Forum
einestages Blogs

Kindheit in den Achtzigern: Wir Sofa-Wettpaten

Peter Bischoff/ Getty Images Wer verliert, holt Chips. Als sich Programmvielfalt noch an drei Fingern abzählen ließ, war Fernsehen ein Gemeinschaftserlebnis. "Wetten dass ...?" fesselte Millionen, auch Anne Weiss. Im Schlafanzug auf der Couch.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/2    
#1 - 02.05.2017, 16:00 von Mario Meyer

Tja

Kann man wirklich seinen Lebensunterhalt davon bestreiten, dass man die Vergangenheit mit einem Heiligenschein versieht - egal wie trüb sie tatsächlich war? Gibt es wirklich genug Leute, die sich gerne in Nostalgie suhlen - und dafür Geld bezahlen? Vielleicht schadete es nicht, sich hin und wieder auch kritisch mit dem Thema "Früher war alles besser" zu beschäftigen, weil man damit glaubhafter wirkte (wobei das u.U. die Kernklientel verschrecken könnte). So glaube ich z.B., dass es reichlich Leute in Deutschland gab, die sich samstagsabends der Glotze verweigert haben. Gerade dann, wenn "Wetten, dass..?" lief...

#2 - 02.05.2017, 17:26 von Harald Habekost

Herrlicher Artikel

Man fühlt sich in die eigene Kindheit zurückversetzt. Wie im Artikel beschrieben, war es bei uns auch. Früher war einfach alles besser, sogar das Fernsehen ;-)

#3 - 02.05.2017, 17:39 von Beate Scherer

zu bild 3 und

...das halte ich für eine fehlerhafte aussage denn laut tagesspiegel: "Erst acht Jahre später, am 1. Oktober 1984, kam eine französische Concorde erneut im Rahmen eines Charterfluges nach Berlin. Am 30. Juni 1985 gab dann auch ein Überschalljet der British Airways mit dem Londoner Bürgermeister und dem Vorstandschef der Gesellschaft sein Berlin-Debut."

#4 - 02.05.2017, 18:55 von Andreas Hecht

Alles zu seiner Zeit

@ Mario Meyer: Nein früher war sicher nicht alles besser, aber auch nicht alles schlechter. Ich finde diesen Ausdruck, sich "in Nostalgie zu suhlen" sehr unpassend. Der Artikel beschreibt sehr anschaulich, wie es damals im Fernseh- und Famielienleben aussah. Muss sowas, aus heutiger Sicht, immer lächerlich gemacht werden ? Ich kann mich auch noch sehr gut an das Gestöhne erinnern: "Entweder bringen alle beiden Sender nix, oder beide gleichzeitig was Gutes" (Das Dritte wurde damals wenig beachtet, ausser für Regionalnachrichten). Sicher ist heute die Auswahl viel grösser (der "Schund" hat sich vervielfacht, nach meiner Meinung ; Qualität ist schwerer zu finden), und die Möglichkeiten zu streamen und Mediatheken zu nutzen sind ein echter Fortschritt. Aber deshalb war früher nicht alles schlechter, und es ist legitim, daran zu erinnern.

#5 - 02.05.2017, 19:17 von Michaela Mann

Ähh

lieber Leser, besonders aus dem Ausland....

NEIN, es ist nicht das was ihr zu lesen glaubt, der Autor des Artikels ist nur ein ausgesprochener Fan von ähhhhh "Wetten Dass...." und gibt in keinster Form meine Meinung wider.

Es gab noch mehr: Fort Bojard, Der blaue Bock, 3 mal 9, Peter Frankenfeld, Ernst Stankowski, Irgendeine Sport-Show im Teams aus ganz Europa, Der goldene Schuß, Irgendwas mit Viva Bach und Dietmar Schönherr und Stromrechnungen, Michael Schanze und der kleine Dicke mit 'nem Bart....

Also ganz so trist war der Samstagabend nicht zumal es noch reichlich Spielfilme gab und stets heftige Diskussionen in Leserbriefen in der TV-Zeitung meiner Wahl in der ein Herr Markwart Chefredakteur war (nebst Foto-Serie von diversen Raumschiff Enterprise Folgen inklusive).

Und warum sollte heute noch Telefonbücher nicht bekannt sein? Gibt es hin und wieder im Lebensmitteldiscounter meiner Wahl zum Mitnehmen, kostenlos natürlich.

#6 - 02.05.2017, 19:44 von Frank Schatz

Klasse geschrieben

Mit damals zwanzig hatte ich zwar besseres zu tun, aber 10 jahre zuvor war es genau so. Ausser das es schnittchen nach der Wanne auf dem Sofa gab :-)

#7 - 02.05.2017, 19:45 von Andreas Koschinek

Nostalgie schadet nicht

@ Mario Meyer: Ja, es gab bestimmt auch Menschen die sich nicht nur Samstagabends der Glotze verweigert haben. Es gab bestimmt auch genug miesepetrige Menschen die generell alles schlecht machten. Zum Glück gab es damals noch keine Online Foren in denen Sie Ihre schlechte Stimmung verbreiten konnten.
Insgesamt ein schöner Artikel. Ich erinnere mich gerne zurück, nicht weil dmals alles besser war, sondern weil ich einfach schöne Zeiten damals hatte. Auch schlechte, aber das muss man ja nicht zelebrieren.

#8 - 02.05.2017, 21:54 von Tomas Murks

Time Machine

Das beschriebene Familienidyll kenne ich auch noch - aus den 60ern. 1985 war mein Sohn 4 Jahre alt und seine Mutter hatte ich garantiert nicht beim Fernsehabend kennengelernt (genauer gesagt: ich war von 1978 bis 1986 während des Studiums DJ in einer Disco, die viel von amerikanischen Soldaten frequentiert und irgendwann berechtigterweise wegen Drogen geschlossen wurde. Vorher hatten wir noch ein Open-Air Festival organisiert. Mit Genesis, Frank Zappa, den Scorpions und 40 000 Besuchern). Die vielen Babysitter, die ich damals brauchte und die bei mir sogenannte "Videoabende" veranstalteten, wenn ich samstags um die Häuser zog oder im "Musikamt" auflegte (die Mutter hatte sich schon 2 Jahre zuvor endgültig abgemeldet), schauten bestimmt nicht "Wetten das.." sondern hatten ihr eigenes Programm, das garantiert nicht jugendfrei war. Über das Kabelfernsehen hatten wir damals übrigens ausser ARD, ZDF und den Dritten noch Österreich und Schweiz mit jeweils 2 Programmen die fünf oder sechs Privatsender (RTL, Sat1, 3Sat, Pro7, arte und einen Bezahlkanal, den Vorgänger von "Premiere"), die seit Januar 1984 ihre Programme ausstrahlten. Mit "regionalcodefreien Videorecordern", von denen ich vier besass (wegen PAL und NTSC) und digitalen "Picture-Disks", die aussahen, wie herkömmliche Langspielplatten und deren Bildqualität irgendwo zwischen DVD und Blue-Ray lag, kann man heute zwar nicht mehr angeben, aber so kleispiessig, wie es in desem Text beschrieben wird, war es lange nicht mehr. Die Fernsehabende hat der Autor als Kind so erlebt. Aber schon mein Vierjähriger sass abends oft vor dem laufenden Fernseher, wenn der von mir bestellte Babysitter und seine mtgebrachte Babysitterin nach getaner Arbeit, was immer das auch war, auf dem Sofa lagen und selig schnarchten.

#9 - 03.05.2017, 23:20 von Gernot Spelsberg

@Michaela Mann

Spiel ohne Grenzen, Wünsch dir was, Jürgen von der Lippe, Gong

    Seite 1/2