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Leichenraub im Namen der Bombe

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#1 - 08.08.2013, 11:18 von Mathias Völlinger

"Wie viele Atombombentests hält die Menschheit aus?"

Hier ging es doch wohl auch und hauptsächlich um die Frage: "Wie kann die Menschheit einen Nuklearkrieg überleben?" Und wenn ein Nuklearkrieg für die Politiker und Armeestäbe damals im Bereich des praktizierbar-möglichen lag, dann war diese Art "Forschung" doch nur konsequent. Es gehört dann doch alles zusammen. So waren die Zeiten damals und ich möchte nicht wissen wie skrupellos die Sowjets damals wirklich "forschten", die hatten es vermutlich noch einfacher, ohne nennenswerte Rechtsstaatlichkeit. Und ich denke nicht, dass die "Normalbevölkerung" damals, im Westen, und im Osten wohl noch weniger, überhaupt einen blassen Schimmer hatte, was ein Nuklearkrieg WIRKLICH bedeuten würde.

#2 - 08.08.2013, 12:01 von Michael Wald

Ja! Und was war jetzt das Ergebnis der Studie?

#3 - 08.08.2013, 12:01 von Hinrich Paulsen

total widerlich, abscheulich, eine Schändung der
göttlichen Schöpfung unserer guten alten Mutter Erde -
verursacht durch Amerikaner, Russen , Briten, Franzosen etc.
Völlig sinnlos u. überflüssig, hirnverbrannt, dumm etc.
Hätte ich seinerzeit als junger Mann jedem seinerzeit
Unverantwortlichen ins Tagebuch schreiben können, auch
ohne Studium u. Abitur !!! Leider gilt das auch heute noch.

#4 - 08.08.2013, 12:01 von Jens Habermann

Bis heute scheint die Menschheit mit der Atomenergie herumzuspielen wie kleine Kinder mit Streichhölzern. - Von nix Ahnung aber davon dann eine ganze Menge.

#5 - 08.08.2013, 12:01 von John Grope

Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Artikels. Ich bin immer wieder erfreut, wenn Schandtaten von US-Regierungen publik werden. Immer wieder erschreckend, was für Verbrechen von US-Regierungen bereits begangen wurden. Anlehnend an Ihren Artikel möchte ich z. B. auch an das Folgende erinnern: http://www.sueddeutsche.de/politik/syphilisversuche-in-guatemala-vor-jahren-menschen-als-versuchskaninchen-der-usa-1.1137055. Oder das menschenverachtende MKUltra-Programm und vergleichbare Programme. Oder an all die kriminellen Eingriffe in die Souveränität anderer Staaten durch CIA und Konsorten. Leider könnte solch eine Aufzählung ziemlich lang werden. Wann werden die USA endlich angemessen für all die Verbrechen bestraft, die sie bereits begangen haben? Wann werden sie endlich daran gehindert, immer wieder neue Verbrechen zu begehen? WANN?

#6 - 08.08.2013, 12:37 von Carsten Beck

>"Wie viele Atombombentests hält die Menschheit aus?"
>
>Hier ging es doch wohl auch und hauptsächlich um die Frage: "Wie kann die Menschheit einen Nuklearkrieg überleben?"
>Und wenn ein Nuklearkrieg für die Politiker und Armeestäbe damals im Bereich des praktizierbar-möglichen lag, dann war diese Art "Forschung" doch nur konsequent.
> Es gehört dann doch alles zusammen. So waren die Zeiten damals und ich möchte nicht wissen wie skrupellos die Sowjets damals wirklich "forschten", die hatten es vermutlich noch einfacher, ohne nennenswerte Rechtsstaatlichkeit.
> Und ich denke nicht, dass die "Normalbevölkerung" damals, im Westen, und im Osten wohl noch weniger, überhaupt einen blassen Schimmer hatte, was ein Nuklearkrieg WIRKLICH bedeuten würde.


Ich stelle die gegenteilige These auf, daß ausschließlich die "Normalbevölkerung" eine Ahnung davon hatte, was ein Nuklearkrieg bedeuten würde, nämlich der bedauernswerte Teil, der die Atombombenabwürfe über Hiroschima und Nagasaki vor Ort mit- und überlebte.

Die innere Logik der Forschung möchte ich ebenfalls hinterfragen. Mitte bis Ende der 50er Jahre hatte die Phase des nuklearen Overkill längst begonnen. Spätestens in dieser Phase lag die einzige ethisch tragfähige Option in einem Verzicht auf Weiterentwicklung des nuklearen Arsenals, völlig unabhängig vom Verhalten des potentiellen Gegners.

Insbesondere gilt dies für Gesellschaften, die für sich in Anspruch nehmen, ihre Politik auf ethischen Grundlagen fußen zu lassen.

#7 - 08.08.2013, 12:37 von Mathias Völlinger

>Bis heute scheint die Menschheit mit der Atomenergie herumzuspielen wie kleine Kinder mit Streichhölzern. - Von nix Ahnung aber davon dann eine ganze Menge.

Nein. Das prinzipielle Verständnis der Physiker über die Kernkräfte ist so vollständig vorhanden, wie das Verständnis der Chemiker über das "normale" Feuer. Da wird nicht gespielt. Das Problem mit der sinnvollen Nutzbarmachung dieser Kernkräfte stellt sich für mich noch so dar wie die Handhabung des Feuers bevor richtige Motoren erfunden wurden. Molotowcocktails, Dynamit und Dampfmaschinen haben wir ja schon, um bei dem Vergleich zu bleiben.

#8 - 08.08.2013, 12:45 von Heinz Haas

Die in dem Artikel angesprochene Studie stellte sicher zu ihrer Zeit ein approbates Mittel dar, die Gefahren durch Radioaktivitaet und besonders durch Atomwaffen zu dokumentieren. Diese und folgende Untersuchungen haben erst zu der Definition der heute bekannten und stark reduzierten Grenzwerte der Radioaktivitaetsexposition gefuehrt. Erst dadurch konnte die zur Zeit (besonders in Deutschland) erfolgende Abkehr von der Atomenergie erreicht werden.
Es ist mir daher unverstaendlich, das aus Deutschland (auch in dem Artikel) polemisch ueber diese alten wissenschaftlichen Arbeiten geschrieben wird. Wir sollten nicht vergessen, dass der von Deutschland ausgehende verbrecherliche Krieg erst zu dem amerikanischen Atomwaffenprogramm gefuehrt hat.
Sicher wurden bei den dargestellten Forschungen ethische Grenzen der westlichen (auch amerikanischen) Zivilation uebertreten. Aber was bedeutet das im Vergleich zu dem vorangegangenen millionenfachen Mord?

#9 - 08.08.2013, 15:12 von Philipp Börker

> Das prinzipielle Verständnis der Physiker über die Kernkräfte
> ist so vollständig vorhanden, wie das Verständnis der
> Chemiker über das "normale" Feuer. Da wird nicht gespielt.
> Das Problem mit der sinnvollen Nutzbarmachung dieser
> Kernkräfte stellt sich für mich noch so dar wie die
> Handhabung des Feuers bevor richtige Motoren erfunden
> wurden. Molotowcocktails, Dynamit und Dampfmaschinen
> haben wir ja schon, um bei dem Vergleich zu bleiben.

Und ziemliche Probleme mit den Abgasen von Verbrennungsprozessen aller Art. Ihr Vergleich trägt.

#10 - 08.08.2013, 15:16 von Fritz Jaeger

@ Heinz Haas:

Nur eine Bitte in diesem Zusammenhang:
Sie schreiben: "....dass der von Deutschland ausgehende verbrecherliche Krieg erst zu dem amerikanischen Atomwaffenprogramm gefuehrt hat."
Der 2. WK ging - historisch korrekt betrachtet - davon aus, dass England Deutschland den Krieg erklärte. Die Sache mit Polen ist und bleibt undurchsichtig, wie seriöse englische (!!) Historiker schon vor Jahrzehnten konstatierten Und bis heute dürfen nicht mal die ehemals Verbündeten in polnischen Archiven arbeiten.

Ich hab ganz einfach was dagegen, dass immer und immer wieder Deutschland an allem Schuld sein soll.

Im übrigen halte ich den ganzen Kommiss und speziell die Atomwaffen / Chemiewaffen / Biowaffen ganz einfach für Auswüchse kranker Gehirne.

Eine Welt ohne Militär wäre mir lieber - aber das ist wohl nur ein frommer Wunschtraum von mir!

Schönen Tag noch!

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