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Männer mit Vergangenheit

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#1 - 29.06.2008, 14:55 von

Ein interessanter historischer Artikel. Aber eine Sache am Teaser stört mich. Dirlewanger wird dort als Kinderschänder bezeichnet, im Text ist jedoch davon die Rede, dass er "Unzucht mit einer 13-Jährigen" trieb. Zum einen ist man mit 13 eher Teenager als Kind, zum anderen ist Unzucht etwas anderes als Schänden. Es mutet natürlich etwas merkwürdig an, bei einem Mörder wie Dirlewanger, solche Differenzierungen vorzunehmen, aber im Sinne der journalistischen Genauigkeit würde ich den Teaser noch einmal überdenken.

#2 - 29.06.2008, 16:00 von Eckhardt Gehde

> Zum einen ist man mit 13 eher Teenager als Kind, zum anderen ist Unzucht etwas anderes als Schänden. Es mutet natürlich etwas merkwürdig an, bei einem Mörder wie Dirlewanger, solche Differenzierungen vorzunehmen, aber im Sinne der journalistischen Genauigkeit würde ich den Teaser noch einmal überdenken.
Mit 13 ist "man" eher Kind, es sei denn, es handelt sich um die Phantasiewelt von Kriminellen. Und in diesem Fall noch "Unzucht", d.h. sexuellen Handlungen mit einem minderjährigen Menschen, als weniger schlimm - na, vielleicht fast als Verführung eines besonders potenten Mannes etwa?!! - einstufen zu wollen als Schänden, ist in der Tat hier wie auch in anderen Fällen nicht angebracht

#3 - 29.06.2008, 18:03 von

Unseriöser Beitrag !
Also, wenn ich lese: 'Horde von Wilddieben', 'Mörderbande ... die in Warschau 1944 in wenigen Tagen Zehntausende Menschen umbrachte', dann ist die Grenze zum seriösen Journalismus weit überschritten. Das ist unter Bild-Zeitungs-Niveau und dürfte wohl einer Überprüfung kaum standhalten ... Und in diesem Zusammenhang nur mal als Hinweis: es war Krieg, der Aufstand in Warschau war leichtfertig von den Engländern angezettelt worden (die dann aber die quasi als Partisanen kämpfenden Polen faktisch ihrem Schicksal überließen). Die Deutschen kämpften zu dieser Zeit im Osten an zwei Fronten - vor ihnen die Russen, hinter ihnen der massive Aufstand in Warschau. Da den Russen aber vor Warschau aber erst mal die Puste ausgegangen war, konnte der Aufstand niedergeschlagen werden, zumal sich auch die versprochene englische Luftunterstützung für die Warschauer als reine Luftblase erwies. Trotzdem wurden den Aufständischen nach der Kapitulation von deutscher Seite ehrenwerte Kapitulationsbedingungen geboten, und sie wurden statt als Partisanen wie reguläre Kombattanten behandelt. Statt ganz nach aktueller Mode, die die Zeit des NS und des Zweiten Weltkriegs auf eine Kriminalgeschichte reduziert, sollte die Kirche mal im Dorf gelassen werden. Beim 'Spiegel' erwarte ich eigentlich gut recherchierte Sachinformationen statt Räuberpistolen und Propaganda.

#4 - 30.06.2008, 09:15 von

Ich finde die heutige 'Aufarbeitung' in zweierlei Hinsicht problematisch. Erstens sollte die Aufteilung der NS-Opfer nach Rasse in gedenkenswürdige Juden und vergessenswürdige Zigeuner, Arier usw als Rassismus verurteilt werden.

Zweitens scheint die sogenannte Aufarbeitung vom augenblicklichen Handlungsbedarf abzuleiten. Auch wer zehn Stolpersteine spendet, aber seinen Nächsten als dreckigen Türken beschimpft - oder wegguckt, wenn andere es tun - hat nichts wirklich aufgearbeitet.

Heute schickt man die Leute nicht mehr zum Vergasen nach Ausschwitz, sondern zum Erschiessen nach Somalia oder zum Verhungern nach Mali. Ist das denn besser? Wo sind ihre Stolpersteine? So oder so sterben unschuldige Menschen eines qualvollen Todes, weil wir wegschauen - auch heute noch.

#5 - 30.06.2008, 09:39 von

Unseriöser Beitrag Ihrerseits!

Zu behaupten "Trotzdem wurden den Aufständischen nach der Kapitulation von deutscher Seite ehrenwerte Kapitulationsbedingungen geboten, und sie wurden statt als Partisanen wie reguläre Kombattanten behandelt."
ist ein Widerspruch in sich, denn es war nichts, aber auch gar nichts "ehrenwert" von deutscher "Seite" !
Die einzig ehrenhaften waren die "Aufständischen" (Ihr Wortgebrauch)- die Widerstandskaempfer. Alles andere ist ein nachtraeglicher Versuch die Taten der Deutschen weiss zu waschen und nichts anderes als Propaganda!

#6 - 30.06.2008, 09:39 von Florian Geier

Völlig verschwiegen wird,
daß es sich bei den Angehörigen der Dirlewanger-Brigade längst nicht nur um Deutsche, sondern auch zu einem erheblichen Teil um Russen und Ukrainer, so. Hiwis, handelte.
Aber die kann man natürlich nicht so einfach als Nazis etikettieren

#7 - 30.06.2008, 09:40 von

Wer einen solchen Beitrag, wie Herr Lücke, in ein Diskussionforum stellt glaubt wohl auch bis heute, dass Hitlers Mörderbanden gezwungen waren Polen und fast ganz Resteuropa zu okkupieren, millionenfach Menschen zu morden und Warschau und viele andere Städte in Schutt und Asche zu legen. Die "Bösen" sind dann ganz natürlich die die ihre eigenen Völker und auch Deutschland von diesen Verbrechern befreiten. Ehrenwert verhielten sich in diesem Krieg nicht die Deutschen. Was nicht heißt, dass es nicht auch Deutsche gab, die sich ehrenwert verhielten. Die SS in Warschau gehörte ganz sicher nicht zu den ehrenwerten Deutschen.
Schämen Sie sich !!!

#8 - 01.07.2008, 09:28 von

>>Wer einen solchen Beitrag, wie Herr Lücke, in ein Diskussionforum stellt glaubt wohl auch bis heute, dass Hitlers Mörderbanden gezwungen waren etc.
>>Schämen Sie sich !!!
>
>lieber herr byszio, ich stimme ihnen zu. herren wie herr lücke sollten sich schämen. wohl wahr. nur ist der umgang zwischen den generationen, zumal wie hier, vermutlich von jung nach alt, keiner, bei dem der erhobene zeigefinger zur annäherung führt. die frage ist, was machen wir bloss mit den alten säcken, die sich noch zu gut erinnern können an die die vermutlich nicht immer und durchgängig schlechte zeit mit der binde am arm und der tresse auf der schulter?
>das problem ist doch, dass die große moral in den kleinen lebenszusammenhängen an - bleiben wir martialisch- durchschlagskraft, verliert.
>unsere, die lebenslügen der nachgeborenen, sind sicher weniger national und erschütternd, aber haben wir keine?
>ich schlage nichts vor als verständnis. auch fürs ungeheuerliche.
>finden sie das ungeheuerlich?
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#9 - 01.07.2008, 09:28 von

Herr Lücke hat den Artikel noch (zu) freundlich kritisiert. Eigentlich handelt es sich um seichtestes Antifa-Gebrabble ohne jede historische Beweiskraft. Mit welchem Recht verunglimpft der Autor SS-Mitglied Fegelein als "Nazi-Verbrecher"? Weil er mit einem Mitglied der Familie Braun verwandt war? Statt wohlfeiler und bequemer Vergangenheitsbewältigungsonanie wäre es aufrichtiger, die damaligen Geschehnisse zum Beispiel mit aktuell stattfindenden Aufständen in besetzten Ländern wie im Irak oder Afghanistan zu vergleichen. Dort werden hier und jetzt keine "Kriegsgefangenen" gemacht, sondern selbst Verletzte in Gotteshäusern (Fallujah) katblütig exekutiert, ohne daß bundesrepublikanische Pseudodemokraten den USA wenigstens die Nachschubbasen Ramstein oder Leipzig entziehen würden. Wobei im Fall von Leipzig ganz nebenbei auch noch gegen den 2+4 Vertrag verstossen wird. Also erst mal an die eigene Nase fassen, vor den überreichlich vorhandenen pawlovschen Reflexen aufgrund jahrzehntelanger Greuelhetze aus Hollywood vorschnell nachgegeben wird. Und nochmal, Danke Herr Lücke (auch im Namen meines lange verstorbenen Großvaters, der SS-Angehöriger war)

#10 - 01.07.2008, 13:58 von

hallo herr schmidt,
interessante wortmeldung. ich möchte fragen, was sie vorschlagen, um die vergangenheitsbewältigung aus der, wenn ich sie recht verstanden habe, oft onanistischen ecke zu holen? ehrliche frage.
sie monieren "bequemes antifa- gebrabbel" und "greuelhetze aus hollywood" und danken im namen ihres SS-großvaters für die kritik an dem artikel.
für 33-45 würde deutschland immer verurteilt & das, meinen sie, ist ungerecht. weil: im irak und afghanistan auch ganz böse gemeuchelt wird.
bleiben wir als deutsche bei deutschland und kommen wir zur gretchenfrage. was halten sie also vom holocaust? war das ein fauxpas von opas chef? was wollen denn sie mit unserer geschichte heute anfangen? her mit der alternative. her damit.









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