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Maharishi Mahesh Yogi: Der Lieblingsguru der Hippies

Régis Bossu/ Getty Images Er nannte sich "spiritueller Lehrer der Beatles", gründete eine "Weltregierung" und machte Millionen mit Meditation. Maharishi Mahesh Yogi verstand es blendend, fernöstliche Spiritualität mit westlichem Geschäftssinn zu paaren.
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#1 - 12.02.2018, 15:13 von Till Neumann

'Brian Love von den Beach Boys'

Mr. Love hieß Mike. Brian war Mr. Wilson, aber der war m.W. nicht beim Yogi.

#2 - 12.02.2018, 16:29 von Olaf Schiege

mal 2 Irrtümer

Ringo hat durch mehrere Krankheiten einen sehr empfindlichen Magen und verträgt kein scharfes Essen. Indisches Essen ist was? Ach ja Curry.
Ob-la-di-ob-la-da ist von einem Saufkumpel Jimmy Scott: ist ein nigerianischer Spruch aus der Sprache der Yoruba und bedeutet so viel wie „Es kommt, wie es kommt“

#3 - 12.02.2018, 16:45 von Pierre Delalande

Der grinsende Guru

Da würde vermutlich jeder den ganzen Tag grinsen, wenn er mit solchen hohlen Kalendersprüchen den dummen Hippies das Geld aus der Tasche ziehen kann.

#4 - 12.02.2018, 20:21 von Henning Papendorf

Dieser Artikel strotz leider vor Falschaussagen

"Dagegen sind seine Schüler auch Kunden. 1960 bietet er erstmals Kurse in Deutschland an, sieben Einheiten TM kosten 200 Mark. Einige Jahre später sind für den Lehrerkurs, höchste Stufe des TM-Bewusstseins, schon 40.000 Mark fällig"
1970 kostete ein Einführungskurs 60 DM (umfasste ca. 10 Stunden Unterricht plus lebenslange kostenlose Betreuung), während man in Indien für eine Einweihung in eine wirklich wirksame Meditationsmethode in der Regel erst einmal ein halbes bis ein Jahr Dienst in einem Ashram bei einem Guru ableisten muss.
Ein TM-Lehrerausbildungskurs lag 1973 bei 2.500 DM - für drei Monate. Habe die Belege noch...
Maharishis persönliches Interesse an Geld und Besitz war gleich Null, aber er wollte natürlich möglichst viele Meditationszentren in der Welt eröffnen, damit so viele Menschen wie möglich diese Technik der Stresstiefenauflösung und z.B. der Verbesserung der neuronalen Kohärenz des Gehirns - zu deren Erforschung wurden wohl auch hier und mal EEG Geräte angeschafft - erlernen konnten. Und dafür brauchten seine Leute das Geld.
Letzlich ging es Maharishi und seinen Mitstreitern aber um die Transformation der globalen Gesellschaft, weg von Lebensunlust, Krankeiten aller Art, Kriminalität und vor allem weg von Krieg - dauerhaft - hin zu einer Gesellschaft des Friedens, der Gerechtigkeit und der authentiischen Lebensfreude!
Das Rezept hat sich punktuell in Testläufen bewährt, nur fehlt es bis heute noch an der Finanzierung großer Gruppen von Meditierenden (ideal 3 x 15-20.000), die auch die Sidhi-Techniken gemeinsam praktizieren. Diese Leute müsste man ja bezahlen, wenn sie diese Kohärenzeffekt für 7,6 Milliarden Menschen hauptberuflich erzeugen sollten.
Soldaten, die lernen zu töten, gibt es Abermillionen weltweit, bezahlt von uns Bürgern... sie lösen aber keine Konflikte, sondern schaffen immer wieder neue. Das Militär hat übrigens weltweit in mindestens 20 Ländern inkl. USA größere Gruppen von Soldaten in der Technik der TM ausgebildet.
Der Einspareffekte s.o. für alle Länder zusammen würde jedes Jahr in die Billionen von €uro gehen! Wissenschaftl. Studien dazu existieren. Häme und Falschaussagen wie in diesem Artikel sind angesichts der Aufgabenstellungen und gefährlichen Krisen, die der Menschheit drohen oder schon existieren, völlig fehl am Platz. Danke

#5 - 12.02.2018, 22:29 von Ulrich Boche

MERU - Maharishi European Research University

Die Maharisshis sitzen immer noch in Vlodrop (nahe Roermond an der deutschen Grenze). Die haben sich jahrelang juristisch mit Nachbarn und Denkmalschützern gefetzt, um ein altes Schlösschen abreißen zu dürfen. Letztlich haben sie gewonnen und können ihren indischen Traum verwirklichen.

#6 - 14.02.2018, 08:35 von Detlev Wulf

Daß Sie in Ihrem Artikel rund 15 mal auf Maharishis Geschäftstüchtigkeit verweisen, sagt mehr über die rein materiell orienmtierte Denkweise des SPIEGEL aus, als über Maharishi, denn für den standen materielle Dinge nie im Vordergrund. Relatv zur Größe und Bedeutung seiner Organisation lebte Maharishi sehr bescheiden.

Das Erlernen der TM kostet mehr als viele andere Methoden, ist aber dafür leichter und effektiver. Denn all diese anderen Methoden basieren auf Konzentration, Kontemplation, Suggestion oder "Achtsamkeit" und halten darum den Geist an der Oberfläche des bewußten Denkens fest. Sie können aber nicht feinere Ebenen des Denkens oder gar Transzendenz (Samadhi, Nirvana etc.) erfahren, wenn Sie gleichzeitig den Geist an der Oberfläche konzentrieren und festhalten. Das ist technisch nicht möglich. Darum werden solche Methoden als schwer und anstrengend empfunden. Die TM funktioniert ohne Konzentration. Insbesondere Leute, die zahlreiche andere Methoden ausprobiert haben bestätigen, daß sie jetzt endlich das Gefühl haben, "nach Hause" zu kommen. Und über 600 Untersuchungen bestätigen die Wirksamkeit.

#7 - 15.02.2018, 15:09 von Franz Richter

Die politische Wirkung Maharishis war Entspannung

Warum John Lennon so dringend weg wollte, ist ja hinreichend bekannt. Er selber hatte wohl Entzugserscheinungen, die nicht der Yogi, sondern nur eine gewissen Yoko, gefriedigen konnte. Da war ihm jeder Vorwand recht. Die restlichen Beatles wurden später vom schlechten Gewissen gepackt, und als George Harrison einmal nachfragen ließ, wie die Beatles Maharishi am besten unterstützen könnten, soll er geantwortet haben: "By staying away from me."

Zu der Zeit hatte Maharishi, der einst Physik studiert hatte, längst Wissenschaftler um sich versammelt. Es gibt ein Bild von ihm, wo er in Seelisberg/Schweiz mit zwei Nobelpreisträgern, Brian Josephson und Ilya Prigogine, konferierte.

Als Maharishi in Holland, an der deutschen Grenze war, wurde einst Paul McCartney von einer Blumenverkäuferin erkannt, als er noch schnell Blumen für einen Besuch beim Meister kaufen wollte. Bis heute unterstützen Paul und Ringo die David-Lynch-Stiftung zur Förderung der TM in Schulen und bei Kriegsveteranen.

In die Geschichte eingehen werden die Beatles langfristig nicht über die Liedchen, die sie geträllert haben, sondern dafür, dass sie es Maharishi - mitten im Kalten Krieg - ermöglicht haben, Entspannung populär zu machen. Maharishi hat schon in den 70er Jahren immer wieder betont, dass die Berliner Mauer und der Eiserne Vorhang fallen werden.

In seinen letzten Jahren hat sich Maharishi in Pressekonferenzen, die im Internet übertragen wurden, scharf gegen die Bush-Administration und den Irak-Krieg ausgesprochen. Auch die Demokratie verdammte er ("damn democracy") , er nannte sie nur noch "Damnocracy". Sie sei mit ihren langsamen und oft falschen Entscheidungsprozessen die gefährlichste aller Staatsformen und müsse kurzfristig durch Expertenregierungen und langfristig durch erleuchtete Könige abgelöst werden. In vielen Ländern scheint der Fluch gerade in Erfüllung zu gehen.....

#8 - 21.02.2018, 13:48 von Bernd Winters

TM gefährlich?

Der aus meiner Sicht wichtige Teil Ihres Beitrages besteht in den Aussage von Herrn Brügge und Frau Barschel, die ich beide vollumfänglich bestätigen kann. TM entspannt, das stimmt, aber diese Meditationstechnik kann gefährlich werden, wenn man die täglichen 20min morgens und abends ausdehnt, so wie das auf den TM Vertiefungskursen angeboten wird. Ich habe zahlreiche Menschen gesehen, die psychisch vollständig unstabil geworden sind, nicht mehr leistungsfähig im täglichen Leben, sich getrennt haben aus Ihren familiären Rahmen. Diese Folgen der TM und weitere werden selbstverständlich nicht wissenschaftlich untersucht. Dafür pickt man sich eher die Rosinen heraus. Dieses Thema wird unter den Teppich gekehrt.

Wieviele von den geschätzten 5 Millionen Meditierenden heute noch meditieren, kann man nicht sagen. Die Realos unter ihnen haben aber schon vor langer Zeit erkannt, dass ausser der Meditation nicht mehr viel nachkommt. Die zahllosen Versprechen von übernatürlichen Fähigkeiten und vieles mehr haben sich nicht erfüllt, obwohl es heute immer noch Unverbesserliche gibt, die darauf hoffen.

So wie sich die TM Bewegung präsentiert steht sie sich für eine weitere Verbreitung der Meditationsmethode selbst am Meisten im Weg.

#9 - 08.08.2018, 17:26 von Uwe Barth

Fakten helfen zu gutem Journalismus

Die TM findet zunehmenden wissenschaftlichen Zuspruch, und Fakten sollte gutem Journalismus helfen, angemessen zu informieren. ZB investiert das US-Militär 5 Millionen $ in die Erforschung der Wirkung der TM auf posttraumatische Belastungsstörungen, nachdem erste Studien hier eine Verringerung der Symptome um 50% in 8 Wochen zeigten.
(links sind hier vermutlich nicht erlaubt, deswegen hier nur die Internetadresse, bei Interesse über die browserzeile aufrufen.) News Medical Life Science: www.news-medical.net/news/20110602/10639/German.aspx
und
Startribune.com: www.startribune.com/meditation-brings-peace-to-war-vets/151554185/?c=y&page=all&prepage=1#continue
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Zweites Beispiel, es zeigen sich zeigt deutliche Verbesserungen bezüglich der Harmonisierung und Verbesserungen von Aggression, Gewalt, Fehlzeiten von Schülern, schulischen Leistungen, Notenspiegel etc durch Integration der TM in den Schulalltag. Der San Francisco Examiner schreibt dazu:
Meditation heiltproblembelastete Visitacion Valley Mittelschule
archives.sfexaminer.com/sanfrancisco/meditation-program-mends-troubled-visitacion-valley-middle-school/Content?oid=2174562

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Die American Heart Association veröffentlichte im April 2013 Empfehlungen für die klinische Praxis zur Behandlung von Bluthochdruck mittels alternativer Gesundheitsansätze. Sie weist dabei der TM als einziger Meditationsform blutdrucksenkende Wirkung zu.
Usw, usw.

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Zitat Artikel:
"Meine Meditationstechnik", verspricht der Guru, "verhilft den Menschen zur seelischen und geistigen Gesundheit. Da 70 Prozent aller Krankheiten auf nervösen Belastungen beruhen, ist die seelische Ausgeglichenheit sehr wichtig. Meine Anhänger verloren ihre Runzeln und Falten im Gesicht, hatten einen geregelten Pulsschlag und Blutkreislauf und waren sehr glücklich."

Eben :-)
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Weitere Medienberichte zur TM aus unabhängigen Quellen: www.fakten-transzendentale-meditation.com