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Hakenkreuze: Die Stunde der Schmierfinken

AP Sie beschmierten eine Synagoge mit Hakenkreuzen und fanden Hunderte Nachahmer. 1959 entsetzte eine rechtsradikale Vandalismuswelle in Deutschland ganz Europa. Kanzler Adenauer forderte "eine Tracht Prügel" für die "Lümmel".
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#1 - 09.12.2014, 10:05 von St. Graul

Originell, aber auch angemessen ?

Diese Frage stellt sich bei mir bei der Überschrift. Man sollte sich fragen, ob solche Titel nicht einen verniedlichenden Charakter haben, der eigentlich der Sache nicht angemessen ist.

#2 - 09.12.2014, 10:25 von Bruno Helfer-Schillinger

auch heute noch - in Behörden

.....Doch andere wirkten in ihrem Sinne weiter......
stimmt und wer diese Schandzeichen selbst entfernt bekommt die ganze Härte des Gesetzes zu spüren, durch dieselben Behörden die die Entfernung nicht durchführen.


Realer Irrsinn: Der Hakenkreuzjäger von Limburg
extra 3 - 03.12.2014 23:00 Uhr Autor/in: Tom Fugmann
Rechtsradikale Symbole sind in Deutschland verboten. Was keiner weiß: Das Entfernen von rechtsradikalen Symbolen unter Umständen auch. Zumindest in Limburg.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Realer-Irrsinn-Der-Hakenkreuzjaeger-von-Limburg-,extra8614.html

#3 - 09.12.2014, 10:28 von Thomas Walberer

Historisch Falsch

Ich bin ziemlich überrasch über diese Passage:
"Hatte womöglich die SED-Führung in der DDR an westdeutschen Synagogenmauern mitgepinselt, wie Adenauer und sein Verteidigungsminister Franz Josef Strauß glaubten? Beweise dafür gibt es nicht."

Es ist schon seit 20 Jahren erwiesen, dass diese Aktion im SED-Politbüro geplant und von dort gesteuert wurde.
Nachweise und Belege finden sich in dem Buch "Die Deutschland-Akte" von Michael Wolffsohn.

Unter anderem hatte schon der Spiegel 1995 darüber berichtet.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9221729.html

#4 - 09.12.2014, 10:37 von Wolf Richy

MfS

Es ist erwiesen, dass in vielen Fällen die Stasi unter dem Decknamen "Vergissmeinicht" dafür verantwortlich war um Westdeutschland in ein schlechtes Licht zu rücken....

#5 - 09.12.2014, 11:18 von Jens Habermann

Glaubwürdigkeit

Herrn Adenauer nehme ich diese Aufregung nicht ab. M. E. nach war dieser Mann nur um die polit. "Außenwirkung" bemüht, persönlich war er ganz sicher nicht betroffen: Wer den Mitverfasser der Nürnberger Rassegesetze zum Kanzleramtsminister beruft, hat bei mir in dieser Frage jegliche Glaubwürdigkeit verspielt.

#6 - 09.12.2014, 11:24 von Thomas Meister

Falsch!

Was ein Zufall: gerade gestern las ich über diesen Vorfall im Buch:"Die Frankfurter Schule und ihre zersetzende Auswirkung" (empfehlenswert!).
(Seite 98) Die Schmierereien kamen von östlichen Geheimdiensten, sollten rechten Bewegungen in die Schuhe geschoben werden und waren Rechtfertigung für die Einführung des Gemeinschaftskunde-Unterrichts an den Schulen Zwecks Umerziehung der Jugend. Das ist verbriefte Tatsache! Leicht zu recherchieren. Warum hier diese widerlegten Lügen aufwärmen?

#7 - 09.12.2014, 11:30 von Joshua Schneebaum

nur dumm ist auch böse

Merkwürdig salopp und flach ein Stück recht wichtige Geschichte der damals jungen BRD erzählt.
Mit so komischen Sätzen wie diesesn:
"Die Regierung in Bonn brauchte dringend einen Schuldigen".
Ja, was denn sonst?

Aha, deshalb, im Finale zeigt sich die dämlicher Tendenz des Artikels:
Die Stasi war's.
Es gibt zwar keine Belege, keine Beweise, Nichts ...
doch was macht das schon? Gar nüscht!
Und siehe da, schon kommt der post von Richys Wolf: Es ist erwiesen, dass es die Stasi war!
Klasse, so also geht Geschichtsaufarbeitung 2014 und Weihnachten ist ja auch bald.

#8 - 09.12.2014, 11:45 von Volker Eschen

Junge Täter

Das Alter erklärt das Verhalten der Täter sehr gut. Sie waren während ihrer Schulzeit mit nationalsozialistischer Ideologie infiziert worden.
Da die meisten Lehrer nach Kriegsende weiterunterrichtet haben, dürfte manchen das auch nach 1945 passiert sein.

#9 - 09.12.2014, 12:27 von Thomas Lück

Herr Habermann, Sie haben Unrecht

Herr Adenauer hat unter den Nazis im KZ in Köln-Deutz gesessen. Er wusste, welche Gefahr von diesem Gedankengut ausging und hat seiner Empörung Luft gemacht. Wenn Sie sich mit der Biographier Konrad Adenauers auseinandergesetzt hätten, dann wüssten Sie, dass Adenauer ein erbitterter Gegner der Nazis war. Er hat sich nicht verbiegen lassen, von keiner Seite. Die Menschenrechte hat er gegen jegliche Attacke verteidigt und dass ist sein Vermächtnis, welches leider immer mehr in Vergessenheit gerät.

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