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Dschihad für den deutschen Kaiser

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#1 - 16.03.2010, 09:01 von Ralf Bülow

In diesem Kontext sollte auch ein anderer deutscher Agent erwähnt werden, Wilhelm Wassmuss, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Wassmuss und andere leicht zu ergoogelnde Links. Bei OutreMer Film in Berlin ist gerade eine Dokumentation über ihn in Arbeit.

#2 - 16.03.2010, 11:17 von Arthur Kranzler

Man korrigiere mich bitte, aber gehörte das damals nicht sowieso zu dem mit Deutschland verbündeten Osmanischen Reich? Und hatten nicht ihrerseits die Engländer ihren T.E. Lawrence (von Arabien) dorthin geschickt, damit dieser die Araber gegen die Türken aufhetzt und dort eine neue Südflanke im Ersten Weltkrieg gebildert werden kann?
Ehrlich verwirrt,
gothograecus

#3 - 16.03.2010, 11:49 von

>Man korrigiere mich bitte, aber gehörte das damals nicht sowieso zu dem mit Deutschland verbündeten Osmanischen Reich? Und hatten nicht ihrerseits die Engländer ihren T.E. Lawrence (von Arabien) dorthin geschickt, damit dieser die Araber gegen die Türken aufhetzt und dort eine neue Südflanke im Ersten Weltkrieg gebildert werden kann?
>Ehrlich verwirrt,
>gothograecus

Das ist der springende Punkt. Aber schon der Sprachgebrauch der Autorin ist entlarvend: »aufgehetzt« werden brauchten die nach Freiheit strebenden arabischen Völker sicher nicht, gleichwohl aber die Unterstützung befreundeter Nationen. Und britische »Kolonialherren« ist wohl eine recht freundliche Beschreibung für eine ausbeutende, unterdrückende Besatzungsmacht. Bitte, bitte, etwas sorgfältiger mit Worten umgehen, wenn nicht der Eindruck entstehen soll, dass es »gute« und »schlechte« Absichten in einem Krieg gibt und Deutschland grundsätzlich, auf Dauer und unwiderruflich auf der »schlechten« Seite stand und steht.

#4 - 16.03.2010, 14:41 von

Von Oppenheim starb auch nicht in Dresden...

#5 - 16.03.2010, 14:41 von

Mich würde sehr interessieren, auf welcher Quellen- und Materialgrundlage der Artikel basiert und von welchem Erkenntnisinteresse die Autorin eigentlich geleitet war. Der Artikel gibt die damaligen Ereignisse in einer die Geschichte entstellenden verkürzten Weise wieder.

#6 - 16.03.2010, 17:10 von

... und seit wann benutzt man wieder das Wort "Halbjude", wenn wir jemanden charakterisieren?

#7 - 19.03.2010, 19:12 von

Lieber Herr Kröger, mit dem "Halbjuden" haben Sie recht, das ist NS-Diktion. Und danke Herr Michal, Oppenheims Sterbeort war bei Landshut. Beides geändert! Gruss von der einestages-Redaktion

#8 - 14.03.2014, 12:07 von Kai Bonte

Dschihad für den deutschen Kaiser

Er war kein gewöhnlicher Diplomat: Max von Oppenheim kleidete sich wie ein Beduine und hatte gar einen eigenen Harem. Im Ersten Weltkrieg erhielt der deutsche Orient-Experte einen brisanten Auftrag. Er sollte die Araber zum Heiligen Krieg aufhetzen - gegen ihre britischen Kolonialherren. Von Johanna Lutteroth und Ferdinand Krings