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Finnischer Scharfschütze Simo Häyhä: Der weiße Tod

Finnish Military Archives Ein Schuss, ein Treffer - der Finne Simo Häyhä gilt als einer der gefährlichsten Scharfschützen der Geschichte. Im sowjetisch-finnischen Winterkrieg, der vor 75 Jahren begann, fielen ihm mehr als 500 Rotarmisten zum Opfer.
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#10 - 01.12.2014, 23:04 von Ingo Meyer

Tatsache war, dass ein Despot (Stalin) im Vertrauen auf Übermacht....

....und Verträge ( Abkommen mit Hitler ) ein kleines Land angriff, um es in das Sowjetreich zurück zu holen. Das ist ziemlich aktuell! Die Finnen waren allein gelassen, von den Deutschen und von den wie immer neutralen Schweden und von England. In so einer Situation der Verteidigung vor einem unmenschlichem System ist alles erlaubt. Die Finnen haben sich mit Abstand intelligenter erwiesen, als ihre tumben Angreifer. Da haben Männer ihr Land verteidigt. Erstens mein Kompliment für diese bravourösen Taten und danke dafür, dass Finnland den Verrat der Deutschen verziehen hat. Die Balten werden diesen Mut und diese Intelligenz gegen Übergriffe Putins noch brauchen. Leider wiederholt sich Geschichte! Wir als Deutsche haben dann etwas gut zu machen!

#11 - 01.12.2014, 23:15 von Michael Brill

Aggressor

Die werten Foristen sollten bedenken, dass die Sowjets die Finnen überfallen hatten. Und Krieg ist immer grausam. Wo ist der Unterschied wenn jemand durch einen Scharfschützen oder durch eine Maschinengewehrsalve stirbt?

#12 - 01.12.2014, 00:14 von Piotr Trebisz

Typisch Deutsche Besserwisserei

Den Kommentaren, die dem Scharfschützen Feigheit aus dem Hinterhalt bzw. eine Kalte Persöhnlichkeit attestieren, kann ich nur entgegnen dass es die Sowjets wahren die vollkommen grundlos den Winterkrieg gegen Finnland begonnen haben.
Finnland ist ein kleines, friedliches Land dass keinerlei Bedrohung für die USSR darstellte und ihr gegenüber auch nie aggressiv war. Der Angriff auf Finnland war vollkommen unprovoziert und schlicht Ausdruck des Sowjetischen Imperialismus.
Da ist es doch vollkommen normal dass sich die finnischen Streitkräfte mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gewehrt haben. Oder wärs Euch lieber wenn die Finnen ihr schönes Land den Stalinisten opfern würden?

#13 - 01.12.2014, 00:16 von Manuel Lisa

guter Mann

er hat seine Heimat verteidigt. Warum sollte er etwas für seine Ziele empfinden? Sie hätten das mit dem Krieg anfangen doch sein lassen können. Er hätte sicher auch lieber hinterm Ofen gesessen als bei -40? mit Schnee im Mund zu hoffen dass er keine vor den Latz kriegt.

#14 - 01.12.2014, 07:25 von Simon Landenberger

Kühlen Kopf bewahren

Bei manchen Kommentaren merkt man, dass jegliches Verständnis fehlt. Diese Leute können sich gar nicht vorstellen was ein Leben unter Stalin zu damaligen Zeit bedeutet hat. Man sollte sich evtl. mal mit der Geschichte des Holodomor beschäftigen anstatt russische Propaganda zu konsumieren. Ich habe volles Verständnis für jeden der sich bis zur letzten Kugel gegen eine feindlichen Invasion aus dem Osten stemmt. Zum anderen wäre noch anzumerken, dass der gute Mann KEIN "Zielfernrohr" verwendet hat. Das heißt auf 100 Meter erkennt man keine Gesichter mehr wodurch die emotionale Hemmschwelle schrumpft. Von dem Gedanken, dass der Gegenüber einen selbst und die eigene Familie umbringen, foltern und versklaven will ganz zu schweigen. Italienische Partisanen und die Résistance werden gefeiert aber dieser neutrale Artikel ist schon zu viel des Guten? Man sollte deratige Personen vlt. nach die historischen Kontext und im Verhältnis mit vergleichbaren Ereignissen bewerten.

#15 - 01.12.2014, 08:08 von Nik Schäfermeyer

Notwendigkeit

Wenn man sich damit auseinandersetzt, dass das Gegenüber ein Mensch mit Familie und Freunden ist, er wahrscheinlich eine nette Person ist und in den Dienst gepresst wurde, hat man schon verloren. Dann kann man sich auch gleich selber die Kugel geben. Nicht nur, weil man im entscheidenden Moment anfängt zu zögern, sondern vor allem, weil man psychisch vor die Hunde geht. Eine andere Möglichkeit das so zu sehen hat er gar nicht, ohne sich selbst zu zerstören. Aber es ist immer einfach, aus dem schön geheizten Wohnzimmer oder Büro heraus den moralischen Zeigefinger zu erheben.

#16 - 01.12.2014, 08:50 von Thomas Grimm

Ich teile hier die Vorwürfe gegen diesen Mann nicht. Der Gegner aus diesem Gefecht, das hier beschrieben wird, beispielsweise hat selbst bereits drei Finnen getötet, auf die auch deren Familien gewartet hatten. Die russische Armee ist ohne Berechtigung und mit gewaltiger Übermacht in Finnland eingefallen. Niemand macht hier einem Sowjetsoldaten Vorwürfe, der vielleicht ohne jedes persönliche Risiko ein Artilleriegeschoss abgeschossen hatte, das vielleicht Hunderte von Bewohnern getötet hatte oder auch nicht, aber ihm wirft man vor, dass er als Einzelner und als Person mit seinem Gegner im Blickfeld und nicht anonym hinter einem High Tech-Geschütz gehandelt hatte. Krieg ist immer schlimm und unser moderner "freundlicher" Krieg mit anonymen Maschinen und komplexen Verantwortlichkeitsketten, die dem Einzelnen jede Entscheidung und damit auch jede Schuld automatisch abnehmen, ist auf keinen Fall besser.

#17 - 01.12.2014, 09:47 von Andre Vöst

Ha.

Unglaublich mit welcher Ignoranz hier einige kommentieren. Dieser Mann war weder ein Held noch eine Bestie. Er war ein einfacher Finne, der seine Heimat so gut beschützt hat wie nur irgendwie möglich. Mit Ausnahme des ersten Weltkrieges, hat die Welt nie ein schlimmeres und verheerenderes Massaker erlebt. Jeder rechtschaffene Mann/Mensch würde ALLES dafür tun um seine Familie so gut wie möglich vor dem Schlimmsten zu beschützen. Finnland gegen die Sowjets war damals so Aussichtsreich wie die Spartaner gegen die Perser in der berühmten Schlacht. Ohne Männer wie ihn, die eben diese Bürde auf sich nehmen und das Schrecklichste tun, wäre Finnland wie so viele andere zermalmt worden.

PS: Fragen Sie mal einen Soldaten wie es ist einen Menschen zu töten. Sie werden NIE eine ernste, wahre Antwort erhalten.

#18 - 01.12.2014, 09:54 von Johannes Höper

Zwei Anmerkungen

1. Die "seelisch-moralische Verfaßtheit" (wenn Sie einen besseren Begriff haben - her damit) der Zeit der dreißiger und vierziger Jahre war wohl eine andere (in Finnland wahrscheinlich und in der Sowjetunion mit Sicherheit) als der heutige postheroische mitteleuropäische Mensch sie nach 70 Jahren Frieden gegenüber dem Thema "Töten im Krieg" und "Nation" hat. Insofern kann eine Beurteilung der Leistung von Häyhä nicht nur nach heutigen Wertmaßstäben gemessen werden.
2. Der Winterkrieg gegen Finnland war der erste militärische Konflikt nach der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes durch einen der Vertragspartner. Kann es sein, das das in der Schule gelernte Datum des Beginns des zweiten Weltkrieges nicht korrekt ist?

#19 - 01.12.2014, 10:31 von Georg Loewy

Grausam?

Es fällt mir schwer, die in behaglichem Wohlstand gefällten moralischen Urteile nachzuvollziehen. Was ist unmenschlicher oder grausamer an einer Sniper-Kugel, als einer Granate, Mine oder Rakete? Krieg ist grundsätzlich grausam und manchmal erspart besondere Grausamkeit einzelner sogar das Leiden vieler anderer. Die mächtige Sowjetunion zurückzuschlagen ist selbst aus heutiger Sicht eine heroische Tat der Finnen und dies wäre ohne Menschen, wie Simo Häyhä nicht möglich gewesen.

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