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Deutschland nach dem Krieg: Erinnern Sie sich? Zeitzeugen gesucht!

ullstein bild Hunger und Kälte, Städte in Trümmern - und zugleich Hoffnung auf ein besseres Leben. Haben Sie die Jahre von 1945 bis 1949 erlebt? SPIEGEL Geschichte sucht Zeitzeugen, die davon erzählen. Machen Sie mit!
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#1 - 11.11.2017, 22:08 von Elisabeth Dal

Zeitzeugen

...diese Ausgabe werde ich meinen Kindern zuerst ans Herz legen...danach den ewig Gestrigen, die sich heute wieder an den braunen Aufräumern im Berliner Bundestag erfreuen......

#2 - 12.11.2017, 00:17 von Wo St

Spät

Sehr spät für eine solche Frage, die Leute die aus der Zeit noch leben, kennen den Online Spiegel nicht.

#3 - 12.11.2017, 13:51 von Ignatius Peabody

Meine Oma

Jahrgang 29 hat 1948 geheiratet. Da sie auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, der hauptsächlich Kartoffeln,Tabak und Spargel angebaut hat, konnte sie ab 1946 Tabak zur Seite legen. Die ganze Feier wurde mit selbstgedrehten Zigaretten finanziert. Auch vom großen Bombardement auf Nürnberg weiß sie noch einiges zu berichten. Zum Beispiel als ein paar Stunden zuvor ein Christbaum (damit wurden Ziele markiert) auf dem Hof gelandet war. Daraufhin hat sich die halbe Nachbarschaft in einer Backstube versteckt. Nur meine Oma und ihre Mutter sind daheim geblieben. Tragischerweise ist ausgerechnet in diese Backstube die einzige Bombe im Dorf (ca 7 km vor Nürnberg) eingeschlagen.

#4 - 13.11.2017, 15:06 von Bernd W. Neubauer

Zeitzeugen - Die Deutschen Flüchtlinge -

Die geballte Kraft unserer Medien konzentriert sich heute nur noch auf die Flüchtlinge von Syrien und Afrika! Noch ist es programmfüllend mit "schön schaurigen Bildern", die hoffentlich die Spendenfreudigkeit der Deutschen erhöhen kann. Die Erlebnisse auf ihrer Flucht für diese Menschen waren schrecklich und unvergesslich und für die meisten lebensprägend! In ihren Ankunftsländern werden sie genau so behandelt wie die 16 Millionen Deutsche, die nach dem Ende des "Deutschen Reiches" die Länder in Ost- und Westdeutschland überzogen haben. Ungeliebt und nicht willkommen und unausgesprochen wurden sie als die Verlierer des Krieges bezeichnet. Mann wollte sie nicht. Keiner kümmerte sich um ihre schrecklichen Erlebnisse auf der Flucht und die erbärmlichen Wohn- und Lebensbedingungen im Westen. Auch wollte man ihren christlichen Glauben (Protestanten) nicht in Ländern wie z.B. Bayern haben. Es passte auch damals nicht mit den Flüchtlingen, auch wenn es "Deutsche " waren. Meine Enkelin musste auf dem Gymnasium einen noch jungen Geschichtslehrer ertragen, der die meisten deutschen Flüchtlingen nach dem zweiten Weltkrieg als "Wirtschaftsflüchtlinge" bezeichnet hatte. Dies hatte mich veranlasst, meine "Kindheit" als Flüchtling und Vertriebener sowie die nun wirklich nicht erquickliche "Nachkriegskindheit" in einem Dorf in Niedersachsen zu verbringen. Damit Sie, liebe Frau Schnurr, für ihren Bericht authentische Eindrücke verwenden, schicke ich Ihnen mein Buch: "Du bist doch kein Kind mehr....! ". Für alle anderen Interessierten : ISBN 978-3-8482-2619-5

#5 - 14.11.2017, 21:57 von Günter Zeitner

Kuck' ma' hier - (m)eine Nachkriegskindheit im Revier

Ich habe gerade mein erstes - und letztes? - Buch zu Ende geschrieben . Es passt gut zu diesem Thema.
'Mit einem Koffer voll Gestapo-Sandalen ging es dann mit der Dampflokeisenbahn von Mülheim-Eppinghofen zum Hamstern ins Münsterland. Auch das war Abenteuer für einen kleinen Jungen. Die Züge waren meist so überfüllt, dass die Menschen nur noch auf Trittbrettern, Dächern oder Puffern mitfahren konnten.'
ISBN 978-3-7450-6615-9