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Finnischer Scharfschütze Simo Häyhä: Der weiße Tod

Finnish Military Archives Ein Schuss, ein Treffer - der Finne Simo Häyhä gilt als einer der gefährlichsten Scharfschützen der Geschichte. Im sowjetisch-finnischen Winterkrieg, der vor 75 Jahren begann, fielen ihm mehr als 500 Rotarmisten zum Opfer.
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#1 - 30.11.2014, 13:15 von Heinz Guderian

Unmenschlich

Gerade die letzte Aussage zeigt, was ein Scharfschütze können muss und zwar eine Dehumanisierung des Gegners und unemotional sein, da man sonst wahrscheinlich psychisch zugrunde geht.

#2 - 30.11.2014, 13:59 von claudia barden

grausam

Aus dem Hinterhalt kam feige die tödliche Kugel. Scharfschützen verbreiteten Schrecken und Tod. Heute machen es Drohnen oder Hochgeschwindigkeitsgeschosse.

#3 - 30.11.2014, 15:14 von jan opitz

eiskalt

eine eiskalte persönlichkeit in der eiseskälte. nur mit eiskaltem gewissen kann man sowas schaffen. da gefriert einem das blut schon beim lesen.

#4 - 30.11.2014, 15:24 von Stefan Schmidt

Der Spruch mit dem Rückstoß ist eine moderne Legende, die auch anderen Scharfschützen zugeschrieben wird, z.B einem US Marine Scharfschützen während des Zweiten Irakkrieges. Ob und wer den Spruch das erste Mal gesagt hat, ist unbekannt. Nachzulesen auf Snopes.

#5 - 30.11.2014, 17:16 von Eberhard Tölle

Kreaturen

Jede Zeit gebiert ihre Kreaturen.Damals mag das in diesem furchtbaren Winterkrieg für die finnische Armee notwendig gewesen sein. Aber ist es notwendig, diese Unmenschlichkeit heute zu würdigen?Schlimm genug, dass Menschen zu Tötungsrobotern abgerichtet und eingesetzt(werden) wurden.

#6 - 30.11.2014, 19:14 von Peter Hakenjos

Bedauerlicher Mensch

Nur den Rückschlag fühlen, wenn man Menschen tötet? Der Mann ist zu bedauern. Er hat Männer getötet, die Familie hatten, deren Kinder ihren Vater nie wieder sahen. Dass er als Soldat so handeln musste, ist eine Sache. Die andere Sache ist, wie ein Mann damit umgeht. Da wo andere Gefühle hatten - auch für den Gegner - muss bei ihm ein kaltes, schwarzes Loch gewesen sein. In jedem Krieg werden Menschen ohne Gefühl zu Helden.

#7 - 30.11.2014, 22:18 von Till Neumann

Die Kommentatoren hier messen mit zweierlei Maß

Klar, aus heutiger Sicht mag man den Scharfschützen für gefühllos halten und was weiß ich. Aber wer ihn deshalb verdammen möchte, mag mal darüber nachdenken, wie er urteilen würden, wenn die Nazis die Angreifer gewesen wären. Dann wäre er selbst für die Gutmenschen der absolute Held. Nur die Verklärung der Sowjets als good guys des Zweiten Weltkriegs (weil zweifellos die Nazis die Böseren waren) bietet Anlass, an seinen Motiven zu zweifeln. Für die Finnen, die sich der sowjetischen Aggression gegenüber sahen, ist er berechtigterweise ein Held.

#8 - 30.11.2014, 22:30 von

Ein Held

ist ein solcher Massenmörder gewiss nicht, auch wenn dieser und ähnliche Artikel ihn zu einem solchen machen wollen. Er ist lediglich ein gutes Beispiel dafür, wie Krieg aus Menschen gewissenlose Bestien macht.

Die übliche Ausrede, dass er ja "nur auf Befehl" gehandelt habe, kann sowieso nicht gelten - er hat das freiwillig gemacht und wusste genau, was er tat.

#9 - 30.11.2014, 22:52 von Thomas Gradl

Er ist schlicht und einfach der perfekte Soldat. Befolgt alle wichtigen Regeln und macht keine Fehler. Die Menschen die er aus der Distanz tötet sind für ihn nur Zielscheiben die er versucht zu treffen. Wenn man an die Menschen dahinter denkt, wird man zu 100% verrückt und kann nicht so viele weitere Menschen töten. In Extremsituationen ist sowas denke ich nötig wenn man nicht zerbrechen wi?l. Auch denke ich, dass es irrelevant für einem selbst wird wie viele weitere man tötet, da man nur seine Arbeit weiterhin macht. So etwas ist nicht immer kaltblütig gemeint, sondern einfach die logische Erklärung dafür, was er tun musste um nicht selbst zu sterben, einfach nichts fühlen.
Trotzdem ein wirklich trauriger Rekord, den man sicherlich nicht gerne inne hat.

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