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Karriere eines Nazi-Spitzels: "Er hatte so ein Quabbelgesicht"

SPIEGEL TV Der Gestapo-Spitzel Paul Reckzeh denunzierte Berliner NS-Gegner, zwei von ihnen wurden 1944 hingerichtet. Als letzte Überlebende der Widerstandsgruppe erzählte Irmgard Ruppel fünf Jahrzehnte später die Geschichte dieses Verrats.
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#1 - 30.04.2019, 14:44 von Uwe Selbach

das war dieselbe Justiz...

..im Dritten Reich und in der Bundesrepublik, und deshalb hat Frau Ruppel auch dieselben Erfahrungen. Man hat noch ganz andere Nazi Verbrecher gedeckt und davonkommen lassen, als diese kleine Ratte Reckzeh. Aber genau auf solche Ratten bauen Autokraten wie Kim, Xing Ping, Putin, Erdogan oder Trump ihre Macht auf. ... und nach der Wiedervereinigung hat man diesen Kardinalfehler gleich nochmal wiederholt, weil es so gut funktioniert hat.

#2 - 30.04.2019, 14:48 von Justus Jonas

Parasiten und ungeziefer

“Parasiten und Ungeziefer” haben die nazis nicht immer gerne mit solchen versinnbildlichungen gespielt? Ich fuerchte Herr reckzeh entspricht eigentlich genau diesem bild. Egal fuer welches regime ob nazis oder kommunisten, immer sein dreckiges spiel als denunziant durchgezocken. Da straeuben sich einem die nackenhaare

#3 - 30.04.2019, 15:32 von Rose Wels

Das Versagen unseres Rechtssystem

Von einem Extrem zum anderen, bis 45 hatten wir ein erbarmungsloses Justizsystem, das keine Gnade kannte und heute sitzen in den Gerichten nur noch Rechtsgelehrte (volkstümlich „Rechtsverdreher“ genannt), die jedes geschriebene und gesagte Wort umdrehen und denen man beim Gehen die Schuhe besohlen kann. Heute muss man sich als Opfer davor in Acht nehmen, um nicht plötzlich als Täter bezeichnet zu werden. Der Begriff Gerechtigkeit wird zwar inflationär benutzt, aber viele Urteile haben nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Mich wundert es nicht, daß sich viele Bürger von der Politik abwenden.

Gut, daß es noch Menschen gibt, die ihre Geschichte aufgeschrieben haben.

#4 - 30.04.2019, 16:16 von Hans-Gerd Wendt

Nachlesen

Ich empfehle ein Nachlesen bei Wiki unter Paul Reckzeh. Ganz so simpel, wie in dem Interview dargestellt, haben sich die DDR und die Russen nicht verhalten.

#5 - 30.04.2019, 19:18 von Fred Will

Eine erhebliche Verantwortung für die Nichtverfolgung von NAZI-Verbrechern trifft die Alliierten nach 1945,

indem sie es im Westen bei den Nürnberger Prozessen haben bewenden lassen, nachdem mit der BERLIN-BLOCKADE der KALTE KRIEG 1949 begonnen hatte. In dieser Zeit haben sie auch die Mitglieder-Kartei der NSDAP in Dahlem verschlossen, sodass die schlimmsten Mörder nicht mehr identifiziert werden konnten. Die Sowjets haben es dann in der DDR nicht wesentlich anders gemacht. Die USA haben eingestellt und "entnazifiziert" wen sie gebrauchen konnten. Und einige der schlimmsten Mörder des Holocaust hat man nach Südamerika transferiert: Mengele; Eichmann; Barbie; etc. etc.
Das Übrige haben dann die Nazirichter und Justizbeamten im Justizministerin erledigt, die in der BRD wieder eingestellt wurden. Die Nichtverfolgung und Nichtbestrafung der NAZI-Mörder und der SS-Mannschaften aus den Vernichtungslagern ist das schlimmste Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte, an dem die Sieger- mächte

#6 - 30.04.2019, 19:22 von Fred Will

Fortsetzung meines Beitrages von eben:

.... an dem die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs eine erhebliche Schuld trifft.
Wer das bestreitet, verfälscht die historische Wahrheit.

#7 - 30.04.2019, 20:56 von Klaus-peter Schramm

Ganz übel ist natürlich die Rolle der Medien, die die öffentliche Meinung bilden und für die Desaster des 20. Jahrhunderts maßgeblich Verantwortung tragen.

#8 - 30.04.2019, 21:10 von Andreas Kurtz

die Richter des Volksgerichtshofes

durften in der Bundesrepublik fast ausnahmslos weitermachen.

#9 - 01.05.2019, 20:58 von Ricarda Nowa

Spitzel Nazi

Kompliment , guter Artikel und gutes Gespräch. Ich wuesste nicht wie ich mich verhalten wuerde wenn ich den Spitzel traefe der meine Familie hat umbringen lassen . Ich vermute ohne Beherrschung.

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