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DFB-Pokalfinale 1989: "Scheiße! Ich muss hier raus, nach Berlin!"

Achim Multhaupt Lungenabriss? Intensivstation? Egal! Nach einer Notoperation fuhr Michael Budde 1989 direkt aus der Klinik zum DFB-Finale. Er traf zufällig seinen Chef, der ihn todkrank wähnte, kollabierte - und erlebte trotzdem seinen schönsten Fußballmoment.
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#1 - 29.05.2015, 15:57 von gottfried kappen

Das ist ja 'ne ganz herzallerliebste Geschichte. Du bist ein richtig dufter Fan. Bst du dir nicht selbst peinlich

#2 - 29.05.2015, 16:00 von Yuji Tamada

Belastung für die Solidargemeinschaft

Ist schon klar, dass diese Stories Reaktionen wie "ach, diese Fussballfanatiker sind doch wirklich crazy!" hervorrufen soll, aber wie die Kommentare zeigen, haben sich die Zeiten inzwischen gewandelt, insofern dass ein solch egoistisches Verhalten, dass zudem das Gesundheitssystem als Selbstbedienungsladen versteht (denn es wurde ja in Kauf genommen, wiederum ins Krankenhaus zu müssen), inzwischen nur noch Unverständnis und Wut auslöst.

Ich sehe als gesellschaftlichen Fortschritt an, dass sowas mittlerweile nicht mehr als cool und individualistisch betrachtet wird, sondern als idiotisch. Und mangelnde Selbstbeherrschung wird auch nicht mehr als sympathisch erfunden. Beim dritten Bierstand setzt also die Selbstkontrolle aus. Da soll man sich hineinversetzen können? Lachhaft.

Wer jetzt fragt "wo bleibt denn da der Spaß", dem sei gesagt: Besser schnellsten eine neue Spaßquelle suchen, die andere nicht schädigt.

#3 - 29.05.2015, 16:52 von Helga Wandel

Schön blöd...

...für ein Fußballspiel sein Leben zu riskieren.

#4 - 29.05.2015, 16:54 von mike mike klatt

noch ein Versuch

BERLIN - ist das Beste Wort in dem Artikel

#5 - 29.05.2015, 17:05 von Rolf Martens

Auf

die Dummheit auch noch stolz. Wahrscheinlich GKV, die das alles auf die Beitragszahler umwälzte. Wie peinlich, so was zu lesen.

#6 - 29.05.2015, 17:52 von Jan Kiwitter

Yuji Tamada: "... aber wie die Kommentare zeigen, haben sich die Zeiten inzwischen gewandelt, ..." *** Ja, das fürchte ich auch. Es geht inzwischen vor allem um Neid und Missgunst und die Angst, benachteiligt zu werden. Jemand, der selbst zugibt, etwas rational nicht begründbares einfach spontan aus emotionalen Gründen heraus getan zu haben, wird in Grund und Boden geschrieben. Objektiv betrachtet war es ganz sicher eine Dummheit. Und auch ich kann nicht nachvollziehen, warum es so schwer sein soll, einmal auf ein Bier zu verzichten. Ich kann aber sehr wohl nachempfinden, wie es ist, auf ein ganz bestimmtes Ereignis hinzufiebern und es kaum abwarten zu können, bis es endlich stattfindet. Ich kann nachempfinden, dass er es sich selbst niemals verziehen hätte, wenn er dieses Fußballspiel aus rationalen Gründen nicht besucht und niemals erlebt hätte. Es war dumm, ja, aber es musste sein. :-)

#7 - 29.05.2015, 18:04 von Peter Teckhaus

Manchmal beschleicht mich die Sorge, dass einige dieser Leserbriefe nur Vorboten sind einer grauenhaften Zukunft. Wo Menschen, die im Überschwang ihrer Gefühle verrückte Dinge tun und sich hinterher vor Klugscheißerkomitees rechtfertigen müssen. Hoffentlich werdet ihr Langeweiler über eure Funktion der Internetnörgler nie hinaus kommen.

#8 - 29.05.2015, 22:33 von Johannes Leib

Peter Teckhaus!

Bin ganz Deiner Meinung...
Was dieser Fan getan hat ist LEBEN...
Die Existenz der verkopften Rationalisten, die ihn dafür beschimpfen und verachten ist einfach nur erbärmlich.
Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der ausschließlich nach Maßgabe von Vernunft (was immer das auch sein mag) gelebt wird.
Übrigens, für alle Bedenkenträger, die den Fan für sein lebensgefährliches Handeln kritisieren: Schlimm ist nicht der Tod sondern schlimm ist, wenn das Leben vorher scheisse war!

#9 - 29.05.2015, 23:44 von kay neumann

Hallo Herr Teckhaus

Ihre Sorge in allen Ehren, aber hier verwechseln Sie etwas:
Nicht wir vom Klugscheißerkommitee haben den Autor vor ein solches geladen, sondern er hat ganz freiwillig von seinem verrückten Ding erzählt.
Wir anderen, haben dann nur gefunden, wie vollkommen bekloppt es ist, sich einem solchen Risiko auszusetzen, noch dazu, wenn andere mit den Folgen umgehen müssen, wenn es schief geht.
Die Äußerung dieser Meinung ist nach meiner Kenntnis in einer Demokratie ebenso geschützt, wie die Ihre und das ist auch gut so.
Also können Sie sich ein bisschen weniger verfolgt fühlen.
Schönen Abend noch.

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