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Franz Schönhubers Republikaner: Als ein Waffen-SS-Mann in Bayern 14 Prozent holte

ullstein bild Mit Ressentiments gegen Deutschtürken und das "Politikerkaff Bonn" punktete er bei Millionen Wählern: Vor knapp 30 Jahren gelang Franz Schönhuber ein rascher Aufstieg - bis die Republikaner sich selbst zerlegten.
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#1 - 02.10.2018, 16:14 von

"Trotzdem traten viele Polizisten, Soldaten und Beamte in die Partei ein" und so ist es heute wieder. Und dann heißt es der Justizapparat ist nicht auf dem rechten Auge blind und das sind alles nur besorgte Bürger. Was muss eigentlich geschehen um den Nationalismus und Rassismus (die ja bekanntlich in der Regel Hand in Hand gehen) endgültig auszumerzen? Hat die Katastrophe vom zweiten Weltkrieg nicht gereicht? Muss erst alles den Bach runter gehen? Nationalismus bedeutet Krieg. Es gibt keinen friedlichen oder wie manche sagen "gesunden" Nationalismus!

#2 - 02.10.2018, 16:33 von Ingo Menker

Die Republikaner gibt es noch, wie auf den Stimmzetteln zur letzten Bundestagswahl zu lesen war. Obwohl seit zig Jahren nichts mehr von denen zu vernehmen war, scheinen sie genug Unterstützerunterschriften zur Wahlzulassung erhalten zu haben.

Bei uns holten sie 0,0%

#3 - 02.10.2018, 16:38 von Isabella Roeck

Ich erinnere mich gut

meine Freunde und ich, damals alle Mitte 20 besuchten in unserer Kleinstadt eine Versammlung dieser Schönhuber-Partei. Die waren dermaßen übel, dass wir zu jedem vorgetragenen Punkt laut und mehrfach riefen:
aber wir hubern noch schöner.
Hat Spaß gemacht.

#4 - 02.10.2018, 16:48 von suum cuique

Ziemlich reißerische Überschrift

In seinen Memoiren „Ich war dabei“ schilderte Schönhuber u.a. seinen Kriegsdienst als Teenager in der Waffen-SS. Nichts Glorreiches oder Verherrlichendes wurde beschrieben. Nun warte ich darauf, dass Spon auch einmal mit der Überschrift: „Wie ein SS-man den Literatur-Nobelpreis gewann“ aufwartet ;)

#5 - 02.10.2018, 17:22 von pan satyr

was man daraus lernen kann:

"Zudem besann sich die CSU auf die Haltung ihres Übervaters Strauß und machte nunmehr selbst Stimmung gegen Asylbewerber. So übernahmen die Christsozialen wieder die Hoheit in bayerischen Schafkopfrunden...".
Insofern versucht Seehofer jdf. das Richtige.

#6 - 02.10.2018, 18:06 von Tom XXX

Irgendwie ist da die Chronologie doch sehr verzerrt...

da hätte man schon mehr auf die Reihenfolge achten sollen. Dann wäre der Artikel wohl sinnvoller. Die Mitgliedschaft in der Waffen-SS, irgendwann meldeten sich gegen Ende des Krieges über 90% der Jugend zur SS, mit Riesenpropaganda des Regimes. Das dann wieder direkt auf die 90erJahre zu projizieren ist wirklich überzogen.

Man hätte auch daran erinnern können, dass es damals eine große Unzufriedenheit mit der CSU gab, Schönhuber war langjähriger Moderator der Sendung "Jetz red i", das Format war eigentlich nicht schlecht. Der Normalbürger konnte mit seinen Problemen und seinen schlechten Erfahrungen mit der Verwaltung in die Öffentlichkeit, und Schönhuber spielte dort die Rolle des Helfers. Deshalb war er sehr populär.

Der Niedergang der Republikaner hatte aber auch damit zu tun, dass er als die Unzufriedenheit abebbte, dann immer radikaler wurde, und das einfach keiner wollte.

Wo man aber Millionen von Anhängern für ihn sehen will, Bayern hatte damals gut 10 Millionen Einwohner, dann Wahlbeteiligung und dann etwas über 10 %... da kommt man vielleicht auf eine gute Million von Protestwählern, richtige Anhänger für Schönhuber bis zum Schluss... nicht wirklich in der Größenordnung!

#7 - 02.10.2018, 18:36 von Peter Müller

Schillernde Figur

In dem Beitrag wird richtigerweise erwähnt, daß Schönhuber sich als Kolumnist der Münchner Boulevardgazetten auf die Seite des linken SPD-Flügels in ihrem immerwährenden Kampf gegen den damaligen OB Hans-Jochen Vogel schlug. Es wurde auch damals kolportiert, daß der politische Hintergrund von Schönhubers Vater und damit wohl auch seine eigene Sozialisation auf den Aktivitäten des linken Flügels der NSDAP, also von Röhm, Feder und den Strasser-Brüdern fußte. Das Linke ist dem Rechten also mitunter ziemlich ähnlich und umgekehrt.

#8 - 02.10.2018, 19:00 von Hüdai Demirhan

Poltern gegen Ausländer

Als Kind von Gastarbeitern nach West- Deutschland / Bayern genauer Mittelfranken eingewandert und seit genau August 1974 in Deutschland lebend weiss lich leider all zu gut , was es heist " Ausländer / Türke / Knacke / Ziegen und Esel f .... beschimpft zu werden. In Deutschland hat der Rassismus nie aufgehört. Es lag still in den Köpfen und Herzen vieler im Dunkeln. Es sind die die Parteien wie die Republikaner oder AFD oder deren polotischen Vorzeige Figuren ( um nicht Führer zu sagen ) welche sich stark fühlen oder gemacht werden, es sind immer noch in Deutschland ( West & Ost) vorhanden rassistischen Menschen. Auch wenn die Nachkriegs Generationen langsam aber sicher sterben, Sie haben ihr Saat auch in Ihre Kinder gepflanzt. Dies geht immer wieder auf und sorg für verderben und Tod.
Ausländerfeindlichkeit, Antisemitische Erfahrungen kenn ich seit dem ich erst in ankam.

#9 - 02.10.2018, 19:31 von Jörg Theissing

Ja - schön wars, als sie endlich weg waren. Leider ist's wie mit Herpes - kommt immer wieder.

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