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"In ihrer Handtasche steckte immer eine Pistole"

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#1 - 29.12.2010, 09:57 von Manfred Haferburg

Margot Honnecker wurde bei uns "Miss-Bildung" oder "blaue Hexe" genannt. Sie war genau so ein Monster, wie Ihr Mann.

#2 - 30.12.2010, 16:16 von Thomas Glöckner

Ich denke, man sollte Margot Honecker nicht mit persönlichen Beleidigungen charakterisieren, die angeblich in der DDR über sie kursierten, denn dass trifft nicht im mindesten auf sie zu.
Vielleicht sollte man eher über das Bildungssytem der DDR nachdenken, und die Rolle, die Frau Honecker dabei spielte objektiv bewerten. Und außerdem: Wer andere Monster nennt, der sollte darüber reflektieren, ob er selbst nicht ein Monster ist, weil er andere zu Monster stempelt.

#3 - 01.01.2011, 11:26 von Michael Stiewe

Ich weiss nicht, mir hat sie nichts getan, ausser dass sie mir durch ihre Bildungspolitik den Weg in dieses ihr doch so verhasste (und mir damals auch) westliche Wirtschaftssystem geebnet hat. Es sollte ihr eine Freude und Genugtuung sein zu hören, dass ihre Bildungspolitik der heutigen immer noch weit voraus ist und weitere Staaten (z.B. Finnland) dieses Bildungssystem ebenso nutzen.

Gratulation und Danke, Margot!

#4 - 01.01.2011, 21:34 von

Das DDR-Bildungssystem erscheint mir dem heutigen Bildungssystem weit überlegen. Dies bestätigen mir auch zahlreiche (eigentlich alle Lehrer, die ich kenne - ich bin keiner).
Meine Schulzeit lag komplett in der Amtszeit von Margot Honecker. Trotz des Schätzens der guten Bildung, die ich genießen durfte, bin ich stinksauer darüber, was ich nebenbei alles für ideologischen Mist lernen, hören und ertragen mußte. Das meiste davon war gelogen oder irrelevant. Das Schema der politische Ökonomie, das jedweder geschichtlichen Betrachtung zugrunde lag, war falsch, der Geschichtsunterricht war bis auf die Urmenschen und Spartakus einfach Mist. Das Unterrichtsfach Staatsbürgerkunde war überwiegund Unfug. Ansonsten bedanke ich mich dafür, daß mir das Rüstzeug mitgegeben wurde, um den heutigen Irrsinn zu durchschauen.

#5 - 02.01.2011, 10:01 von

Um Gottes Himmels Willen. Bekommen solche Persönlichkeiten heutzutage ein Podium? Wofür denn bitte schön. Noch 1986 wurde unter den 'lieben', hier etwas verschmust dargestellten Honeckers in Leipzig das letzte DDR-Todesurteil vollstreckt (Teske). Ganz abgesehen von Mauerschützen, Bespitzelung und 'Volks'bildung im engsten Sinne. Immerhin hat es bei Erb-Lasser gereicht, um den heutigen Irrsinn zu durchschauen. Den damaligen wohl leider nicht.

#6 - 03.01.2011, 11:44 von Siegfried Wittenburg

Der Artikel liest sich wie ein Porträt ganz normaler Kleinbürger: mein Haus, mein Auto, mein Hund - und, naja, mein Hobby. Als 1989 das Geheimnis von Wandlitz gelüftet wurde, waren viele Menschen desillisioniert, wie banal das Leben von "denen da oben" verlief. Jeder Mittelständler im "faulenden Kapitalismus des Klassenfeindes" hatte einen höheren Lebensstandard.

Es ist ein beliebtes Märchen, dass Finnland das Bildungssysgtem der DDR übernommen haben soll und deshalb so gut bei PISA abschneidet. Warum sich dieses Märchen so wacker hält, wäre ein Thema für eine Debatte. Wer in Finnland mit jungen Leuten spricht, erfährt, warum sie so viel Wert auf Bildung legen.

Auf keinen Fall war das Bildungssystem à la Margot Honecker beispielhaft. Man denke nur an den Fremdsprachenunterricht und die Möglichkeiten, für seine eigene Weltanschauung fremde Sprachen und Kulturen im Original zu erleben. Man machte sich schon verdächtig, wenn man an der Volkshochschule Polnisch lernte.

Man kann sagen: Viele Menschen in der DDR haben trotz Margot Honeckers Bildungssystem gelernt.

#7 - 03.01.2011, 16:51 von

Margot Honeckers Bildungssystem... soso...

War sie es ganz allein, hatte sie nicht wenigstens einen Chauffeur... um mit Brecht zu fragen.

#8 - 05.01.2011, 10:11 von

im verhaeltnis zu unsere politikern hat sich die frau nicht gerade viel gegoennt mein ich.
irgendwie beispielhaft ihr verhalten!

#9 - 05.01.2011, 10:13 von

recht haben sie!

#10 - 06.01.2011, 16:05 von Martin Bitdinger

Die Honeckers,
lebten wie die Junker. Vertrieben sich die Zeit auf der Jagd oder mit Sexfilmen aus dem Westen.
Fuhren weder Trabbi noch Wartburg sondern teure Volvo. Mussten nicht für Ostwaren anstehen, sondern delektierten sich an Delikatessen aus dem Westen.
Und heute lebt Frau Honecker in Saus und Braus in Chile wie eine Fabrikantenwitwe.

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