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Manager des Massenmords

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#1 - 06.05.2010, 15:29 von

Letzter Satz des Artikels:

"Ein Farbfoto jüngeren Datums zeigt den ehemaligen Chef des SS-Sicherheitsdiensts von Genua, Friedrich Engel, 2002 vor dem Landgericht Hamburg. Die Verurteilung hob der Bundesgerichtshof wieder auf - auch Engel starb als freier Mann."

Wieder die üblichen "Verfahrensfehler" als Begründung?

Ich bin ja kein Jurist und unterstelle den heutigen Richtern ja keine gewisse politische Gesinnung. Im Gegensatz zu denen welche auch direkt nach 1945 in "Amt und Würden" blieben.

Aber ist unsere Strafprozessordnung nicht doch etwas verschwurbelt?

Übrigens, ich weiß nicht warum, war mein erster Anlaufpunkt bei meinem allerersten Berlinbesuch, 1994, die "alte" Ausstellung. Und da gabs dann auch ein Büchlein preisgünstig zu erwerben. Dies war für mich ein "Leitfaden" für meine danach anstehenden Besichtigungstouren in der Stadt, wo gewisse "Lokalitäten" nicht als solche gekenntzeichnet wurden, wie in diesem Buch dargestellt. Z.B. wusste ich damals wirklich nicht, dass das Riesengebäude gegenüber des Ausstellungsgeländes mal Görings Luftfahrtministerium war. Da stand auch kein Schild diesbezüglich. Aber in diesem Büchlein wurde dies ausdrücklich erwähnt.

Und jetzt wohne ich in Berlin, und ich werde nächste Woche, nach Feierabend, unbedingt dahingehen.

#2 - 07.05.2010, 09:14 von

Sehr geehrter Herr Völlinger,
das ist nett von Ihnen daß Sie unseren heutigen Richtern keine politische Gesinnung unterstellen. Allerdings sind die Wege schon interessant - man nehme Roman Herzog, einst Präsident des Bundesverfassungsgerichts und ein Zögling von Theodor Maunz, auch ein Verfassungsrechtler - und was für einer. Pikanterweise mußte Herr Maunz wenigstens sein politisxcches Amt räumen - auf Initiative von Frau Hamm-Brücher. Die gleiche Frau Hamm-Brücher die 1994 bei der Wahl zum Bundespräsidenten Roman Herzog unterlag. Nein - es gibt nirgendwo eine Kontinuität in Deutschland. Die heutigen Richter sind bestimmt alle voller Ekel gegenüber ihren Ziehvätern.

#3 - 14.03.2014, 12:08 von Kai Bonte

Manager des Massenmords

Wer plante die Verbrechen der Nazis? Die neue Ausstellung "Topographie des Terrors" im Berliner Regierungsviertel zeigt die kaum bekannten Köpfe hinter dem NS-Vernichtungssystem - und legt offen, wie viele hochrangige Täter nach 1945 von der Justiz unbehelligt blieben. Von Jan Friedmann