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Hitler-Attentäter des 20. Juli 1944: "Immer wieder denke ich: Hättest du ihn doch nur

DPA Der Tyrannenmord missglückte nur knapp, als Graf Stauffenberg vor 75 Jahren die Bombe gegen Hitler zündete. Tim Pröse traf seinen Sohn, seinen Chauffeur, den letzten Augenzeugen seiner Hinrichtung - und zwei Mitverschwörer.
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#1 - 18.07.2019, 12:45 von Franz-Josef Strauss

Ich kann mir nicht helfen

aber für mich ist Stauffenberg, zusammen mit seinen Mitverschwörern, als Held untauglich. Zu lange hat er das Regime unterstützt, und ich unterstelle ihm letztlich die Motivation der Wehrmacht eine Niederlage ersparen zu wollen, nicht den Willen die Deutschen und, vor allem, die Welt von einem Schlächter zu befreien. Und mit der dilettantischen Vorbereitung und Ausführung des Attentats hat er vielleicht mehr Schaden als Nutzen angerichtet.
Für mich sind viel eher andere Helden, die als Einzelne versucht haben den Wahnsinn zu stoppen.

#2 - 18.07.2019, 13:26 von

Wahnsinn!

Höchst beeindruckende Persönlichkeiten! Man hat fast das Gefühl, dass es solche heute nicht mehr gibt.

#3 - 18.07.2019, 14:35 von Gottfried Urbanke

Immer wieder

Muss man nach 75 Jahren so oft an die Massenmörder und die Helden, die versucht haben das schlimmste zu verhindern, erinnern? Ja muss man, zumindest solange es offensichtlich immer mehr Menschen gibt, die lieber den 20. April statt den 20. Juli feiern.

#4 - 18.07.2019, 14:46 von Muller Thomas

@FranzJosefStrauss

Stauffenberg soll das Regime unterstützt haben? Was sollen solche unbelegten Behauptungen??? Er war zunächst kein Gegner, sicher. Aber zwischen "nicht Gegner sein" und Unterstützung besteht noch ein großer Unterschied. Und zum 20. Juli. Er hat es mit großem persönlichen Risiko versucht - und handelte eben (wie alle anderen unzähligen Gegner auch) nicht fehlerfrei, weshalb der Umsturz nicht klappte. So einfach ist das auch damals nicht gewesen!!!

#5 - 18.07.2019, 14:48 von D. B.

Widerstand

Ich bin froh und stolz das es Männer und Frauen in Deutschland gab, die - wenn auch spät- doch versucht haben, dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Die Taten dieser Leute werden auch im Ausland als positiv beurteilt.

#6 - 18.07.2019, 14:50 von Konrad Fersterer

Georg Elser

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#7 - 18.07.2019, 15:02 von Rince Wind

Zitat von Franz-Josef Strauss
[...] ich unterstelle ihm letztlich die Motivation der Wehrmacht eine Niederlage ersparen zu wollen, nicht den Willen die Deutschen und, vor allem, die Welt von einem Schlächter zu befreien. [...] Für mich sind viel eher andere Helden, die als Einzelne versucht haben den Wahnsinn zu stoppen.
Da bin ich praktisch vollständig mit ihnen d'accord. Da sich unter den Verschwörern des 20. Juli das who-is-who des deutschen Adels befand, möchte ich sogar unterstellen dass es den Herrschaften in erster Linie darum ging ihre eigenen Besitzungen in Ostpreußen und Schlesien vor der näher rückenden Roten Armee zu sichern. Besitzstandswahrung ist als Heldenmotiv aber ganz schwach.

Auch die nachträgliche Exkulpation dafür, dass Stauffenberg nicht vor Ort sichergestellt hat dass Hitler tot ist, ist schwach. Selbstverständlich hätte das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Selbstopfer geendet. Der Hinweis, das sei gar nicht möglich gewesen, weil Stauffenberg die zentrale Figur von Walküre gewesen sei, erscheint mir fragwürdig. Wenn derartig viele hochrangige Offiziere und Generäle handlungsunfähig sind, weil eine einzige Figur fehlt, wirft das ein denkbar schlechtes Bild auf das deutsche Offizierskorps.

Leute wie Georg Elser wären in der Tat als Archetypen des Widerstands sehr viel geeigneter. Aber daran war nach dem 2. WK gar nicht zu denken, immerhin war Elser offenbar strammer Kommunist und die konnten im Blockdenken des Westens niemals etwas heldenhaftes tun. Die junge Bundesrepublik brauchte strahlende Heldenbilder, da war ein schneidiger, junger Oberst mit Augenklappe und Adelsprädikat deutlich besser geeignet.

#8 - 18.07.2019, 15:08 von Peter Silie

Bisschen Schöngeredet

Die Attentäter hatten ihre ganz eigenen Ziele und sind keinesfalls völlig selbstlos zur Rettung der Welt angetreten.

#9 - 18.07.2019, 15:11 von Samuel Thomas Ghofranifar

Deutscher Widerstand

Es ist einmalig, heute noch auf Zeitzeugen des Widerstands gegen den deutschen Faschismus und das Hitlerregime treffen zu dürfen. Dies hält die Erinnerungskultur lebendig und trägt dazu bei, dass auch wenige CDU/CSU- sowie AfD-affine Personen begreifen, dass totalitärer Personenkult und die Verachtung der Demokratie lediglich zu Zerstörung und verbrecherischer Agitation führen können.

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