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Der kurze Sommer der Anarchie

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#1 - 14.01.2011, 18:03 von Stefan Matthäus

Eines wird in dem Artikel bewusst verschwiegen: Die Wikipedia wurde in ihren Anfängen deutlich als ein Mitmach-Projekt angepriesen, wo jeder sein Wissen einbringen kann. Im Prinzip ist dies auch heute noch so, aber nur wenn man bereits in der Wikipedia anerkannt ist, und jede der bürokratischen Regeln kennt und durchschaut. Artikel zu korrigieren macht heutzutage keinen Sinn mehr, da selbst berechtigte Korrekturen von den übereifrigen Admins oft sofort reverted werden. Selbst Korrekturhinweise auf Diskussionsseiten werden wieder weggelöscht. An dem Projekt mitmachen zu wollen, ist reine Zeitverschwendung. Admins müssen übrigens nicht mal Sachkenntnis für den Artikel haben, den sie reverten.

#2 - 14.01.2011, 18:03 von

Wikipedia ist schon eine gute Hilfe im Alltag.
Unverständlich leider die vielen Löschandrohungen.
Wenn diese realisiert würden, würde die Wikipedia stark an Wert verlieren.
Perfekt ist sie ohnehin nicht.
Beispiel: Albert Einstein.
Der Link zu seiner US-Universität funktioniert natürlich.
Aber ist er dort auch als bedeutende Persönlichkeit der Uni aufgeführt? Immerhin wurde er von dieser Seite herausragend geehrt!

Natürlich kann man mir jetzt vorwerfen: das hättest Du ja gleich verbessern können.
Sorry, nein! Versucht habe ich es (früher schon in einem anderen Fall), aber:
Ich habe sehr wenig Zeit und das Anmeldeverfahren bei Wikipedia war doch so umständlich und unklar (.m.E. auch mit fehlerhaften Links gespickt) ... daß ich es aufgab.
Es gibt also auch bei der Wikipedia einiges zu verbessern.
Und das sind mitnichten die am häufigsten genannten "fehlenden Einzelnachweise und Quellen"

Nebenbei finde ich derartige Monierungen praktisch nur in der deutschen Wiki. Komisch oder bezeichnend?

#3 - 15.01.2011, 15:11 von

Ich weiß nicht, ob es überhaupt noch einer ausprobiert oder ob nur munter weitergegeben wird, ?was man so hört?: Dass Wikipedia so funktioniert wie von S. Matthäus dargestellt, ist gewiss nicht richtig. Ich habe schon oft (ohne Anmeldung) kleine Sachen korrigiert oder Ergänzungen vorgenommen. Dass da irgendwas gleich zurückgesetzt wurde (das machen übrigens meistens ganz normale Benutzer, keine Administratoren) ist mir nie aufgefallen. Man sollte sich natürlich schon ein wenig Mühe geben und nichts reinschreiben, was schon drinsteht oder kaum verständlich ist. Dafür, dass immer behauptet wird, wie schlimm bei Wikipedia alles sei, funktioniert es beeindruckend gut. Schlechte Erfahrung habe ich nur mit dem Unsinn gemacht, den andere in Artikel geschrieben haben ...

#4 - 15.01.2011, 15:11 von

>Es gibt also auch bei der Wikipedia einiges zu verbessern.
>Und das sind mitnichten die am häufigsten genannten "fehlenden Einzelnachweise und Quellen"
>
>Nebenbei finde ich derartige Monierungen praktisch nur in der deutschen Wiki. Komisch oder bezeichnend?

Das stimmt nicht. Das "citation needed" der englischsprachigen Wikipedia hat es selbst in ein populäres Comic geschafft (http://xkcd.com/285/) und ist nur einer von vielen Bausteinen, mit denen auch dort auf Mängel hingewiesen wird.

Bei Wikipedia muss man sich auch nicht anmelden, ich klicke auch immer nur auf "Seite bearbeiten".

#5 - 15.01.2011, 15:11 von

Herr Viehweger,

Ihre Anmeldeprobleme kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Erstens müssen Sie sich in der Wikipedia gar nicht anmelden, Sie können jede einzelne Seite unangemeldet bearbeiten, indem Sie im jeweiligen Artikel auf "Bearbeiten" klicken.

Und zweitens dauert die Anmeldung/Registrierung keine 20 Sekunden. Oben rechts auf "Anmelden / Benutzerkonto erstellen" klicken, dann auf den fettgedruckten Link "Hier legst Du ein Konto an". Jetzt einfach die Sicherheitsfrage beantworten, einen Benutzernamen und ein Paßwort wählen, schon ist man angemeldet.

Und das geht praktisch schon seit Jahren so, es war sogar einfacher, weil es die Sicherheitsfrage noch nicht gab. ABer die dürfte kein Hindernis darstellen, Sie müssen nur eine Buchstabenfolge abtippen.

#6 - 18.01.2011, 10:49 von

Sorry, es gibt einen ganz konkreten Fall:

Albert Einstein ehielt von der Princeton University wegen seines Nobelpreises (im Jahr 1922 für das Jahr 1921) die Ehrendoktorwürde. Und er Lehrte dort dann auch seit 1932. Das ist eine Tatsache mir ohnehin bekannt war und die auch in der Wiki unter "Albert Einstein" steht.

Das habe ich nun in dem Artikel über die Priceton University in der deutschen Wiki ergänzt.

Ja, Herr Moll und andere, diesmal versuchte ich es anonym. Ging auch, habe die optische Erscheinung kontrolliert, war ok. Allerdings wurde diese dringliche Ergänzung sehr bald wieder rückgängig gemacht. Und ich stellte dann fest, daß es diesbezüglich schon zweimal Hinweise in früheren Jahren gab. Nur eben kein Hinweis im Text!

Dazu jetzt mal ein paar Fragen die mitnichten rhetorisch gemeint sind:

- Welchen Sinn siehen die verantwortlichen Löscher darin, diese Tatsache zu unterdrücken?

- Welcher Mensch hat diese Löschung vorgenommen?

- Wie kann man der Wiki vertrauen, wenn selbst solche leicht nachprüfbaren Tatsachen -offensichtlich mit System!- unterdrückt werden?

Mich bewegt jedenfalls niemand mehr dazu, für die Wiki auch nur noch einen Finger krumm zu machen, solange diese Fragen nicht zufriedenstellend beantwortet sind und wirksame Abhilfe geschaffen wurde. Den anderen Wiki-Einträgen sehe ich nun natürlich auch entsprechend skeptisch entgegen.

#7 - 26.07.2011, 13:03 von

In den letzten Jahren hat sich der Umgangston seitens der Admins, die allein das Recht zum Löschen oder Sperren von Inhalten haben, in der deutschen Wikipedia leider deutlich verschlechtert.
Das gilt gegenüber Neulingen ebenso wie erfahrenen Autoren und führte u.a. dazu, dass viele Änderungen nur noch in der englischen WP passieren, diese ist vor allem in den Naturwissenschaften zu einem echten Standard geworden.
Natürlich gibt es dort auch strittige Diskussionen, aber eine solche Cliquenbildung und Abschottung der Admins gegenüber den Autoren wie in Deutschland hat dort nicht stattgefunden, vielleicht auch wegen des wirklich globalen Autoren-Volks - eigentlich ja die Grundidee des WWW.
Hinzu kommen Verstrickungen mit Industrie-Interessen - der vom Spiegel ausführlich dokumentierte Fall 'WikiWatch' ist das nur die Spitze des Eisbergs.
Es ist auch ein Versäumnis des deutschen Wikimedia e.V., der zwar nette Spendensummen einsammelt, aber für diese Fehlentwicklung nicht zuständig sein will, und/oder keine Orientierung hat, dies zu ändern.
Daher: Wer spenden will, lieber direkt nach USA, und zum Suchen ebenso wie Mitarbeiten lieber gleich zur englischen Version; mit der Ausnahme rein deutscher Themen.

#8 - 14.03.2014, 12:10 von Kai Bonte

Der kurze Sommer der Anarchie

Die wichtigste Regel: Es gibt keine Regel! Vor zehn Jahren wurde Wikipedia gegründet. Kurt Jansson war von Anfang an dabei. Auf einestages erinnert er sich an die Pioniertage der eingeschworenen Wikipedianer - und die Probleme, die der Ruhm mit sich brachte.

#9 - 17.03.2016, 10:46 von Thomas Müller

Zeitverschwendung

Bei Wikipedia mitzuschreiben, ist nach wie vor reinste Zeitverschwendung, da unwissende Wichtigtuer-Administratoren die Wikipedia zugrunde administrieren.