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Hagelsturm aus Feuer und Stahl

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#1 - 17.02.2014, 12:07 von Georg Scheffczyk

Hiroshima und Negasaki waren auch nicht nötig, die Städte waren nur das Symbol der USA an die Sowjets, zu zeigen, wo der Hammer hängt. Zu dieser Zeit war Japan schon am Ende.
Es hätte auch gereicht, den Kaiser oder seinen Stellvertreter in die USA zur Demonstration einer solchen Bombe einzuladen.
Stattdessen entschieden sie sich für ein gewaltiges Verbrechen, das leider nicht debattiert wird.

#2 - 17.02.2014, 14:31 von Frank von Schirach

trotz aller berechtigten kritik an der politik der USA ist aber zu beachten, daß die "Japaner dieser Zeit" überwiegend ein sehr militaristisches und gewälttätiges 'völkchen' waren. die US-Amerikaner haben, wie es nun mal ihre art ist, pragmatisch, also "effizient" gehandelt und jeden vermeintlichen oder tatsächlichen widerstand in grund und boden gebombt.

#3 - 17.02.2014, 17:32 von Joachim Eller

Schön Herr Scheffczyk wie Sie das mit solch absoluter Sicherheit sagen können.
Aus damaliger Sicht stellt sich die Lage natürlich etwas anders dar.
Die Amerikaner planten im Oktober 1945 die Operation Downfall zu starten, die Invasion der japanischen Inseln. Sie rechneten Im günstigsten Fall mit 1.2 Millionen Verlusten, davon 276000 Toten bis hin zu 4 Millionen Verlusten davon 800000 Toten. Dies basierte auf den Erfahrungen die Sie bei anderen Landungsoperationen gemacht hatten. Weiterhin gingen Sie von bis zu 10 Millionen Toten Zivilisten und Soldaten auf japanischer Seite aus.
Diese Annahmen sind nicht unrealistisch wenn man sich die Planungen der Japaner die unter dem Codenamen ketsugō sakusen liefen betrachtet.
Truman wusste das solche Verluste nicht tragbar waren und entschloss sich daraufhin zum Abwurf der Bombe.
Nebenbei, nach damaligem Kriegsrecht war der Abwurf der Bomben kein Verbrechen, weder ein gewaltiges noch ein kleines.

#4 - 18.02.2014, 09:48 von Thomas Marx

Man sollte deutlich darauf hinweisen, daß die Japaner laut dem hiesigen Bericht alle Schiffe ihrer Kriegs-Flotte vorsichtshalber in Sicherheit gebracht hatten und der Angriff der Amerikaner ausschliesslich zivilen Zielen galt.
Anders beim Angriff auf Pearl Harbor.
Laut den 3 Sonderausgaben der Tageszeitung Honolulu Star Bulletin vom 7. Dezember 1941 hatten die Japaner beim Angriff auf Pearl Harbor ausschliesslich militärische Ziele bombardiert. Genau 4 Japanische Bomben fielen in zivile Bereiche der Umgebung von Honolulu, 11 Zivilpersonen kamen ums Leben, die meisten davon durch am Boden detonierte amerikanische Flak-Geschosse. Daß sich amerikanische "Rache" oft nicht-militärische Opfer zum Ziel nimmt, ist ein möglicherweise typisches Verhaltensmuster, das auf eine eingehendere Betrachtung wartet.

http://archives.starbulletin.com/2001/12/07/news/story2.html#jump2

#5 - 18.02.2014, 09:52 von Katharina Jomund

Georg Scheffczyk, behaupten Sie als nächstes, dass auch das Deutsche Reich Opfer wurde eines "gewaltiges Verbrechens, das leider nicht debattiert wird"? Dass die Kriegserklärungen "nicht nötig" waren, lediglich gezeigt werden sollte "wo der Hammer hängt" und Appeasement-Politik ebenso wirksam gewesen wäre?

Das Problem mit derart dumpfer Geschichtsklitterung ist, dass sich nie das Gegenteil beweisen lassen wird. Die vorhandenen Daten lassen das Szenario jedoch mehr als unplausibel erscheinen.

#6 - 18.02.2014, 09:53 von Siegfried Wittenburg

"Es hätte auch gereicht, den Kaiser oder seinen Stellvertreter in die USA zur Demonstration einer solchen Bombe einzuladen."

Und Sie meinen wirklich, Truman hätte Kaiser Hirohito eingeladen, damit er eine geheime Waffe bewundern kann? Und Hirohito wäre der Einladung seines größten Feindes in die Wüste Nevada gefolgt?

Dann hätte Adolf auch den Churchill nach Peenemünde einladen können, um der Erprobung der V2 beizuwohnen...

#7 - 18.02.2014, 09:58 von Georg Schmidt

naja, mit Verlusten ist zu rechnen, aber schon der Angriff auf PH war schlecht geplant, man hat zwar spektakulär ein paar Schiffe versenkt, aber die Rohstofflager-Benzintanks stehen lassen, wie sagte ein US general, ein paar gutgezielte MG Garben hätten den Krieg mindestens 2-3 Jahre+ verlängert, die versenkten Schiffe trafen die USA kaum, dei hatten genug davon! wie sagte der japanische Admiral im Film Tora.Tora. ob wir nicht einen schlafenden Drachen geweckt haben ?
Schmidt Georg , Lollar

#8 - 18.02.2014, 10:03 von Michael Schnickers

Die Einleitung ist etwas missverständlich. Nicht die Bombenangriffe der Amerikaner auf die Militärbasen und Schiffe ließen "die Einwohner hungernd zurück", es waren die Japaner (wie später ja auch im Artikel steht), die die restlichen Nahrungsmittel und die Ernte für sich beanspruchten.
Spätestens mit dem Verlust der ganzen Frachtschiffe hätte das Japanische Kaiserreich begreifen müssen, dass ihre "Großostasiatische Wohlstandssphäre" zum Untergang verurteilt war- denn ohne große Mengen von Schiffen konnten weder die verstreuten Militärstützpunkte, die Truppen, noch das Mutterland selbst versorgt werden.
Doch die damalige japanische Führung war genauso verbohrt wie ihre Verbündeten auf der anderen Seite des Globus, die auch erst kapitulierten, als es buchstäblich nichts mehr gab, worum sie noch hätten kämpfen können.

#9 - 18.02.2014, 10:08 von John Global

>Schön Herr Scheffczyk wie Sie das mit solch absoluter Sicherheit sagen können.
>Aus damaliger Sicht stellt sich die Lage natürlich etwas anders dar.
>Die Amerikaner planten im Oktober 1945 die Operation Downfall zu starten, die Invasion der japanischen Inseln. Sie rechneten Im günstigsten Fall mit 1.2 Millionen Verlusten, davon 276000 Toten bis hin zu 4 Millionen Verlusten davon 800000 Toten. Dies basierte auf den Erfahrungen die Sie bei anderen Landungsoperationen gemacht hatten. Weiterhin gingen Sie von bis zu 10 Millionen Toten Zivilisten und Soldaten auf japanischer Seite aus.
>Diese Annahmen sind nicht unrealistisch wenn man sich die Planungen der Japaner die unter dem Codenamen ketsugō sakusen liefen betrachtet.
>Truman wusste das solche Verluste nicht tragbar waren und entschloss sich daraufhin zum Abwurf der Bombe.
>Nebenbei, nach damaligem Kriegsrecht war der Abwurf der Bomben kein Verbrechen, weder ein gewaltiges noch ein kleines.

Sie schreiben einen Mist.

Lesen sie mal das folgende Geschichtsbuch,

Paul Ham, Hiroshima Nagasaki, Harper Collins 2011.

Dann sollten sie mal hiroshima und nagasaki besuchen wie ich es getan habe und das Memorial Museum in jeder Stadt besuchen.

Eindruck: Le crime de humanite. A crime against humanity.
Ein Verbrechen gegen die Menschheit.

Georg Scheffcyk trifft den Nagel auf den Kopf.

Paul Ham ist ein Australischer Historiker.

Auf Seite 487 schreibt er " Taken together,or alone,the reasons offered in defence of the bomb do not justify the massacre of innocent civilians. We debase our selves, and the history of civilisation, if we accept that Japanese atrocities warranted an American atrocity in reply.

atrocity English-German
?Grauenhaftigkeit?

The bombing of civilians is a crime against humanity

Die bombadierung von Zivilisten ist ein Verbrechen gegen die Menschheit, es ist egal welches land es tut.

#10 - 18.02.2014, 10:35 von Siegfried Wittenburg

"Die bombadierung von Zivilisten ist ein Verbrechen gegen die Menschheit, es ist egal welches land es tut."

Nur eine Frage, keine Polemik: Und was ist mit den Zivilisten, die für das kriegsführende Militär Waffen und Munition produzieren, Kriegsdienstverweigerer verurteilen, als Regierungsverantwortliche für die Kriegseinsätze ihrer unterstellten Generäle Strategien entwickeln lassen und diese genehmigen?

Wo ist der Unterschied zwischen einem Militärangehörigen und einem Zivilisten?

Das hat mit Hiroshima und Nagasaki nichts zu tun. Die bombardierten Menschen in Stalingrad, London und Dresden sind genauso verletzt oder tot.

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