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Augenblick mal: Jagdszene in der Air Force One

Ronald Reagan Library Verfiel US-Präsident Reagan in alte Gewohnheiten? Oder übte er für den nächsten Konflikt? Seine Begleiter erlebten im November 1983 einen Schockmoment über den Wolken.
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#1 - 17.05.2018, 14:50 von Lars Mach

15. Dezember 1791

Ein weiteres interessantes Datum: 1791 entschied die junge amerikanische Regierung, dass Privatpersonen sich mit Schusswaffen selbst verteidigen sollten. Im selben Jahr 1791 wurde Henry Morse, der Erfinder der Telegraphie, geboren, und in Italien wurde mit einem Phänomen experimentiert, das sich "Elektrizität" nannte. Es gab kein 911, keine Polizeihubschrauber, meist keine Polizei, fast keine Straßen, keine Eisenbahn, und ein Brief brauchte vom Westen in die neue Hauptstadt Philadelphia mehrere Monate. Erst der "Pony Express" Postdienst verkürzte das ab 1860 auf mehrere Wochen - auch dessen Reiter sollten sich und die Post verteidigen dürfen: Damals hatte man auch Wahlergebnisse so transportiert, weshalb ein Wahlsystem entschieden wurde, das heute zu kolossalen Abweichungen führt.

#2 - 17.05.2018, 16:01 von Thomas Berger

@ #1, Lars Mach

Sie schreiben: "Ein weiteres interessantes Datum: 1791 entschied die junge amerikanische Regierung, dass Privatpersonen sich mit Schusswaffen selbst verteidigen sollten."

Das ist definitiv falsch. Der zweite Verfassungszusatz erlaubt nicht Privatpersonen das Waffentragen, sondern nur "wohlgeordneten" Milizen. Als solch eine wohlgeordnete (wenngleich auch ziemlich rechtsnationalistische) Miliz könnte man heute die Nationalgarde verstehen. Von unkontrolliert bewaffneten Privatpersonen, wie es gerne auch die NRA propagiert, war jedoch niemals die Rede.

#3 - 17.05.2018, 16:18 von Max Robert Nawrath

Die gefährlichsten Waffen sind die "ungeradenen"...
ICH habe mal gelernt vor der Übergabe einer Waffe, Magazin raus und Verschluss öffnen und reinschauen. Beim Erhalt einer Waffe das gleiche, falls die andere Person das vergisst. Beim aufnehmen einer Waffe die nicht ständig im eigenen Blick war ebenso. Zudem werden keine geladenen Waffen abgelegt. Sie werden immer entladen.
Vielleicht sollte in den USA auch eine Sachkundeprüfung eingeführt werden...

#4 - 17.05.2018, 16:37 von Wasili Papadopoulos

Nachdem wir 1983 zweimal an der Schwelle zum nuklearen Holocaust standen und Reagan uns eifrig zu diesem Punkt gebracht hat , ist ein Jagdgewehr eher ein lustiges Ereignis.

Auch die von ihm finanzierten Bürgerkriege in Zentralamerika, waren nicht wirklich schön

#5 - 17.05.2018, 17:48 von Francois Sobert

Reagan ist ein Held für viele Osteuropäer.

Die die damals unter dem Joch des Sowjetimperiums leben mussten, wissen sehr wohl wer zu ihrer Befreiung viel beigetragen hat. Der Appeaser Willy Brandt wird dagegen eher negativ gesehen.

#6 - 17.05.2018, 19:18 von G. Schumann

@ Thomas Berger

Sie verwechseln die Nationalgarde mit der amerikanischen Milizbewegung. Die Milizbewegung (Militia movement) ist eine soziale Bewegung paramilitärischer Organisationen (Milizen) in den Vereinigten Staaten, und ist nicht Teil der amerikanischen Streitkräfte oder einer anderen staatlichen Organisation. Politisch werden die Milizen von Experten im extremsten Flügel des so genannten "lunatic fringe", mit der sich eine Minderheit von christlichen Neofundamentalisten verbündet hat, verortet. Einige dieser Milizen bekämpfen aktiv den Staat, und die meisten propagieren VT. Es gibt auch Milizen der "White-Supremacy"-Bewegung. Alle diese Bewegungen werden vom FBI observiert.

Die 1903 aufgestellte Nationalgarde der USA ist wiederum die zweite Instanz der militärischen Reserve der amerikanischen Streitkräfte. Sie besteht aus einem Heeresteil (Army National Guard) und einem Luftwaffenteil (Air National Guard). Hauptsächlich stellt die Nationalgarde Infanterie- und Artilleriekräfte. Jeder Bundesstaat unterhält eine eigene Nationalgarde und die Einheiten unterstehen exklusiv dem jeweiligen Gouverneur, mit Einwilligung des Kongresses kann aber auch der Präsident auf die Einheiten zugreifen. Diese können im Katastrophenfall im Inneren zur Waldbrandbekämpfung und für staatspolizeiliche Aufgaben verwendet werden.
Viele Einheiten haben auch eine lange Tradition der Beteiligung an internationalen Konflikten, wie z.B. die 31. Infanterie-Division, die bereits im Ersten Weltkrieg kämpfte. Das Personal für die Division wird heutzutage von der Minnesota und der Iowa National Guard gestellt. Einheiten der Nationalgarde wurden ab 2004 auch im Irak (nachdem Bush jr. die maximale Einsatzzeit im Ausland auf 2 Jahre heraufgesetzt hatte) eingesetzt, später auch im Irak. Dabei wurden sie sowohl als Kampftruppen, als auch zum Objektschutz (z.B. Raffinerien und Ölförderanlagen) eingesetzt. Die Nationalgarde ist weder "rechtsnationalistisch", noch eine Bürgermiliz, sondern eine eng mit der regulären Armee verbundene Reservetruppe. Als Vorläufer dürfen die Milizen des 18. und 19. Jahrhunderts gesehen werden, die auf Geheiß oder im Rahmen der Gesetze der einzelnen Bundesstaaten operierten. Im Sezessionskrieg bestanden viele Milizen nicht selten aus nicht oder nur eingeschränkt wehrfähigen Männern, die dann in einigen Bundesstaaten polizeiliche Aufgaben übernahmen.

#7 - 17.05.2018, 19:20 von Michael Graw

Aber die Mehrheit liebte ihn doch, ...

.... diesen Einfaltspinsel von Präsident. Irgendetwas stimmt da wohl nicht mit dem System der US-Demokratie und deren Anspruch „one man, one vote“ auf Basis der Annahme mündiger Wahlbürger!

#8 - 17.05.2018, 19:29 von G. Schumann

Nachtrag

"Einheiten der Nationalgarde wurden ab 2004 auch im Irak (nachdem Bush jr. die maximale Einsatzzeit im Ausland auf 2 Jahre heraufgesetzt hatte) eingesetzt, später auch im Irak."
Ein Tippfehler, es sollte "später auch in Aghanistan" heissen. Außerdem wurden (und werden aktuell wieder, 2018) Einheiten in Kuwait stationiert.

#9 - 17.05.2018, 19:53 von

Was passiert, wenn jemand im Flugzeug eine Pistole abfeuert?

Das kommt darauf an, was die Kugel trifft. Wenn sie nur die Flugzeughülle durchlöchert, ist das kein großes Problem, selbst bei mehreren Löchern nicht. Denn kleine Öffnungen kann die Druckkabine des Flugzeugs ohne Schwierigkeit ausgleichen. Wenn aber ein ganzes Fenster herausgeschossen wird, ist das ein ernstes Problem. Denn in zehn Kilometern Höhe ist die Luft ziemlich dünn, dünner als auf dem Mount Everest, dem höchsten Berg der Erde. Deshalb müssen die Passagiere in einem solchen Fall die Sauerstoffmasken benützen, die ihnen die Flugbegleiter beim Losfliegen vorführen.
Quelle: http://www.tagesspiegelkinder.de/wewetzer/fragen/p/art69,1187