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Frühe Bildmanipulationen: Als die Fotos lügen lernten

The LIFE Picture Collection/ Getty Images Bilder geben nicht immer die Wirklichkeit wieder. Schon kurz nach Erfindung der Fotografie wurde kräftig manipuliert - man tauschte Köpfe und Körper aus oder stellte Hinrichtungen nach. einestages zeigt besonders krasse Fälle.
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#1 - 13.10.2014, 16:57 von Hans Meier

Großes Lob

Kommt es mir nur so vor, oder wurde die Rubrik einestages in letzter Zeit deutlich gestärkt? Die Artikel sind jedenfalls immer höchst lesenswert und interessant!

#2 - 13.10.2014, 17:26 von

Und Heute?

Nun bitte noch Beispiele der letzten 20, 25 Jahre von den sogenannten Demokraten. Bin gespannt.

#3 - 13.10.2014, 21:58 von t. theodor

Unglaublich gute "Photoshopper" damals !

Leider erinnert mich das Wegretuschieren von Personen an das Umbenennen von Straßennamen in meiner Heimatstadt Hannover, wenn diese Straßennamen zweifelhafte Personen gelten, wie z.B. Lettow-Vorbeck-Allee, Elkartallee oder Karl-Peters-Platz.

Ein erklärendes Zusatzschild würde es auch tun und ist ehrlicher.

#4 - 13.10.2014, 22:19 von Felix Hoefert

Geister

zu erwähnen wäre auch, dass es frühe Bildfälschungen natürlich nicht nur im bereich der Politik gab. Fotografen und Betrüger erkannten auch schnell, dass man z.B. durch Doppelbelichtung schemenhafte Gestalten ins Bild bekommt. Diese "Geisterfotografien" werden bis heute mitunter gewinnbringend zur Überzeugung Unwissender und Leichtgläubiger eingesetzt.

#5 - 14.10.2014, 00:51 von Meinungs Freiheit

Benito Mussolini 1937 hoch zu Pferd (Bild 34)

Das sind aber zwei verschiedene Fotos, die vermutlich kurz hintereinander aufgenommen wurden. Erkennbar an der Kopfhaltung und an den Hinterläufen des Pferdes. Auch der Winkel der Kamera variiert.

Vielleicht konnte Mussolini die Pose auch allein ein paar Sekunden halten, aber lustig ist es allemal dass er da soviel Hilfe benötigte.

#6 - 14.10.2014, 12:36 von Siegfried Wittenburg

Als die Fotos zum Lügen missbraucht wurden

Im 19. Jahrhundert wurden die Fotografien von ehemaligen Auftragsmalern angefertigt. Sie setzten Kaiser sowie Adel in Szene und heroisierten bedeutende Ereignisse und Schlachten. Ich glaube nicht, dass sich damals jemand um ein Bild als Dokument Gedanken gemacht hat. In dieser Form führten die Diktatoren, die diese Feudalherrschaften ablösten, die Bildmanipulationen nach Erfindung der Fotografie fort, um der einfach denkenden Bevölkerung, die oft nicht des Lesens kundig war, mit schlüssigen Bildern eine Botschaft zu vermitteln. Nichts anderes tat zum Beispiel Michelangelo im Petersdom. Vieles von dem, was wir heute als Kunst schätzen, war zur Entstehungszeit Handwerk und Mittel zum Zweck. Und so arbeiten heute Generationen von Fotografen in den Studios und in der Werbung, Designer in der digitalen Welt und Ärzte in der Schönheitschirurgie. Und Amateure fügen schöne Wolken in triste Urlaubsfotos. Die Fotografie als echtes Bilddokument für eine wahre Begebenheit stellt nur ein winzig kleines Gebiet in ihrer gesamten Anwendungsvielfalt dar, vielleicht, um Lügen zu entlarven. Doch nicht die Fotos lügen, sondern die Menschen, die diese angefertigt haben und diejenigen, die manipulierte Bilder nutzen.

#7 - 14.10.2014, 22:39 von Marko Rummel

Ein, wenn nicht DER Klassiker der Bildfälschung schlechthin von Roberrt Capa fehlt allerdings in der Auflistung.
Leider.

#8 - 15.10.2014, 10:29 von Uwe Meyer

Wer ein wenig Zeit hat:

Hier noch ein etwas aktuelleres, ersteinmal undurchschaubares Foto:
http://bit.ly/1nL4g1k

#9 - 16.10.2014, 07:42 von Ines Punk

Hallo Uwe Meyer,

sehr gut! Als ich das Bild betrachtet habe, dachte ich mir, dass da mit dem Teil im Gesicht (no spoiler, haha) etwas nicht stimmt. Erst als ich den Text gelesen hatte, da wusste ich es... tztz... das limbische System... also, danke für diesen Tipp ;-)

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