17 von GoaSkin

beim dänischen Preisniveau

benötigt ein Student diese 820 Euro zusätzlich zu dem, was er in Deutschland hat, um einigermaßen vergleichbar leben zu können.

#7 - 11.05.2018, 10:43 von syracusa

Zitat von gankuhr
Andererseits finde ich es auch schwer vermittelbar, dass, wie in Dänemark, stattdessen Alleinerziehende Eltern knapp über dem Existenzminimum Kindern von reichen Eltern über ihre Steuergelder das Studium finanzieren sollen.
Das ist eine ziemlich verzerrte Sicht auf die dänischen Verhältnisse. Nicht nur, weil "Alleinerziehende Eltern knapp über dem Existenzminimum" auch in Dänemark so gut wie keine Steuern bezahlen müssen. Diese "Alleinerziehende Eltern knapp über dem Existenzminimum" haben in ihrer Jugend mit großer Wahrscheinlichkeit sogar selbst von der Unterstützung profitiert, und ihre Kinder werden auch davon profitieren.

Das ist also nichts anderes als eine Art von Generationenvertrag, wie wir - und die Dänen auch - ihn von unserem Rentensystem kennen. Die aktuell arbeitende Generation sorgt für die Unterstützung der Studierenden, und wenn diese in Lohn und Brot sind, dann bezahlen sie das indirekt über die Steuern zurück.

Das ist ein weitaus gerechteres System als das deutsche, und es trägt v.a. ganz maßgeblich zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei. Dieser Zusammenhalt geht in Deutschland sogar beschleunigt verloren, was mittlerweile sogar die demokratischen Verhältnisse gefährdet.

Wir müssen uns von Dänemark vieles abgucken. Auch die dort steuerfinanzierte Sozialversicherung ist ein ähnliches Umlagesystem. Das dänische System ist damit weitaus besser auf die Anforderungen der Globalisierung, der Digitalisierung und desdemographischen Wandels aufgestellt, und es erweitert die Freiheitsräume aller Bürger.

#8 - 11.05.2018, 10:50 von dasfred

zu Nr. 2

Mich stört es nicht, wenn die Förderung unabhängig vom Elterneinkommen gewährt wird. Dafür holt sich der Staat von wohlhabenden Eltern die entsprechenden Steuern. Ich nehme auch an, das die Erbschaftssteuer in Dänemark höher ausfällt, als bei uns.

#9 - 11.05.2018, 10:51 von pierremenard

@gankuhr: erst denken, dann schreiben

"stattdessen Alleinerziehende Eltern knapp über dem Existenzminimum Kindern von reichen Eltern über ihre Steuergelder das Studium finanzieren sollen" -
immer wieder diese unreflektierten Behauptungen machen die Aussage nicht wahrer.
Niedriglohnempfänger zahlen wenig bis keine Steuern, sind oft sogar in hohem Maße Transferleistungsempfänger.
"Reiche" zahlen oft vergleichsweise hohe Steuern, erhalten wenige Transferleistungen.
Kein Niedriglohn- oder Transferleistungsempfänger zahlt einem Hochsteuerzahler irgend etwas.
Es ist gut, dass es Transferleistungen gibt. Und zwar für alle, die etwas beitragen. Die Emfpänger sollten aber dann nicht Unwahrheiten verbreiten oder vergessen, wer sie alimentiert.

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