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Görings bizarres Zuchtexperiment: Die Überkuh der Nazis

picture alliance/maxppp Germanisch, gigantisch, blutrünstig: So stellte sich Hermann Göring ein Rind vor, das deutschen Jägern ebenbürtig wäre. Forscher schufen eine Kuh nach seinen Wünschen - als Attraktion eines NS-Urzeitparks.
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#1 - 05.01.2018, 15:00 von Michael Kaloff

Terminologie

Es gibt keine "Rückzüchtungen", wenn Allele weg sind, sind sie weg. Deshalb handelt es sich auch nicht um "Ure". Gemäß ihres Domestikationsgrades sowie ihrer genetischen Stabilität sind Heckrinder so etwas wie eine bessere Landrasse. Auf jeden Fall sind Sie lebende Denkmäler für das Scheitern und die Ignoranz des NS-Systems im Bereich der Biologie. Insofern sehr interessant und lehrreich.

#2 - 05.01.2018, 15:34 von Michael Kaloff

Ach ja

Es gibt auch Heckpferde, die in Tierparks öfter gezeigt werden, manchmal noch unter der Bezeichnung "Tarpan". Es handelt sich um die Hecksche Vorstellung eines (eiszeitlichen) Urwildpferdes.

#3 - 05.01.2018, 17:59 von Jann Wübbenhorst

Effekthascherei

"Heckrinder" sind heute zu Tausenden in Deutschland, den Niederlanden und in Lettland in mehr oder weniger ausgedehnten Gebieten innerhalb von Beweidungsprojekten anzutreffen. Die angebliche "nazi-typische" Aggressivität ist eine Erfindung der Boulevardpresse. Die Tiere sind nicht aggressiver als gewöhnliche Fleischrindrassen oder auch manches Milchvieh. Meist verhalten sie sich ziemlich scheu. Man kann in den großen Beweidungsgebieten völlig risikolos durch die Weideflächen der Tiere laufen.

#4 - 05.01.2018, 19:11 von Jürgen Wiesemann

Urahn...

Meines Wissens haben unsere Hausrinder keine Auerochsen DNA. Sie entstammen alle Rindern die im fruchtbaren Halbmond gezüchtet wurden.
Ich lasse mich aber gerne korrigieren.
In diesem Sinne

#5 - 05.01.2018, 20:28 von Michael Kaloff

Abbildzüchtung Quagga

Auch interessant : https://www.quaggaproject.org/ Aber auch hier wird etwas versprochen, was nicht gehalten werden kann. Wer den Auerochsen, irgendein Wildpferd oder das Quagga zurück haben möchte, sollte sich aus den vorhandenen Überresten eine möglichst intakte DNA besorgen und das Tier klonen. Möglichst die entsprechende, mitochondriale DNA mitverwenden bitte! ;-)

#6 - 05.01.2018, 20:55 von Michael Kaloff

#3 @Jann Wübbenhorst

Das stimmt teilweise. So werden in den Niederlanden auch Weiterzüchtungen mit Einkreuzungen des schottischen Hochlandrindes unternommen, um die Gutmütigkeit zu fördern. Es gibt auch das Taurus - Projekt und mehr. Letztendlich gilt: Der Genpool des Heckrinder ist heterogen, das Aussehen sowie das Verhalten dem entsprechend ebenso. Zum Aussehen : https://commons.m.wikimedia.org/wiki/Category:Heck_cattle?uselang=de#/media/File:Heckcompilation2.jpg Manchmal ist Wikipedia toll!

#7 - 06.01.2018, 23:57 von Jürgen Focke

Das Taurus kenne ich auch

Das ist eine Lokomotive von Siemens!

#8 - 06.01.2018, 10:55 von Stephan Bläsner

Nazikuh?

Speziell in der englischen Presse gibt es eine gewisse Tendenz, laue journalistische Erkenntnisse durch das N-Wort publikumswirksam aufzuhübschen.
Was dann, z.B. bezüglich der Abbildzucht dieser Rinder untergeht, ist, dass die Zucht bis zum heutigen Tag Weiterbetrieben wird. So wurde das Heckrind zum Taurusrind, welches z.B. Vom NABU zur extensiven Beweidung hochwertiger Naturschutzflächen eingesetzt wird.
Eigentlich passt dieser etwas reißerische Artikel nicht zum Spiegel. Das Thema Nationalsozialismus und pervertierter Naturschutz gibt mehr her als skandalöse "Nazirinder"

#9 - 06.01.2018, 14:15 von Dirk Kern

Auergene

Ohne Detailwissen zu diesem Thema würde ich vermuten, dass die spanischen Kampfstiere die europäische Rinderrasse sind mit dem noch höchsten Genanteil des Auerochsens. Wie meine Vorredner bereits geschrieben haben, viele Gene sind mit Sicherheit für immer verloren. Man kann auch aus dem Haushund keinen Wolf zurückzüchten.

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